Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZURICH, SWITZERLAND - AUGUST 12:  Dancers perform at the opening ceremony during day one of the 22nd European Athletics Championships at Stadium Letzigrund on August 12, 2014 in Zurich, Switzerland.  (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Unter dem Würfel mit dem Schweizer Kreuz verstecken sich vier Helfer. Bild: Getty Images Europe

Eidg. Dipl. Würfelschieber

Es gibt coole Jobs, weniger lustige und absolute miese Arbeit – sehen Sie, was vier Volunteers im Letzigrund machen müssen

2100 Volunteers helfen an der Leichtathletik-EM in Zürich. Sie betreuen Athleten, weisen Fans den Weg und sorgen dafür, dass der Karren läuft. Dumm nur, wenn man von 20'000 Schichten genau jene erhält, bei der man zu viert im Dunkeln eine Tonne Gewicht stossen muss.

14.08.14, 20:32 15.08.14, 13:46

Obwohl Viktor Röthlin erst am Sonntag im Rahmen seines letzten Marathons im Rampenlicht steht, hatte der 39-Jährige bereits bei der Eröffnungsfeier einen ersten Auftritt. Zusammen mit anderen Schweizer Leichtathletik-Legenden wurde der Marathonläufer auf rollenden Bühnen, sogenannten Cubes, ins Stadion gefahren und gefeiert.

Nur ist das Wort «gefahren» in diesem Zusammenhang irgendwie falsch. Denn diese Cubes werden von Menschenhand bewegt. Genauer gesagt von jeweils vier freiwilligen Helfern, welche sich versteckt unter den LED-Lampen aufhalten.

Swiss marathon runner Viktor Roethlin, left, waves to the crowd during the opening ceremony at the end of the first day of competition at the European Athletics Championships in the Letzigrund Stadium in Zurich, Switzerland, Tuesday, August 12, 2014. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Röthlin (links) lässt sich von den Zuschauern feiern. Bild: KEYSTONE

Cubes mit 4 PS – vier Personenstärken

Wenn im Letzigrund die Morgen-Session vorüber ist und die Zuschauer das Stadion verlassen haben, beginnen die Vorbereitungen für die abendliche Portion Leichtathletik. Linien werden neu verlegt, Anlagen auf- bzw. abgebaut und die Zeitmesser lösen einige Fehlstarts aus. Doch auf der Bahn, wo sonst Mujinga Kambundji die Massen begeistert, bereitete sich heute eine Gruppe von etwa 30 Volunteers für die Show am Abend vor.

cube

Die Volunteers versammeln sich, bevor die Arbeit losgeht. Bild: qae

Ihr Chef gab letzte Anweisungen und erklärte noch einmal den genauen Ablauf. Direkt hinter ihm standen fünf Cubes. 30 Helfer für fünf Cubes tönt angemessen, doch einen Augenblick später waren 20 von ihnen nicht mehr zu sehen. Zu viert stiegen sie in einen Cube und da begann sich das eine Tonne schwere Fahrzeug auch schon zu bewegen. Nichts zu hören von einem Motor. Die Cubes bei den Feiern werden tatsächlich von nichts mehr als vier Personenstärken angetrieben.

«Wir machen das alle mit sehr viel Freude»

Viel zur Show am Abend wollte und durfte man natürlich nicht verraten. Was man weiss: das Briefing der Helfer dauerte zwei Stunden. Gegen 15 Uhr startete dann das Training im Stadion. Eine halbe Stunde später war es auch schon wieder vorbei.

Doch ganz so schlimm wie es tönt, ist es anscheinend nicht, wie einer der Volunteers verrät: «Wir machen das alle mit sehr viel Freude und Engagement. Wir freuen uns sehr auf heute Abend.» Wir auch.

cube

In diesem Drahtgeflecht befinden sich vier Volunteers, die den Cube in Bewegung bringen. Bild: qae



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Formel E will aus Fehlern lernen und Bern ins beste Licht rücken

«More than a race»: Unter diesem Motto steigt am 22. Juni 2019 das Formel-E-Rennen in Bern. Die Veranstalter wollen die Bundesstadt ins beste Licht rücken, wie sie am Montag vor den Medien erklärten.

Ein Rennen durchs Stadtzentrum kommt allerdings nicht in Frage. Das würde den öffentlichen Verkehr zum Erliegen bringen, wie der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) ausführte. Der Swiss E-Prix 2019 führt stattdessen durch das Gebiet des Obstbergs, «also vor der einmaligen Kulisse der …

Artikel lesen