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Venezuela-Ticker: USA wollen Verkauf von Öl langfristig steuern

Video: watson/Reuters
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USA lockern Sanktionen gegen Venezuela, um Öl-Transport und -Verkauf zu ermöglichen

Die USA haben Venezuelas Haupstadt Caracas angegriffen und Diktator Nicolas Maduro nach New York entführt. Alle aktuellen Entwicklungen findest du im Liveticker.
04.01.2026, 17:3307.01.2026, 17:55
  • Am frühen Samstagmorgen, 3. Januar 2026, gab es in der venezolanischen Hauptstadt mehrere Explosionen: Die USA haben Caracas angegriffen und Diktator Nicolás Maduro und dessen Frau entführt. Zwischenzeitlich wurde Maduro in New York vorgeführt und angeklagt.
  • Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übernimmt zunächst die Macht im Land. Die USA haben derweil erklärt, Venezuela temporär regieren zu wollen. Wie das genau funktionieren soll, ist aktuell unklar.
  • Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.
  • Die USA rechtfertigen das Vorgehen mit dem Kampf gegen das Drogengeschäft, in das Maduro verwickelt sein soll. Zuletzt hatte Trump offen zugegeben, dass die USA die Ölreserven Venezuelas übernehmen wollen. Dies hatte Maduro den Amerikanern seit Längerem vorgeworfen.
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21:30
Venezuelas Staatsölkonzern verhandelt mit USA über Ölverkauf
Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigt Gespräche mit den USA über den Verkauf von Erdöl. «Derzeit läuft eine Verhandlung mit den Vereinigten Staaten über den Verkauf von Erdölmengen im Rahmen der bestehenden Handelsbeziehungen», teilte PDVSA mit. Grundlage für den Handel seien Transparenz und «Nutzen für beide Seiten», hiess es.

Am Mittwoch kündigte die US-Regierung eine Lockerung von Sanktionen gegen Venezuela an. Ziel sei es, den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen, teilte das US-Energieministerium mit. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging aus der Ankündigung nicht hervor. Derzeit sind bestimmte Öl-Tanker von den USA mit Sanktionen belegt. Auch der Ölkonzern PDVSA unterliegt seit 2019 umfassenden US-Sanktionen.

Trump greift direkt auf Venezuelas Ölindustrie zu

Die USA blicken nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduros verstärkt auf den Ölsektor des südamerikanischen Lands. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen den Öl-Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand. (sda/dpa)
17:51
USA lockern Sanktionen gegen Venezuela
Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. (sda/dpa)
16:56
USA wollen Verkauf von Öl aus Venezuela langfristig steuern
Die USA wollen nach den Worten von Energieminister Chris Wright «auf unbestimmte Zeit» den Verkauf venezolanischen Öls in ihre Hand nehmen. Zuerst soll es dabei um Lagerbestände gehen, wie er sagte. «Wir werden zunächst das aus Venezuela stammende Rohöl vermarkten, das in den Lagern liegt, und dann auf unbestimmte Zeit die Produktion aus Venezuela auf dem Markt verkaufen.»



Die USA agierten dabei in enger Zusammenarbeit mit Venezuela, so Wright. Geplant seien ausserdem Lieferungen von Verdünnungsmitteln und Ersatzteilen sowie Dienstleistungen zur Stabilisierung der Industrie. Langfristig sei das Ziel, dass sich grosse amerikanische Energieunternehmen wieder in Venezuela engagieren können. «Die Ressourcen sind immens - das sollte ein reiches, florierendes und friedliches Energiezentrum werden.»

Erst einen Tag zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen direkten Eingriff seines Landes in die Ölindustrie Venezuelas angekündigt und sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf von Öl gesichert. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren, schrieb Trump weiter.

In welchem Zeitraum die von Trump genannte Menge Rohöl von Venezuela zur Verfügung gestellt werden soll, war zunächst unklar. Bei dem Volumen handelt es sich ungefähr um die gesamte Produktion der venezolanischen Ölindustrie von ein bis zwei Monaten, der Wert könnte schätzungsweise fast drei Milliarden US-Dollar betragen. Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. (sda/dpa)
14:25
Deutschland kritisiert USA erstmals wegen Maduro-Festnahme
Vier Tage nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte hat die deutsche Regierung das Vorgehen der Vereinigten Staaten erstmals kritisiert.

Die USA hätten im UN-Sicherheitsrat «nicht überzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war», sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin.

Berlin hatte zunächst auf eine rechtliche Bewertung verzichtet. Dafür werde man sich Zeit lassen, weil es sich um einen komplexen Sachverhalt handele, hiess es.



