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Nati-Testspiel: Keine Tore und viel Langeweile bei Norwegen vs. Schweiz

epa12862136 Erling Braut Haaland of Norway and Switzerland's Manuel Akanji (R) in action during a friendly soccer match between Norway and Switzerland at the Ullevaal Stadium in Oslo, Norway, 31  ...
Erling Haaland bleibt gegen Manuel Akanji und Co. mehrheitlich unsichtbar. Bild: keystone

Ein Spiel, das keinen Sieger verdient – Norwegen und die Schweiz trennen sich torlos

Auf das Spektakel-Spiel gegen Deutschland folgt eine langweilige Begegnung in Norwegen. Die beiden Nationalteams trennen sich 0:0 unentschieden.
31.03.2026, 17:0031.03.2026, 20:31
michael lehmann / keystone-sda

Die Partie im Ullevaal-Stadion machte ihrem Namen «Testspiel» alle Ehre. Es trafen zwei Teams aufeinander, die sich auf einem schlechten Rasen in erster Linie nicht wehtun wollten. Was im Aufbau teilweise gefällig aussah, erwies sich am Ende meist als harmlos. Torchancen, die nicht durch Fehler des Gegners entstanden, gab es lange keine.

So wurde schnell klar, dass – sollte sich eines der Teams durchsetzen – dies höchstwahrscheinlich aufgrund eines Zufallstores geschehen würde. Weil die Schweizer in der zweiten Halbzeit offensiv praktisch komplett abtauchten, war Norwegen dem Erfolg am Ende etwas näher. Da jedoch auch die Gastgeber nicht zwingend waren, endete die Partie torlos.

Zakaria unaufgeregt

Bei der Schweiz interessierte vor allem, wie die Mannschaft auf die Systemumstellung des Trainers reagieren würde. Nachdem Murat Yakin fast ein Jahr lang konsequent auf eine Viererkette in der Abwehr gesetzt hatte, liess er gegen Norwegen in einem 3-4-3-System spielen. Dabei agierten die eigentlich zentralen Spieler Michel Aebischer und Fabian Rieder auf den Aussenbahnen, was stark an die Taktik der EM 2024 erinnerte.

Switzerland's Denis Zakaria in action, during a friendly soccer match between Norway and Switzerland at the Ullevaal Stadium in Oslo, Norway, Tuesday, March 31, 2026. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Denis Zakaria kann auch als Verteidiger spielen.Bild: keystone

In der Dreierkette kam neben Manuel Akanji und Nico Elvedi Denis Zakaria zum Einsatz. Damit konnte Yakin eine Idee umsetzen, die er bereits im letzten Jahr formuliert hatte, aufgrund von Zakarias Verletzungen aber nie hatte testen können. Das Fazit fiel durchaus positiv aus: Der Captain der AS Monaco zeigte, dass er diese Position auch im Klub bereits mehrfach gespielt hat, und wirkte entsprechend abgeklärt. In der 31. Minute vereitelte er eine Torchance der Norweger, offensiv setzte er jedoch erst kurz vor der Pause einige Akzente.

«Ich habe dieses Spiel lieber als jenes gegen Deutschland. Wir haben hier kein Gegentor bekommen. Vier gegen Deutschland waren zu viele. Es gab einige Fehler, die wir korrigieren mussten. Wir haben es heute vieles besser gemacht. Auf einem schwierigen Platz haben wir versucht, Fussball zu spielen. Das ist uns gut gelungen, glaube ich. Wir hätten uns die eine oder andere Chance mehr herausspielen können.
Manuel Akanji

Die starken norwegischen Angreifer, die in der WM-Qualifikation mit 37 Toren in acht Partien brilliert hatten, traten in der ersten Halbzeit jedenfalls kaum in Erscheinung. Das galt allerdings auch für die Schweizer Offensive, die mit Dan Ndoye, Breel Embolo und Ruben Vargas – im Gegensatz zu den anderen Positionen – unverändert blieb. Die besten Möglichkeiten hatte die Schweiz unmittelbar vor der Pause.

