klar
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sport
Leichtathletik

Mujinga Kambundji läuft in Bern Schweizer Rekord über 200m

Mujinga Kambundji, reacts after crosses the finish line during the Women's 200 Metres, at the Citius Meeting in the Athletics stadium Wankdorf in Bern, Switzerland, Tuesday, June 14, 2022. (KEYSTONE/A ...
Grosse Freude bei Mujinga Kambundji nach ihrer Topzeit.Bild: keystone

«Ich bin auch überrascht» – Mujinga Kambundji läuft in Bern Schweizer Rekord über 200m

Die Kambundji-Schwestern setzen beim Meeting in Bern die Glanzlichter: Mujinga senkt über 200 m den Schweizer Rekord, Ditaji drückt ihre persönliche Bestzeit über 100 m Hürden auf Europas Top-Niveau.
15.06.2022, 04:55

Der bald 30-jährigen Mujinga Kambundji gelang in 22.18 Sekunden in diesem Jahr schon zum zweiten Mal ein Paukenschlag. Das WM-Gold über 60 m an den Hallen-Titelkämpfen in Belgrad kam unerwartet, und auch der Schweizer Rekord im Heimstadion beim Wankdorf hatte kaum jemand auf der Rechnung. «Ich bin auch überrascht», sagte die WM-Dritte von Doha 2019 über die 200 m. Sie habe damit gerechnet, dass in nächster Zeit ein Leistungsschub kommen würde. Aber nicht gerade hier in Bern und im derartigen Ausmass. «Das gibt natürlich einen mentalen Schub», sagte sie mit Blick auf die kommenden Grossanlässe in Eugene (WM) und München (EM).

Voll durchgezogen

Bei Windstille durchbrach Mujinga Kambundji endlich die Marke von 22.26 Sekunden, die sie zuvor gleich dreimal erreicht hatte. Auf der Zielgeraden verkrampfte sie nicht, blieb in der fliegenden Phase und setzte einem gelungenen Abend die Krone auf.

Bereits über 100 m hatte die Bernerin überzeugt. Sie gewann in 11.11 Sekunden trotz 1.3 m/s Gegenwind. Den Doppeleinsatz über 100 und 200 m bestritt sie nicht bloss wegen des Heimpublikums, sondern auch aus Gründen der Effizienz, wie sie schmunzelnd anfügte: «Einmal aufwärmen, zweimal rennen.»

Schwester Ditaji weiter im Aufwind

Ein Viertelstunde vor ihrer älteren Schwester war Ditaji Kambundji im Rampenlicht gestanden. Innert vier Tagen senkte sie ihre persönliche Bestzeit zum zweiten Mal. Die 12.77 Sekunden über 100 m Hürden hieven sie in Europas Bestenliste auf Platz 4. In ihrem Windschatten überzeugte auch Noemi Zbären. Die Emmentalerin blieb erstmals seit dem Jahr 2015, als sie in Peking als WM-Sechste aufgetrumpft hatte, unter 13 Sekunden (12.99).

Ein Exploit gelang dem 21-jährigen Adliswiler Lionel Spitz. Der noch kaum bekannte 400-m-Läufer senkte die persönliche Bestzeit auf 45.55 Sekunden, bezwang den Olympia-Teilnehmer Ricky Petrucciani (45.79) und unterbot die EM-Limite für München.

Stark war auch der Auftritt von Julien Bonvin. Der junge Walliser benötigte für die 400-m-Hürdenstrecke 49.30 Sekunden. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So schön jubelt Mujinga Kambundji

1 / 11
So schön jubelt Mujinga Kambundji
quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hund mischt Staffelrennen auf und trocknet im Endspurt alle ab

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schweizer Nati: Wenn bloss noch genügend Energie da ist
Granit Xhaka steht wieder wegen einer Geste im Fokus. Dieses Mal ist Milde angezeigt und alles ein wenig anders. Und doch geht es um das Feuer.

Es ist still geworden um Granit Xhaka. Gut, das ist ein bisschen geflunkert, und relativ aus der Gesamtoptik. Gerade in Anbetracht der Schauplätze, die sich während und nach dem emotionalen 3:2 gegen Serbien auftaten um den Schweizer Captain. Noch nach Mitternacht hatte er sich als soeben gekürter «Man of the Match» den Journalisten-Fragen gestellt, sich kurz erklärt. Damit war für ihn und die Schweizer Delegation die Angelegenheit erledigt. Für die FIFA ebenfalls, die bis anhin kein Verfahren gegen Xhaka eingeleitet hat und das vermutlich nicht mehr tun dürfte. Ansonsten könnte eine Sperre drohen.

Zur Story