Jetzt hat sich die Regierung des christdemokratischen Kanzlers Friedrich Merz erstmals etwas klarer positioniert. Eine eindeutige rechtliche Bewertung des US-Vorgehens nahm sie aber bislang nicht vor. Aus der Opposition war die Regierung für ihre Zurückhaltung in der Frage scharf kritisiert worden.

Die USA hatten im UN-Sicherheitsrat argumentiert, Maduros Festnahme sei eine «chirurgische Strafverfolgungsmassnahme» gegen einen «Drogenterroristen» gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer ihn unter Berufung auf die UN-Charta gleichbehandle, missbrauche diese. Die USA verwiesen ausserdem darauf, dass mehr als 50 Länder Maduros Wiederwahl 2024 ablehnten und ihn nicht als rechtmässig gewählten Präsidenten Venezuelas anerkennen. (sda/dpa)
4:17
Venezuela: Kein fremder Akteur regiert uns
Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Caracas Führungsansprüche der USA öffentlich zurückgewiesen. «Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. «Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.»

Trump hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme Maduros gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Aussenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen.

Dem Sender NBC News sagte der US-Präsident kürzlich, dass neben Rubio unter anderem US-Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth und Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller das US-Intervenieren in Venezuela steuern würden. Die letztendliche Verantwortung sieht Trump demnach allerdings bei sich selbst.

Kurz nach dem US-Angriff wurde die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Diese hatte sich nach Trumps Aussage unbeugsam gegeben. Später zeigte sie sich dann bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. (sda/dpa)
4:14
Sieben Tage Staatstrauer in Venezuela für Opfer des US-Angriffs
Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet. «Ich habe beschlossen, zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Frauen und Männer, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas geopfert haben, sieben Tage der Staatstrauer anzuordnen», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez im staatlichen Fernsehen.

Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet. «In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen», hiess es in einer Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte. Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht. In Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee.

Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgten in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin. (sda/dpa)
4:12
Trump
US-Präsident Donald Trump will direkt in die Ölindustrie Venezuelas eingreifen und sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs sichern. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Wie genau das umgesetzt werden soll, ist unklar. Die neue venezolanische Regierung gibt sich zumindest öffentlich nicht kooperationsbereit.

«Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird», schrieb Trump weiter.

Das Öl werde mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan «sofort» umzusetzen, so Trump. Rohölmengen werden in Barrel gemessen, also Fässern. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter. (sda/dpa/con)
20:50
Venezuela beklagt 24 getötete Soldaten bei US-Angriff
Bei dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sind mindestens 24 Soldaten Venezuelas getötet worden. «In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen», hiess es in der Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte. Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht. In Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee.

Zuvor hatte die Regierung in Havanna mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs am Wochenende 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die persönliche Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgen in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin. (sda/dpa)
18:14
Venezuelas Generalstaatsanwalt wirft USA Terrorismus vor
Nach dem US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes den Vereinigten Staaten Terrorismus vorgeworfen. «Der Militäreinsatz ohne eine Kriegserklärung oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt eine illegale bewaffnete Aggression terroristischen Charakters dar», sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfüllten zudem den Tatbestand der Entführung.

US-Elitesoldaten hatten Maduro in einer Kommandoaktion am Wochenende in Caracas gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Am Montag erschien er erstmals vor einem Gericht in New York, wo ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden soll.

Saab rief den zuständigen US-Richter auf, sich für nicht zuständig zu erklären, da ein Verfahren gegen einen Staatschef nicht in seinen Kompetenzbereich falle. Zudem forderte er die sofortige Freilassung Maduros. (sda/dpa)

7:57
Top-Demokrat kritisiert US-Vorgehen in Venezuela als Wunschdenken
Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat die Pläne der US-Regierung, Venezuela vorübergehend zu führen, als vage und auf Wunschdenken beruhend kritisiert. Er habe keine Zusicherungen erhalten, dass die US-Regierung in anderen Ländern nicht dasselbe versuchen würde, sagte der Senator nach am Montagabend (Ortszeit) nach einem Briefing der Kongressführer. Das Briefing sei zwar sehr umfassend und lang gewesen, habe aber weitaus mehr Fragen als Antworten aufgeworfen. (sda/dpa)

3:57
USA: Haben nichts mit Schusswechseln zu tun
Das Weisse Haus hat angegeben, dass die USA nichts mit den neuerlichen Schusswechseln in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zu tun hätten. Das sagte ein Regierungsbeamter gegenüber CNN. Man verfolge die Entwicklungen aber aufmerksam.

