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epa04884958 Swiss Moto2 rider Dominique Aegerter in action during the qualification of the Motorcycling Grand Prix of the Czech Republic at Masaryk circuit in Brno, Czech Republic, 15 August 2015. The Czech MotoGP race will take place on 16 August 2015.  EPA/FILIP SINGER

Dominique beim heutigen Rennen in Brünn.  Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

Dominique Aegerter über Rennen in Brünn:
«Dann habe ich zu wenig Talent.»

Dominique Aegerter (24) spricht nach der bitteren Enttäuschung beim GP von Tschechien in Brünn (13.) über die technischen Schwierigkeiten und kommt zu einem überraschenden Schluss: Er habe zu wenig Talent.

Klaus zaugg, Brünn



Es ist genau so gelaufen wie Sie vor einer Woche nach dem Rennen in Indianapolis vorausgesagt haben.
Dominique Aegerter:
Ja?

Ja. Sie haben dort lange um den Sieg gekämpft (4. Platz – die Red.) und gesagt, so ein Rennen sei in Brünn nicht mehr möglich wenn die Pace im Rennen wieder höher sei. Genau so war es nun.
Dominique Aegerter:
Ja, das habe ich so gesagt.

Was fehlte jetzt?
Dominique Aegerter:
Ich habe das Gefühl für die Maschine nicht gefunden. Im Training hatte ich kein gutes Gefühl für das Vorderrad und wir veränderten die Einstellung, zuletzt noch im Warm Up. Im Rennen hatte ich dann mit der Reifenhaftung des Hinterrades Schwierigkeiten. Ich fuhr schon im Training ständig über dem Limit um mich in den Top Ten zu halten. Im Rennen musste ich so viel mit der Maschine arbeiten, dass ich Schmerzen in den Armen und im Rücken bekam. So macht es keinen Spass. Ich bin sehr enttäuscht.

Kalex rider Dominique Aegerter from Switzerland cuts a curve during the first Moto2 free practice at the Masaryk circuit in Brno, Czech Republic, Friday, Aug. 14, 2015. The Motorcycle Grand Prix of the Czech Republic is scheduled for Sunday Aug. 16, 2015. (AP Photo/Petr David Josek)

Aegerter fuhr heute nur auf den 13. Platz beim GP von Tschechien.  Bild: Petr David Josek/AP/KEYSTONE

Zuerst Schwierigkeiten mit dem Vorderrad, dann mit dem Hinterrad, Wechsel noch im Warm Up. Das tönt nach Ratlosigkeit und Chaos.
Dominique Aegerter:
Chaos ? Das ist übertrieben. Aber es stimmt, wir haben Schwierigkeiten im technischen Bereich. Ich habe deshalb seit Assen (27. Juni – die Red.) immer wieder Tests angemahnt. Vergeblich.

Warum gab es diese Tests nicht?
Dominique Aegerter:
Keine Zeit oder es war keine Strecke frei.

Sie scherzen.
Dominique Aegerter:
Nein, so ist es, und wenn es der Teamchef so sagt, wird es wohl so sein.

Die technischen Schwierigkeiten sind ja schon bemerkenswert. Andere Teams finden Lösungen. WM-Leader Johann Zarco ist, wie Sie, auch auf diese Saison von Suter auf Kalex umgestiegen.
Dominique Aegerter:
Ja, andere finden Lösungen.

Woran liegt es dann?
Dominique Aegerter:
Dann habe ich halt zu wenig Talent

Der Sieger vom Sachsenring 2014 hat also zu wenig Talent?
Dominique Aegerter:
Ja, ich habe zu wenig Talent. Ich nehme alle Schuld auf mich.

Das sagen Sie intern bei der Problem-Analyse auch so?
Dominique Aegerter: Wir sind hier nicht bei einer teaminternen Sitzung.

Was würden Sie sagen, wenn es eine wäre?
Dominique Aegerter:
Es ist aber keine.

Denken Sie über eine Rückkehr auf die Suter nach? Sie hatten mit der Suter letzte Saison diese technischen Schwierigkeiten nicht.
Dominique Aegerter:
Es war auch nicht einfach. Aber auf einem anderen Niveau. Vor einem Jahr kam ich hier auf den 5. Platz. Ich musste kämpfen um in den Top fünf zu sein. Jetzt muss ich kämpfen um überhaupt in die ersten 15 zu kommen.

Also ein Markenwechsel?
Dominique Aegerter:
Darüber werden wir in den nächsten Wochen sprechen.

Ihr Manager Robert Siegrist ist gegen eine Rückkehr zu Suter.
Dominique Aegerter:
Er muss ja auch nicht auf dem Töff sitzen.

Die Schweizer Fahrer in der Moto2-WM 2015

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 18.08.2015 10:21
    Highlight Highlight Seit wann fährt Dominique Aegerter mit der 70 (oberes Bild)? @ «Schüli_4» und «he is stell the best»: Der Töff-Rennsport ist kein Ponihof. Weder auf der Strecke noch daneben. Wie jeder Sport ist auch dieser auf die Medien angewiesen. Die Medien wiederum haben eben auch kritisch zu fragen und zu berichten. Dass sich Dominique Aegerter auch in Situationen, in denen es ihn möglicherweise stark angurkt, den unangenehmen Fragen stellt, ist professionell. Aber auch die unangenehmen Fragen sind professionell. Ein Interview vom Ponihof interessiert niemandem.
  • Lionqueen 16.08.2015 19:22
    Highlight Highlight Doofes Interview...!
    • Lionqueen 16.08.2015 21:10
      Highlight Highlight Wieso soll man auf jemandem rumhacken, wenn er eine schlechte Leistung gebracht hat? Dominique hat bestimmt schon genug andere Probleme/Gedanken die ihn nach so einem Rennen beschäftigen. Was der Junge jetzt braucht ist Unterstützung und keinen Gegenwind.

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