Jashari als Xhaka-Ersatz

Zur Pause nahm Yakin dann nicht weniger als sieben Wechsel vor und tauschte unter anderem die komplette Abwehr aus. Auch dadurch kam es zu jener Phase, in der das Team am anfälligsten für einen Gegentreffer wirkte. Allerdings hatte es bereits während der gesamten Partie immer wieder Abstimmungsprobleme gegeben. So war auch zu erklären, dass die Schweizer trotz zunächst viel Ballbesitz nur wenig Zählbares herausspielten.

Es zeigte sich zudem, dass ohne Granit Xhaka der klare Taktgeber in der Mannschaft fehlte. Yakin hatte im Vorfeld angekündigt, seinen Captain zunächst zu schonen; am Ende stand er – wie auch Noah Okafor – nicht einmal im Kader. Beide wurden aufgrund kürzlich erlittener Verletzungen geschont, wie der Verband mitteilte. Es handle sich um Vorsichtsmassnahmen.

«Wir hatten die Partie unter Kontrolle. Das Spiel, das wir in den letzten Jahren versuchen zu spielen, war auf diesem Platz schwierig. Wir haben trotzdem versucht, alles spielerisch zu lösen. Das Unentschieden ist fair für beide Teams. Wir hatten einige Torchancen, hätten aber sicher in einigen Situationen mehr herausholen können.»
Ardon Jashari

In Xhakas Abwesenheit kam Ardon Jashari zu seinem sechsten Länderspieleinsatz. An der Seite von Remo Freuler zeigte der 23-Jährige eine ansprechende Leistung. Auch Michel Aebischer trat engagiert auf, blieb insgesamt jedoch wie die meisten Schweizer eher unauffällig.

Nächster Zusammenzug in St. Gallen

Für die Spieler geht es nun zurück in den Liga-Alltag, wo der Saisonabschluss bevorsteht. Mitte Mai wird Murat Yakin das Aufgebot für die WM bekannt geben. Ein erstes Trainingslager findet ab dem 25. Mai in St. Gallen statt, wo am 31. Mai (15.00 Uhr) auch das Testspiel gegen Jordanien ausgetragen wird.

Am 2. Juni folgt der Flug nach San Diego, Kalifornien, wo die Schweizer ihr Basecamp beziehen werden. Auch dort ist noch ein Testspiel geplant, wobei das genaue Datum und der Gegner noch nicht bekannt sind. Der erste WM-Einsatz steht für die Schweizer am 13. Juni in San Francisco an, Gegner ist Katar.

Norwegen - Schweiz 0:0
Oslo. - 23'913 Zuschauer. - SR Vergoote (BEL).
Norwegen: Nyland (46. Selvik); Pedersen (46. Ryerson), Ajer (75. Falchener), Östigard (75. Björtuft), Björkan (62. Wolfe, 75. Heggem); Thorstvedt (46. Bobb), Berge, Thorsby (75. Berg); Sörloth (70. Myhre), Haaland (62. Larsen), Nusa (62. Schjelderup).
Schweiz: Mvogo; Zakaria (46. Jaquez), Akanji (46. Amenda), Elvedi (46. Cömert); Aebischer (66. Widmer), Jashari (46. Sow), Freuler (46. Sierro), Rieder (75. Muheim); Ndoye (46. Sanches), Embolo (66. Monteiro), Vargas (46. Manzambi).
Bemerkungen: Schweiz ohne Xhaka und Okafor (beide geschont). (abu/sda)

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Wie hält die Nati heute Haaland auf? Nächster Härtetest für die Schweizer Abwehr
Nach den vier Gegentoren gegen Deutschland folgt die nächste Belastungsprobe für die Schweizer Defensive. Heute trifft sie ab 18 Uhr auf Norwegen – das treffsicherste Team der WM-Qualifikation.
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