In Venezuela gibt es mehrere paramilitärische Gruppen, die teils der Regierung nahestehen und als Sicherheitskräfte für diese arbeiteten. Laut einem Mitglied einer solchen Gruppe gebe es angesichts der unsicheren politischen Lage «Verwirrung» zwischen den Gruppen. Es soll zu «Konfrontationen» rund um den Präsidentenpalast gekommen sein, diese beruhten aber auf «Missverständnissen». Unter anderem wurde offenbar eine Drohne beschossen. Die Lage habe sich nun beruhigt, sagte die anonyme Person gegenüber CNN. (con)
3:25
Trump: Vorerst keine Neuwahl in Venezuela
In Venezuela wird es nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. «Wir müssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten», sagte er dem US-Sender NBC News.

Venezuelas Regierung betrachtet den von den USA festgenommenen Staatschef Nicolás Maduro weiter als legitimen Präsidenten. Laut Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.

Die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde inzwischen als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Der Oberste Gerichtshof hatte sie bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. (sda/dpa)
2:38
Venezuela sucht nach Kollaborateuren des US-Angriffs
Nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, hiess es in dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands.

In verschiedenen US-Medien hiess es zuvor, dass das US-Militär bei der Kommandokation am Wochenende offenbar Unterstützung vor Ort hatte. Unter anderem soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro ständig Informationen über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort übermittelt haben.

Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen. (sda/dpa)
2:27
Erneut Schüsse in Caracas
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas fallen in der Nacht auf Dienstag (Schweizer Zeit) erneut Schüsse in der Nähe des Präsidentenpalasts. Das berichtet CNN. Laut dem US-Nachrichtensender handelt es sich aufgrund vorliegender Videos vermutlich um Drohnen, die involviert sind, und Feuer von Luftabwehrsystemen. Auch gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte waren zu sehen. Es ist unklar, in welchem Zusammenhang die Vorkommnisse stehen.

In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schiessereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich. (con/sda)
22:01
Hegseth: Knapp 200 US-Amerikaner bei Angriff auf Venezuela
Bei dem Angriff der USA auf Venezuela sind knapp 200 amerikanische Einsatzkräfte im Zentrum der Hauptstadt Caracas gewesen. Dies sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Veranstaltung in Newport News im US-Bundesstaat Virginia. Ob es sich dabei ausschliesslich um Soldaten handelte, sagte er nicht.

Früheren Angaben zufolge waren unter anderem die Bundespolizei FBI und Eliteeinheiten der Streitkräfte am Wochenende an der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau beteiligt.

Hegseth, der sich seit einiger Zeit auch als Kriegsminister bezeichnet, machte sich zudem über die Luftabwehr des Landes lustig. «Offenbar funktionierten die russischen Luftabwehrsysteme nicht so gut», scherzte er bei seinem Auftritt. Die venezolanische Luftabwehr stützt sich nach eigenen Angaben vor allem auf Militärtechnik aus Russland und China. (sda/dpa)

20:19
Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt
Nach der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. (sda/dpa)

19:36
Venezuela wirft USA umfassenden Bruch der UN-Charta vor
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hat der UN-Botschafter des Landes vor dem Weltsicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert. Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts, sagte er während einer Sondersitzung des Gremiums in New York. Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.

Die Regierung in Caracas hatte nach dem umstrittenen US-Angriff, den die meisten Völkerrechtler als illegal einstufen, mit Unterstützung Chinas und Russlands eine Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoss gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hiess es.

Venezuelas UN-Vertreter sagte vor dem Gremium, die Amerikaner hätten Venezuela wegen seiner grossen Rohstoffvorkommen angegriffen. US-Präsident Donald Trump hat seit der Attacke mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass amerikanische Ölkonzerne nun in Venezuela aktiv werden sollen. (sda/dpa)
18:14
Maduro vor Gericht in New York
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau sind einem Gericht in New York vorgeführt worden. Der 63 Jahre alte Maduro wird am Mittag (Ortszeit) erstmals angehört, aus dem Gerichtsaal berichtete unter anderem die «New York Times». (sda/dpa)

17:52
Russland und China verurteilen US-Angriff auf Venezuela
Russland und China haben den US-Angriff auf Venezuela vom vergangenen Wochenende scharf verurteilt. In einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates bezeichnete Russland das Vorgehen der USA als «Vorbote einer Rückkehr in eine Ära der Gesetzlosigkeit und US-Dominanz durch Gewalt, Chaos und Willkür». China kritisierte: «Kein Land kann als Weltpolizei agieren, und kein Staat kann sich anmassen, der internationale Richter zu sein». Beide Länder sind ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates. Sie forderten die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau.



Die USA würden als selbsternannter globaler Richter aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Motiven handeln, kritisierte Russland. Dafür gebe es keine Rechtfertigung, sagte die UN-Sprecherin des Landes, Schweigen im Rat käme einer Erosion der internationalen Ordnung gleich. Der chinesische Vertreter betonte, militärische Mittel seien keine «Lösung von Problemen». Der willkürliche Einsatz von Gewalt werde nur zu einer grösseren Krise führen.

Die USA entgegneten, die Festnahme Maduros sei eine «chirurgische Strafverfolgungsmassnahme» gegen einen «Drogenterroristen» gewesen, er sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer Maduro unter Berufung auf die UN-Charta gleichbehandle, missbrauche diese Charta.

Russland, China und die USA sind neben Frankreich und Grossbritannien die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates. Diese können mit einem Veto jede inhaltliche Resolution blockieren, auch wenn alle anderen zustimmen. Dadurch ist das Handeln des Gremiums bei vielen Konflikten begrenzt, insbesondere wenn eines der Vetoländer selbst betroffen ist. Der Vorsitz des Weltsicherheitsrates wechselt monatlich, seit Jahresbeginn hat ihn Somalia. (sda/dpa)
16:50
Europäische Kommission warnt USA vor Ansprüchen auf Grönland
Sicherheitsinteressen dürfen nach Auffassung der EU-Kommission von Ursula von der Leyen niemals ein Vorwand für die USA sein, sich Grönland einzuverleiben. «Wir möchten daran erinnern, dass Grönland ein Verbündeter der USA ist und zudem unter den Schutz des Nato-Bündnisses fällt», sagte eine Sprecherin in Brüssel. Die Fälle Venezuela und Grönland seien in keiner Weise vergleichbar.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) erneut sein Interesse an der Insel im Nordatlantik bekundet und gesagt: «Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.» Die Insel sei von grosser strategischer Bedeutung und aktuell von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. Dänemark könne dort nicht für Sicherheit sorgen.



Diese Äusserungen erinnerten an die Begründung, mit der die USA zuletzt ihren Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro gerechtfertigt hatten. Der seit 2013 amtierende Präsident ist in den Vereinigten Staaten unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll aus Sicht der Ermittler sein Amt dafür genutzt haben, den Schmuggel Tausender Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen.

Die Insel Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, aber weitgehend autonom und kein EU-Mitglied. Sie ist strategisch unter anderem wegen ihres Rohstoffreichtums und als Basis für die militärische Kontrolle der Arktis interessant. Zudem ergeben sich mit dem zunehmenden Klimawandel zumindest im Sommer kürzere Schifffahrtsrouten. Die in der Arktis gelegene Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so gross wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.

Eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas betonte, die EU stehe solidarisch an der Seite Dänemarks und Grönlands. Grönland sei ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, und etwaige Änderungen seines Status seien allein Sache der Grönländer und Dänen. (sda/dpa)
16:40
Macron missbilligt Methode zur Festnahme von Maduro
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die von den USA angewandte «Methode» zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kritisiert.

Diese werde von Frankreich «weder unterstützt noch gebilligt», sagte Macron während der Kabinettssitzung in Paris, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon mitteilte. Ob Macron den US-Angriff als solchen kritisiert oder nur die Art und Weise, wie Maduro festgesetzt wurde, präzisierte die Regierungssprecherin nicht. «Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker», habe der Präsident gesagt.



Die Äusserungen Macrons folgen einer gewissen Irritation in Frankreich auf die erste Reaktion des Präsidenten auf den US-Angriff auf Venezuela. Ohne jegliche Kritik über das Vorgehen der USA hatte Macron am Samstag erklärt, das venezolanische Volk könne sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X.

Kritik am Vorgehen der USA gab es zunächst nur von Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot. «Die Militäroperation, die zur Festnahme von Nicolás Maduro geführt hat, verstösst gegen den Grundsatz der Nichtanwendung von Gewalt, auf dem das Völkerrecht basiert», hatte Barrot am Samstag auf X mitgeteilt. «Frankreich erinnert daran, dass keine dauerhafte politische Lösung von aussen aufgezwungen werden kann und dass souveräne Völker allein über ihre Zukunft entscheiden.»

