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December 1, 2019, Abu Dhabi, United Arab Emirates: top L to R Kimi Raikkonen of Finland, Antonio Giovinazzi of Italy, Romain Grosjean of France, Kevin Magnussen of Denmark, Robert Kubica of Poland, George Russell of Great Britain, Sergio Perez of Mexico, Lance Stroll of Canada, mid L to R, Nico Hulkenberg of Germany, Daniel Ricciardo of Australia, Carlos Sainz of Spain, Lando Norris of Great Britain, Pierre Gasly of France, Daniil Kvyat of Russia, low L to R, Charles Leclerc of France, Sebastian Vettel of Germany, Lewis Hamilton of Great Britain, Valtteri Bottas of Finland, Max Verstappen of Netherlands and Alexander Albon of Thailand drivers of the 2019 season pose for a group photo ahead of the Abu Dhabi F1 Grand Prix race at the Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. Formula 1, Abu Dhabi Grand Prix in UAE - 01 Dec 2019 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs197 20191201zabs197033 Copyright: xJurexMakovecx/xSopaxImagesx

So sah das Fahrerfeld der Formel 1 Ende 2019 aus. Bild: www.imago-images.de

Grosses Sesselrücken – das Fahrer-Karussell in der Formel 1 dreht im Höchsttempo

In der Formel 1 setzt nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi ein grösseres Sesselrücken bei den Fahrern ein. