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Hat gut lachen: Dario Cologna.
Hat gut lachen: Dario Cologna.Bild: EPA/DPA
Prologsieg an der Tour de Ski

Cologna dämpft Euphorie: «Es ist noch nichts entschieden, aber die Form ist sicher nicht schlecht»

Langlauf-Olympiasieger Dario Cologna ist perfekt in die Tour de Ski gestartet. Der dreimalige Sieger des Etappenrennens entschied in Oberstdorf den Prolog für sich. Schon morgen geht es für ihn darum, seine Führung zu verteidigen.
03.01.2015, 16:32
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Fünf Sekunden und mehr nahm Dario Cologna seinen Gegnern über 4 km Skating ab. Verständlich, dass der Bündner nach seinem Sieg äusserst zufrieden war. «Ich habe natürlich gehofft, dass es läuft. Aber dass es gleich so endet, das hätte ich nicht gedacht», gab er im SRF-Interview zu. Er sei in guter Form ins Allgäu gereist und habe auch einwandfreies Material an den Füssen gehabt. «So macht das natürlich Spass», sagte Cologna nach seinem ersten Weltcupsieg seit fast zwei Jahren (!) mit einem Lächeln auf den Lippen.

Der Tour-de-Ski-Sieger der Jahre 2009, 2011 und 2012 weiss indes, dass mit einem Sieg in der kurzen Eröffnungsprüfung noch nichts gewonnen ist. «Die Tour hat erst angefangen, es kommen noch viele Rennen», ordnete Cologna seinen Sieg ein. Morgen steht – erneut in Oberstdorf – ein Verfolgungsrennen über 15 Kilometer in der klassischen Technik auf dem Programm. Cologna wird als Führender auf die Loipe gehen, seine Konkurrenten folgen ihm mit den Abständen aus dem Prolog.

Dario Cologna siegt vor dem Schweden Calle Halfvarsson (links) und dem Norweger Petter Northug.
Dario Cologna siegt vor dem Schweden Calle Halfvarsson (links) und dem Norweger Petter Northug.Bild: Marco Felgenhauer/freshfocus

Lieber im Pulk als alleine laufen

«Es macht nicht viel Sinn, vorne weg zu laufen», sagte Cologna zu seiner Taktik. «Die Läufer hinter mir werden wohl Druck machen und aufschliessen wollen. Aber es geht sechs Mal einen happigen Anstieg hinauf. Da ist es sicher gut, nicht zuerst aufholen zu müssen.»

Vielleicht könne er mit dieser Taktik Kraft für die Endphase sparen, hoffte Cologna. Seine Zuversicht ist begründet, denn er weiss: «Es ist natürlich noch nichts entscheiden. Aber meine Form ist sicher nicht schlecht!»

Noch nie gewann der Sieger eines Prologs am Ende die Tour

Der Schweizer Teammanager Christian Flury sprach von einem «hammermässigen Rennen». Man habe gewusst, dass Cologna weit vorne platziert sein werde. «Aber einen Sieg im Prolog haben wir nicht erwartet, das wäre vermessen gewesen.»

In der Regel steigert sich Cologna im Verlaufe der Tour de Ski von Etappe zu Etappe. Deshalb darf vom Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger einiges erwartet werden. Wobei die Vergangenheit nicht nur Anlass zur Hoffnung gibt, sondern gleichzeitig auch zur Beunruhigung: Denn in der Geschichte des Etappenrennens ist es bislang noch keinem Prologsieger gelungen, am Ende auch die Tour für sich zu entscheiden.

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