Der unterschiedliche Blickwinkel des Präsidenten und des Aussenministers auf das Geschehen in Venezuela hatte in Frankreich für Verwunderung gesorgt. Die Stellungnahme des Ministers sei mit dem Präsidenten abgestimmt gewesen, sagte die Regierungssprecherin. (sda/dpa)
16:05
Orban: Angriff auf Venezuela ist «Phänomen einer neuen Welt»
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht im US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von dessen Präsidenten Nicolás Maduro das «kraftvolle Phänomen einer neuen Welt».



Er betrachte dies nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern sehe nur darauf, was gut ist für Ungarn, sagte er auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.

«Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird», fügte er hinzu. Deswegen habe Ungarn auch als einziges EU-Mitgliedsland nicht die Stellungnahme der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas unterstützt.

Darin rief die europäische Spitzendiplomatin unter anderem dazu auf, das Völkerrecht zu achten. «Das Völkerrecht der alten Weltordnung - nennen wir sie die »liberale Weltordnung« - hat keine Geltung mehr», sagte Orban.

Regierungschef unter Druck

Der rechtspopulistische Regierungschef sieht im neuen Jahr Parlamentswahlen entgegen, bei denen er mit seiner Fidesz-Partei nach 16 Jahren die Macht verlieren könnte. Als chancenreicher Herausforderer hat sich Peter Magyar mit seiner bürgerlichen Tisza-Partei etabliert. Magyar stammt selbst aus dem inneren Fidesz-Kreis, hat aber vor knapp zwei Jahren mit Orbans System kategorisch gebrochen.

Meinungsumfragen sehen die Tisza-Partei seit Monaten deutlich vor dem Fidesz. Wegen der Unwägbarkeiten des komplexen ungarischen Wahlsystems und der erdrückenden Übermacht der von Orban kontrollierten Medien gilt ein Wahlsieg Magyars aber nicht als gesichert. (sda/dpa)
14:22
Maduro bei New Yorker Gericht angekommen
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen.

Auf Videoaufnahmen, die vom US-Sender CNN übertragen wurden, war zu sehen, dass für seinen Transport neben einem gepanzerten Fahrzeug auch ein Helikopter benutzt wurde. Maduro wurde unter anderem von Beamten der US-Drogenpolizei DEA begleitet.

Der 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag vom US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gefangen genommen und ausser Landes gebracht worden. Am Wochenende kam er in einer Haftanstalt in New York an.

Die USA haben ihn unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll aus Sicht der Vereinigten Staaten sein illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben.

Mitangeklagt sind auch seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister von Venezuela. (sda/dpa)
7:40
Ölpreise stabilisieren sich nach US-Vorgehen in Venezuela
Die Ölpreise haben sich nach anfänglichen Verlusten im asiatischen Handel am Montag wieder gefangen. Trotz geopolitischer Spannungen und des Angriffs der USA auf Venezuela blieben die Ausschläge begrenzt.

Zunächst waren die Notierungen um rund ein Prozent gefallen, nachdem die USA bei einem Militäreinsatz den venezolanischen Präsidenten festgenommen hatten. Im weiteren Handelsverlauf drehten die Preise jedoch zeitweise ins Plus. Am frühen Montagmorgen notiert der US-Referenzpreis WTI wieder 0,6 Prozent tiefer bei 56,97 Dollar je Barrel, während die Nordseeöl Brent um 0,6 Prozent auf 60,36 Dollar nachgibt.

Auslöser der Verunsicherung war neben der militärischen Eskalation in Venezuela auch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Washington wolle die umfangreichen Erdölreserven des Landes künftig nutzen. Venezuela verfügt über die grössten nachgewiesenen Ölreserven weltweit, die Förderung liegt jedoch deutlich unter früheren Niveaus.

Analysten verwiesen darauf, dass die globale Ölversorgung weiterhin als komfortabel gilt und die venezolanische Produktion derzeit nur einen geringen Anteil am Weltmarkt ausmacht. Kurzfristig begrenze dies das Aufwärtspotenzial der Preise. Gleichzeitig könne politische Instabilität in dem südamerikanischen Land vorübergehend Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen schüren.

Mittel- bis langfristig gilt die Perspektive eines möglichen zusätzlichen Angebots aus Venezuela jedoch als preisdämpfender Faktor. Der Wiederaufbau der Ölindustrie würde nach Einschätzung von Marktbeobachtern Jahre dauern, sodass zusätzliche Mengen nicht kurzfristig verfügbar wären. Insgesamt hielten sich die Ölpreise damit trotz der angespannten Lage in Venezuela in einer engen Handelsspanne. (awp/sda/ans/afp)
7:35
Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen Landes offen gedroht. Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch «schlimmere Situation» drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. «Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben», schilderte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.

Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift «The Atlantic» über Rodríguez gesagt: «Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro.» Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäussert hatte, was er genau mit «richtig» meinte.

Trump führte seine Drohung auch während der Pressekonferenz im Flugzeug am Sonntagabend (Ortszeit) nicht näher aus. Er und Aussenminister Marco Rubio haben allerdings kaum Zweifel daran gelassen, dass die US-Regierung den künftigen Kurs des südamerikanischen Landes führend mitbestimmen will.

Rodríguez hatte sich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gegeben. Am Sonntagabend (Ortszeit) zeigte sie sich jedoch bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. (sda/dpa)
5:24
Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität
US-Präsident Donald Trump sieht nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. «Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt», sagte Trump vor der Presse. «Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir grosse Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen», sagte der US-Präsident.

Auf die Frage von Reportern, ob die USA von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez verlangen werden, dass sie Oppositionelle zurückkehren lässt oder politische Gefangene freilässt, sagte Trump: «So weit sind wir noch nicht. Im Moment wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten».

Trump sagte zuvor, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Aussenminister Marco Rubio machte nun in einem Interview mit dem US-Sender CBS deutlich, dass Washington Venezuela nicht regieren werde, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade aber politische Veränderungen in dem Land herbeiführen werde. Die Blockade sei ein «enormer Hebel» und bleibe so lange, bis zentrale Forderungen erfüllt seien. Maduro-Vize Rodriguez hat nach anfänglichem Widerstand nun Kooperationsbereitschaft angekündigt. (sda/dpa)
4:38
China nach Maduro-Ergreifung: «Kein Land darf Weltpolizist spielen»
China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. «Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüsten darf», sagte Aussenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen.

Das Völkerrecht sollte die Souveränität und Sicherheit aller Nationen schützen, erklärte Pekings Chefdiplomat. China habe sich stets gegen die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ausgesprochen, sagte Wang. China ist wegen seiner Ölimporte aus Venezuela ein wichtiger Wirtschaftspartner des südamerikanischen Landes. (sda/dpa)
4:18
Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA
Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte ich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.

«Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

USA beanspruchen Führungsrolle in Venezuela
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

Venezuelas Oberster Gerichtshof ermächtigte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin gab sich zunächst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump. Jetzt hat sie ihre Meinung offenbar bereits geändert. (sda/dpa/con)
3:46
Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet
Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.

«Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen», hiess es in der Mitteilung.

Kubaner seit vielen Jahren in Venezuela im Einsatz
Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.

Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen seien. «Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschützen», sagte US-Präsident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz «ein Grossteil» von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei.
3:03
Venezuelas Aussenminister: Maduro bleibt Präsident
Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmässiger Präsident des südamerikanischen Landes.

«In Venezuela gibt es einen verfassungsmässigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist», sagte Aussenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. «Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt.»

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

Rodríguez übernimmt als geschäftsführende Präsidentin
Unterdessen ermächtigte Venezuelas Oberster Gerichtshof die Maduro treu ergebene Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Damit ist die 56-Jährige nun geschäftsführende Präsidentin. Das Militär stellte sich öffentlich hinter Rodríguez.

Nach Einschätzung der Opposition und internationaler Beobachter hatte Maduro die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gegen den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia verloren. Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer und europäischer Staaten erkennen Maduro deshalb nicht mehr als legitimen Staatschef an.


(sda/dpa)
1:01
Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar.

Der 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag vom US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und ausser Landes gebracht worden.

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll sein aus Sicht der USA illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben.

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage. Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister. (sda/dpa)
22:33
EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können
Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. «Das Recht des venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden», schrieb die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die Stellungnahme wird laut Kallas von 26 der 27 EU-Staaten unterstützt. Welches Mitgliedsland das Statement nicht mitträgt, blieb zunächst offen.

Die EU stünde in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten sowie regionalen und internationalen Partnern, damit unter der Führung der Venezolaner eine verhandelte, demokratische, inklusive und friedliche Lösung der Krise gefunden werden könne, heisst es in dem Post.

Die EU-Chefdiplomatin Kallas ruft darin erneut dazu auf, das Völkerrecht zu achten. Der Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und den Drogenhandel seien wichtig. Gleichzeitig betont die EU, dass diese Herausforderungen durch eine nachhaltige Zusammenarbeit unter uneingeschränkter Achtung der territorialen Integrität und Souveränität angegangen werden müssten.

Noch am Samstag hatte Trump bei einer Pressekonferenz behauptet, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen und die Vizepräsidentin des Landes, Delcy Rodríguez, sei zur Kooperation bereit. Diese hingegen gibt sich unbeugsam. Sie forderte noch am Samstag Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump.

