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Leichtathletik

Als erste Schweizerin: Hier erhält Ditaji Kambundji die WM-Goldmedaille

epa12381805 Gold medalist Ditaji Kambundji of Switzerland poses with her medal during the medal ceremony for the Women's 100m Hurdles at the World Athletics Championships 2025 in Tokyo, Japan, 16 ...
Ditaji Kambundji mit ihrer Goldmedaille.Bild: keystone

Inklusive Nationalhymne: Hier erhält Ditaji Kambundji die WM-Goldmedaille

Kurz vor 19 Uhr Ortszeit in Tokio ist es so weit. Ditaji Kambundji lauscht der Schweizer Nationalhymne als Weltmeisterin über 100 m Hürden.
16.09.2025, 13:2016.09.2025, 16:34

Am Wettkampftag nach dem Gold-Coup von den Emotionen immer wieder überwältigt, ging es 24 Stunden danach etwas besser. «Zuerst habe ich gedacht, easy. Aber ich musste mich zwischendurch dann doch zusammenreissen. Ich bin eher nah am Wasser gebaut», schilderte sie vor dem SRF-Mikrophon die Momente auf dem Podest.

Den Tag danach geniesst die 23-jährige. «Es kommen Gefühle der Erleichterung auf. Ich habe es geschafft.» Sie freue sich auch über die Art und Weise, wie sie gewonnen habe. «Ich bin Weltmeisterin in einer goldwürdigen Zeit.» Bei der Siegerehrung sei ihr nochmals bewusst geworden, welch grosse Namen sie bezwungen habe.

Und einmal mehr dankte sie ihrem Umfeld. «Ich bin in einer Leichtathletik-Familie aufgewachsen, hatte immer die grosse Liebe zu diesem Sport. Es zeigt, wohin man mit einer Liebe zum Sport hinkommen kann.»

Auch ihre Schwester Mujinga meldete sich via Sprachnachricht nach Tokio zu Wort. «Unglaublich, es gibt kein anderes Wort», betonte die werdende Mutter. «Weltmeisterin im Sprint. Es ist auch als Schweizerin machbar!» Mujinga Kambundji hatte sich in den Anfängen ihrer Karriere für ihre Einzelstarts an Meisterschaften noch wehren müssen. Ihr wurde am Grossanlass sogar nahegelegt, die Staffeleinsätze zu priorisieren. «Ditaji hat die Türe, die ich scheu einen Spalt geöffnet habe, nun richtig aufgerissen. Wir Schweizerinnen gehören zu den besten der Welt, können Titel holen.»

Mujinga hob eine weitere Stärke des Kambundji-Clans hervor. «Wir teilen unsere Erfolge in der Familie.» Am späten Montagabend haben sich die vier Geschwister noch in einem Telefon-Call unterhalten. Sie hätten gar nicht viel gesprochen, sondern einfach diesen unglaublichen Moment genossen, erzählt sie, nachdem sie das Rennen zusammen mit der Grossmutter in der Schweiz verfolgt hat.

Ditaji Kambundji schrieb ohne Untertreibung ein Stück Schweizer Sportgeschichte. Und ihr Goldlauf war in einen denkwürdigen Leichtathletik-Tag eingebettet. Lanciert wurde er früh am Morgen durch einen Hundertstelkrimi im Marathon der Männer, dessen Zieleinlauf das gross diskutierte Thema des Tages war. Bis Ditaji Kambundji auf der Aussenbahn als Überraschungsfrau in einem hochklassigen Feld zuschlug. Abgerundet wurde der historische Tag durch einen Weltrekord von Armand Duplantis. 6,30 m, eine nächste magische Marke. (riz/sda)

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quelle: keystone / pawel kopczynski
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