Rappi gewinnt in Lausanne nach Verlängerung – Lugano schlägt Langnau bei Penalty-Spektakel
Lausanne – Rapperswil-Jona 3:4 n. V.
Die Rapperswil-Jona Lakers kehren auf fremdem Eis auf die Siegerstrasse zurück. Nach zuletzt fünf Auswärtsspielen ohne Sieg setzten sich die St. Galler in Lausanne 4:3 nach Verlängerung durch.
Seit dem 4:2-Erfolg am 3. Dezember in Freiburg waren die Lakers auswärts zwar zweimal in die Verlängerung gekommen, hatten jedoch stets verloren. Am Sonntagnachmittag machten sie es im Waadtland besser. Nachdem sie zweimal einen Rückstand ausgeglichen hatten und im Schlussdrittel noch den 3:3-Ausgleich hinnehmen mussten, entschied Viktor Rask die Partie in der 3. Minute der Overtime mit seinem achten Saisontor zugunsten der Gäste.
Für Lausanne hätte der Overtime-Sieg vom Freitag in Kloten nach einem misslungenen Jahresbeginn mit fünf Niederlagen in Serie der Auftakt zu einer weiteren positiven Phase sein sollen. Nun wurde der Aufwärtstrend bereits wieder gebremst.
Positiv bleibt aus Lausanner Sicht immerhin der gewonnene Punkt. Als Fünfter belegt der Playoff-Finalist der letzten beiden Saisons nach wie vor einen direkten Playoff-Platz. Rapperswil-Jona, derzeit Siebter, kämpft um einen Platz in den Top 6 und darf dank der zwei Zähler weiter hoffen.
Lausanne - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (0:0, 2:2, 1:1, 0:1) n.V.
9600 Zuschauer. SR Hebeisen/Dipietro, Bürgy/Bichsel.
Tore: 22. Brännström (Czarnik, Caggiula) 1:0. 32. (31:01) Dünner (Honka, Moy/Powerplaytor) 1:1. 33. (32:15) Rochette (Brännström, Riat) 2:1. 38. Capaul (Fritz, Maillet) 2:2. 42. Zangger (Strömwall, Honka) 2:3. 47. Oksanen (Riat, Jäger/Powerplaytor) 3:3. 63. Rask (Strömwall) 3:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Czarnik; Strömwall.
Lausanne: Pasche; Baragano, Brännström; Niku, Fiedler; Sansonnens, Marti; Vouardoux; Czarnik, Spooner, Caggiula; Riat, Rochette, Oksanen; Prassl, Jäger, Zehnder; Hügli, Fuchs, Douay; Holdener.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Honka, Larsson; Capaul, Maier; Henauer, Jelovac; Kellenberger; Wetter, Dünner, Lammer; Zangger, Rask, Strömwall; Moy, Maillet, Fritz; Hofer, Albrecht, Taibel; Graf.
Bemerkungen: Lausanne ohne Bougro, Heldner, Kahun, Suomela (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Dufner, Embacher, Jensen, Pilut, Quinn (alle verletzt).
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Lugano – Langnau 4:3 n. P.
Lugano gelingt die fast perfekte Woche. Mit 4:3 nach Penaltyschiessen gegen die SCL Tigers feiern die Südtessiner ihren dritten Sieg in Folge. Matchwinner beim Heimteam war Captain Calvin Thürkauf, der alle vier seiner Penaltys verwertete. Der Nationalstürmer lieferte sich dabei ein Privatduell mit Langnaus Julian Schmutz, der erst mit seinem vierten Versuch an Luganos Goalie Niklas Schlegel scheiterte.
Auf die Auswärtssiege am Mittwoch in Zug (3:2) und am Freitag in Bern (4:1) liess Lugano einen weiteren Heimerfolg folgen, den sechsten in Folge und der zehnte in den letzten elf Spielen. Dabei verspielte das Team von Trainer Tomas Mitell gegen die Langnauer zunächst eine 2:0-Führung, ehe Dario Simion die Bianconeri mit dem 3:3 gut dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung rettete.
Die SCL Tigers, bei denen mit Dario Allenspach, Flavio Schmutz und Dario Rohrbach drei Schweizer als Torschützen erfolgreich waren, mussten sich zum vierten Mal in Folge auswärts geschlagen geben. Die letzten drei Gastspiele in Lugano hatten die Emmentaler noch gewonnen. Ihre Ausgangslage im Playoff-Rennen bleibt dennoch komfortabel. Der Vorsprung auf Platz 11 beträgt acht Punkte.
Lugano rückte in der Tabelle zum Verfolgerduo Fribourg-Gottéron und Genève-Servette des Leaders Davos auf.
Lugano - SCL Tigers 4:3 (1:0, 1:1, 1:2, 0:0) n.P.
6233 Zuschauer. SR Kaukokari (FIN)/Stricker, Obwegeser/Nater.
Tore: 5. Sanford (Fazzini, Müller) 1:0. 25. Canonica (Fazzini, Carrick) 2:0. 32. Allenspach (Malone) 2:1. 41. (40:32) Flavio Schmutz (Pesonen) 2:2. 49. Rohrbach (Riikola) 2:3. 57. Simion (Aebischer) 3:3.
Penaltyschiessen: Pesonen -, Fazzini -; Allenspach -, Sanford -; Petersson -, Simion -; Rohrbach -, Thürkauf 1:0; Julian Schmutz 1:1, Sekac -; Thürkauf 2:1, Julian Schmutz 2:2; Thürkauf 3:2, Julian Schmutz 3:3; Thürkauf 4:3, Julian Schmutz -.
Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Aebischer) plus Spieldauer (Aebischer) gegen Lugano, 1 mal 5 Minuten (Mäenalanen) plus Spieldauer (Mäenalanen) gegen die SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Petersson.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Bertaggia; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Tanner, Sekac; Marco Zanetti, Morini, Aleksi Peltonen.
SCL Tigers: Boltshauser; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Lehmann; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Pesonen; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Rohrbach, Malone, Allenspach; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.
Bemerkungen: Lugano ohne Emanuelsson und Kupari (beide verletzt), SCL Tigers ohne Björninen und Erni (beide verletzt). (sda)