Kallas schrieb ihr ihrem Statement zudem, in dieser kritischen Zeit sei auch die Achtung der Menschenrechte von entscheidender Bedeutung. «Alle derzeit in Venezuela inhaftierten politischen Gefangenen müssen bedingungslos freigelassen werden.» Die EU-Mitgliedstaaten arbeiteten eng zusammen, um die Sicherheit der EU-Bürger, einschliesslich derjenigen, die illegal in Venezuela inhaftiert seien, zu gewährleisten. (sda/dpa)
21:10
UN-Sicherheitsrat tagt am Montag zu US-Angriff auf Venezuela
Der UN-Sicherheitsrat hat nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro eine Sondersitzung für Montag einberufen. Die Sitzung zu Venezuela ist für 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) angesetzt, wie aus einer Übersicht des UN-Sicherheitsrates hervorgeht.

Die Regierung in Caracas hatte zuvor die Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoss gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hiess es in einem Schreiben des Aussenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern. Russland und China unterstützten die Forderung nach einer Sitzung. (sda/dpa)
20:36
US-Präsident droht venezolanischer Interimspräsidentin mit Massnahmen
In einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenmagazin The Atlantic hat Donald Trump Massnahmen gegen die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez angedroht.

«Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro», sagte er dem Magazin.

Zur Zukunft Venezuelas sagte er: «Ein Regimewechsel, wie auch immer man es nennen mag, ist besser als das, was Sie derzeit haben. Schlimmer kann es nicht mehr werden.» Das geht aus Berichten der BBC hervor. (lyn)
20:24
«Entweder Sie übernehmen die Führung oder Sie gehen aus dem Weg»
Donald Trump führe Gespräche mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez über die Führung Venezuelas, sagt Kristi Noem, die Leiterin des US-Heimatschutzministeriums.

Gegenüber Fox News erklärt sie, dass die Gespräche «sehr sachlich und sehr klar »seien, im Sinne: «Entweder Sie übernehmen die Führung oder Sie gehen aus dem Weg. Wir werden nicht zulassen, dass Sie weiterhin den Einfluss der USA untergraben.»

Auf die Frage, ob Maduro nach seinem Prozess ausgeliefert werden könnte, antwortet Noem: «Ich denke, wir müssen abwarten und den Prozess seinen Lauf nehmen lassen.» Das berichtet die BBC. (lyn)
20:03
Spanien und Lateinamerikaner verurteilen US-Einsatz in Venezuela
Spanien und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten haben den US-Einsatz zur Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro in Venezuela verurteilt. «Wir weisen unilaterale Militäreinsätze auf venezolanischem Territorium zurück. Sie verstossen gegen das Völkerrecht, speziell gegen das Gewaltverbot, den Respekt vor der Souveränität und die Achtung der territorialen Integrität», hiess es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Regierungen von Spanien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay.

Die Lage in Venezuela müsse ohne äussere Einmischung ausschliesslich durch Dialog und unter Achtung des Volkswillens gelöst werden. Die Unterzeichner seien besorgt über jeglichen Versuch, die Kontrolle über die Regierungsgewalt und wichtige Bodenschätze zu erlangen, hiess es in dem Schreiben weiter. (sda/dpa)
19:58
Grosser Teil von Maduros Sicherheitsteam bei US-Operation getötet
Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino sagt im Fernsehen, dass die venezolanischen Streitkräfte «die feige Entführung» von Maduro und seiner Frau «aufs Schärftste verurteilen» und spricht von einer «kaltblütigen Ermordung eines Grossteils seines Sicherheitsteams, von Soldaten und unschuldigen Zivilisten». Das berichtet die BBC.

Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass ein Apartmentkomplex getroffen wurde und es mindestens 40 Opfer gab – allerdings ist unklar, ob es sich dabei um Zivilisten oder militärische Ziele handelt. Die BBC und andere Medien konnte diese Berichte nicht unabhängig überprüfen.

Weiter sagte Padrino im Fernsehen, dass was gerade in Venezuela geschehe, jedem Staat und jeder Regierung passieren könnte.

Er ruft die Menschen in Venezuela dazu auf, «ihre normalen Aktivitäten» in den Bereichen Arbeit, Handel und Bildung wieder aufzunehmen.

