Töff-Fahrer biegt falsch ab – und verliert Rallye Dakar um zwei Sekunden
«Ich fühle mich schrecklich. Wir haben die ganze Woche hart gekämpft.» Ricky Brabec war bedient. «Zwei Sekunden – das ist knapp. So ist Motorsport.»
Der 34-jährige Amerikaner musste im saudi-arabischen Yanbu in den sauren Apfel beissen. Soeben hatte der Honda-Fahrer seinen dritten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar nach 2020 und 2024 haarscharf verpasst.
In der Schlussphase der 105 Kilometer langen letzten Etappe war Brabec ein Navigationsfehler unterlaufen. «Zwei Kilometer vor dem Ziel … ich weiss nicht … ich habe die falsche Linkskurve genommen», sagte er motorsport.com.
Das war die unerwartete Chance seines Herausforderers Luciano Benavides. Der Argentinier sagte im Ziel, er verstehe nicht, was gerade passiert sei. «Im letzten Kilometer hat er einen Fehler gemacht, und ich habe es richtig gemacht. Das ist unglaublich.»
Der 30-jährige Benavides gewann mit dem knappsten Vorsprung in der Geschichte der Rallye Dakar. Ihm gelang damit, was sein älterer Bruder Kevin Benavides 2023 schaffte, nämlich das legendäre Rennen auf einer KTM zu gewinnen. Kevin hatte zwei Jahre vorher auch schon auf einer Honda triumphiert.
Die Rallye Dakar, die als Paris–Dakar bekannt geworden war, findet seit 2020 in Saudi-Arabien statt. Das Rennen umfasst einen Prolog und 13 Etappen. Bei den Autos gewann Nasser Al-Attiyah aus Katar mit seinem belgischen Co-Piloten Fabian Lurquin.
