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Trump verlängert Ultimatum an den Iran um 10 Tage

Trump verlängert Ultimatum an den Iran um 10 Tage

26.03.2026, 20:1826.03.2026, 22:06

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Strasse von Hormus erneut verlängert. Bis zum 6. April um 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche auf der Plattform Truth Social an.

Trump schreibt:

«Auf Ersuchen der iranischen Regierung möchte ich mit dieser Erklärung bekannt geben, dass ich die Frist für die Zerstörung der Energieanlagen um 10 Tage bis Montag, den 6. April 2026, um 20 Uhr Eastern Time verlängere. Die Gespräche laufen weiter und verlaufen sehr gut, trotz falscher gegenteiliger Behauptungen seitens der Fake-News-Medien und anderer.»

Die derzeit geltende Aussetzung sollte eigentlich am Freitag auslaufen. Der Beitrag erschien kurz nach Börsenschluss in den USA.

«Wir haben jede Menge Zeit»

Vor seiner jüngsten Ankündigung hatte Trump bereits eine Verschiebung der Frist nicht ausgeschlossen. «Ich weiss es noch nicht», sagte er in Washington auf die Frage, ob die Frist aufgeschoben sei.

Trump sagte, sein Schwiegersohn Jared Kushner, der Sondergesandte Steve Witkoff und Vizepräsident JD Vance würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. «Wir haben jede Menge Zeit», sagte Trump.

President Donald Trump speaks during a Cabinet meeting at the White House, Thursday, March 26, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
Trump hatte dem Iran ein Ultimatum gestellt und damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören.Bild: keystone

Iran weist Trumps Ultimatum zurück

Der Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen. «Niemand kann dem Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen», erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder des Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Strasse von Hormus nicht vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen «sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten» für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Der Iran hatte gedroht, dass er im Gegenzug Energieanlagen anderer Länder in der Golfregion angreifen würde. Ausserdem beharrt die Führung in Teheran darauf, die alleinige Kontrolle über die für den globalen Energiehandel zentrale Passage zu haben. (hkl/sda/dpa)

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Jorge de los alpes
26.03.2026 20:43registriert April 2014
Hat Trump eigentlich keine Berater, oder sind alle in dessen Fahrwasser gefangen und zittern, wenn sie eine andere Meinung als der geistig angeschlagene Präsident haben?
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Gallo Nero
26.03.2026 21:22registriert Oktober 2021
Immer noch hält ein Drittel der Befragten diesen narzisstischen, kranken, dementen, irren, menschenverachtenden, strohdummen Irren für einen guten Präsidenten? USamarsch!
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Randy Orton
26.03.2026 21:30registriert April 2016
TACO Trump auf Hochtouren. In 10 Tagen kann er dann die nächste Fristverlängerung ankündigen (oder er vergisst es einfach wie damals, als er Russland Fristen setzte).
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UN-Resolution über Sklaverei: 3 Länder stimmen dagegen, Schweiz enthält sich
Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als «schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit» eingestuft. Während sich Europa mehrheitlich enthielt, stimmten drei Länder dagegen.
123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Die Schweiz und 51 weitere Länder enthielten sich, wie aus dem von der Uno veröffentlichten Abstimmungsresultat hervorging. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Sie fordert unter anderem auch die unentgeltliche «unverzügliche und ungehinderte Rückgabe» von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer.
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