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Hirnverletzung: US-Boxer stirbt nach K.o.-Niederlage



Wenige Tage nach einer schweren K.o.-Niederlage ist der US-Profiboxer Patrick Day an den Folgen seiner Hirnverletzungen gestorben. Der 27-Jährige habe den Kampf um sein Leben am Mittwoch verloren, teilte Promoter Lou DiBella in einer Stellungnahme mit.

Patrick Day, right, punches Elvin Ayala during the fifth round of a WBC Continental Americas super welterweight championship boxing match Saturday, Oct. 27, 2018, in New York. Day won the fight. (AP Photo/Frank Franklin II)

Patrick Day (rechts) verstarb nach einem Kampf infolge einer Hirnverletzung. Bild: AP/AP

Day sei im Kreise seiner Nächsten im Spital gestorben. Der Boxer war im Kampf gegen Charles Conwell am Samstag in Chicago nach mehreren schweren Treffern in der zehnten Runde bewusstlos zusammengebrochen und in der Folge einer Not-Operation am Gehirn unterzogen worden.

«Wenn ich alles ungeschehen machen könnte, ich würde es tun.»

Days Gegner Charles Conwell

«Er entschied sich fürs Boxen und kannte die dazugehörigen Risiken, denen alle Kämpfer ausgesetzt sind, wenn sie den Ring betreten», hiess es in der Stellungnahme. In Tagen wie diesen sei es aber schwierig, die Gefahren des Boxens zu rechtfertigen. Auch wenn es keine einfachen Lösungen gebe, sei es an der Zeit zu Handeln, um den Boxsport sicherer zu machen. «Auf diese Weise können wir das Vermächtnis von Pat Day ehren.»

Conwell (links) und Day (rechts) vor dem Kampf.

Sein Ring-Rivale Conwell, der ihm die folgenschweren Schläge zugefügt hatte, zeigte sich bestürzt. «Ich habe niemals gewollt, dass dir so etwas passiert», hatte er nach dem Kampf in einer Twitter-Nachricht geschrieben, die er aus aktuellem Anlass noch einmal wiederholte. «Alles was ich wollte, war zu gewinnen.»

Die Kampfszenen in seinem Kopf würden ihn seither quälen. «Wenn ich alles ungeschehen machen könnte, ich würde es tun.» (mim/sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fruchtzwerg 17.10.2019 08:49
    Highlight Highlight All die scheinheiligen Zuschauer, die sich bestürzt zeigen, sind doch genauso Schuld: Denn ein k.O. und Spektakel sind doch das, was jeder sehen will...
    • Snooks 17.10.2019 10:50
      Highlight Highlight Dürfen denn Formel 1 Fans bestürzt sein, wenn ein Fahrer tödlich verunfallt? Oder wenn ein junger Fussballer tod zusammenbricht? Sie wollen ja immer bessere und schnellere Idole.
  • Amboss 17.10.2019 07:37
    Highlight Highlight Schon krass.

    Wie ist das eigentlich geregelt? Wird der Gegner jetzt für Mord angeklagt? Oder was anderes? Oder gar nichts (Berufsrisiko, bewusst eingegangen...)?
    Wär noch spannend, wie das geregelt ist, weiss das jemand?
    • Hustler 17.10.2019 09:21
      Highlight Highlight Nein das hat keine Konsequenzen. Ich hab mal gehört solange ein Ringrichter da ist und der Boxer noch in der lage ist den Kampf von sich aus zu beenden ist alles korrekt.
    • Amboss 17.10.2019 10:43
      Highlight Highlight @Hustler: Ja, das hab ich mir gedacht, dass es wohl so eine Regel geben muss. Ansonsten müsste man wohl gleich der gesamte Kampfsport eingestellt werden (rsp. würde in den Untergrund ausweichen).

      PS: Nähme mich schon wunder, weshalb mein erster Kommentar so viele Blitze erhalten hat..
    • Wolkenlos 17.10.2019 11:49
      Highlight Highlight No worries, Blitzer heissen wohl manchmal auch einfach "nee" oder "hatten wir doch schon". 🤷‍♀️😉
  • Der müde Joe 17.10.2019 07:07
    Highlight Highlight Es ist sehr tragisch und man muss sich schon fragen, was unternommen werden muss/kann, damit so etwas nicht wieder vorkommt. Man kann sich fragen, ob ein Kopfschutz im Profiboxen Sinn machen würde.

    Wer jedoch schon einmal geboxt hat weiss, dass ein Kopfschutz nur bedingt vor Verletzungen schützt. Die Schläge sind auch dann noch heftig! Boxen bleibt halt Boxen.
    • Asmodeus 17.10.2019 08:40
      Highlight Highlight Boxen, MMA etc. Sind alles Sportarten mit genau einem Ziel. Den Gegner so stark zu verletzen, respektive ihm so starke Schmerzen zuzufügen, damit er nicht mehr kämpfen kann.

      Ein Kopfschutz ändert daran nichts. Entweder man akzeptiert, daß man zwei Menschen zusieht die sich gegenseitig kaputt machen oder man schafft den Sport ab.

      Ich denke nicht, daß man Punkte wie im Karate oder Fechten einführen will.
    • Kleine Hexe 17.10.2019 09:52
      Highlight Highlight Ich stimme Asmodeus zu, das Problem ist nicht, dass man es nicht einführen kann, sondern dass man es nicht einführen will. Die Zuschauer wollen Knockouts sehen. Leichtkontaktboxen existiert, da wird Schutzausrüstung getragen und die Schläge dürfen nicht voll durchgezogen werden. Ich kann Vollkontakt nichts abgewinnen, ich brauche mir nicht anzuschauen, wie sich zwei auf die Fresse geben. Aber bei Leichtkontakt war ich wirklich überrascht. Es ist viel technischer (oder vielleicht sieht man als Laie die Technik auch einfach besser) und dadurch wirklich faszinierend anzuschauen.
    • Dark Circle 17.10.2019 10:38
      Highlight Highlight @Asmodeus, deine Aussage ist nicht ganz korrekt. Im MMA wie auch im Boxen gibt es Punkterichter, die Punkte verteilen. Beide Sportarten gehen über eine bestimme Anzahl Runden. Danach gewinnt derjenige, der mehr Punkte erzielt hat. Es gibt vorzeitiges Beenden der Kämpfe in Form von TKO (der Ringrichter beendet den Kampf), KO und Abklopfen des Kämpfers (im MMA). Die meisten Kämpfe gehen in beiden Sportarten immer noch über die ganze Länge.

      Aber ja, ich gebe dir Recht, dass man sich als Zuschauer bewusst sein muss, dass man je nach dem sehr schwere oder tödliche Körperverletzungen unterstützt
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