Er sagt auch, dass die Armee Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als amtierende Staatschefin unterstützt. (lyn)
19:46
Maduro und seine Frau sollen am Montag vor Gericht erscheinen
Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll nach Medienberichten am Montag erstmals vor einem Gericht in Manhattan in New York erscheinen. Es sei ein Termin eines New Yorker Bundesgerichts für 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) angesetzt, berichteten unter anderem der Sender NBC News und die «New York Times». Was genau bei dem Gerichtstermin passieren soll, blieb zunächst unklar.

Der autoritär regierende 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag von US-Spezialeinheiten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und ausser Landes gebracht worden.

Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll seine aus Sicht der USA illegal erlangte Autorität dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben, wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die US-Justizministerin Pam Bondi auf der Plattform X gepostet hatte.

Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Art Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt. Jetzt gibt es quasi eine aktualisierte Anklage.

Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister und einen laut USA Anführer oder Mit-Anführer der kriminellen Organisation «Tren de Aragua». (sda/dpa)
19:21
Kein Okay vom Kongress? Rubio rechtfertigt Venezuela-Angriff
Für den US-Angriff auf Venezuela ist nach Darstellung von US-Aussenminister Marco Rubio keine Zustimmung des Kongresses vonnöten gewesen. «Sie war nicht erforderlich, weil es sich nicht um eine Invasion handelte. Wir haben kein Land besetzt. Es war eine Festnahme», sagte er im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC News. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sei von Einheiten der US-Bundespolizei FBI festgenommen worden.

Zudem seien ihm seine Rechte vorgelesen und er dann ausser Landes gebracht worden, führte Rubio aus. In der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär Venezuela angegriffen. Die US-Sender CBS und CNN berichteten, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores im Rahmen der Operation «Absolute Entschlossenheit» von Soldaten der US-Spezialeinheit Delta Force gefasst wurde.

Im Gespräch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-Aktivitäten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese Pläne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten. «Ansonsten wird der Kongress lediglich benachrichtigt», sagte er.

Gemäss Verfassung ist der US-Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklären. In der Praxis haben nur wenige Präsidenten diesen Weg gewählt – öfter entschieden sie sich für andere rechtliche Instrumente, durch die sie auch ohne formelle Kriegserklärung Militäreinsätze befehlen konnten. (sda/dpa)
18:27
Venezuelas Militär unterstützt Vizepräsidentin
Inmitten der Unsicherheit über die politische Zukunft Venezuelas haben sich die Streitkräfte hinter Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gestellt. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten übernehme sie verfassungsgemäss die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino umgeben von uniformierten Soldaten in einer Videobotschaft. Das Militär ist der entscheidende Machtfaktor in Venezuela, das Maduros linksautoritärer Regierung bislang treu ergeben war.

Im gesamten Staatsgebiet würden Einheiten der Streitkräfte und der Polizei aktiviert, um die «imperialistische Aggression» der Vereinigten Staaten zurückzuschlagen, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Gefangenennahme von Maduro sei eine «feige Entführung» gewesen, bei der die US-Spezialkräfte einen Grossteil von Maduros Sicherheitsteam, Soldaten und unschuldige Bürger kaltblütig getötet hätten.
17:28
Russischer Ex-Präsident Medwedew könnte sich Entführung von Merz vorstellen
Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.

«Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein», sagte Medwedew, aktuell Vizevorsitzender des nationalen Sicherheitsrats in Moskau, in einem Gespräch mit der Staatsagentur Tass. Ein solches Szenario hätte durchaus etwas Realistisches an sich, meinte er. «Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.»

Der frühere Kremlchef (2008-2012)
hat sich in den vergangenen Jahren als Scharfmacher gegen den Westen etabliert. Immer wieder fällt er mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf.

(sda/dpa/vro/con)

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734 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hans Hansen
03.01.2026 08:38registriert August 2019
Der FIFA-Friedenspreisträger mit seiner Spezialoperation.
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Mr. Feinripp
03.01.2026 08:27registriert März 2022
Jaja, the president of peace.

Wenn die Republikaner an der Macht sind, wollen sie einfach ihre militärische Macht ausüben. Wozu hz man sonst das teure Kriegsgerät. Der Congress hätte das stoppen können. Sie hätten sogar zustimmen müssen.

Aber Joe MAGA und die GOP Abgeordneten werden sich wie ne Brezel winden, um zu erklären warum das alles die Schuld der Demokraten ist.

Republikaner können tun und lassen was sie wollen. Solange sie Alltagsrassismus wieder salonfähig machen, werden sie gewählt.
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slnstrm
03.01.2026 08:22registriert August 2023
Natürlich waren das die Amis, wer denn sonst... 🤷 Würde sagen, höchste Zeit für einen Haftbefehl.
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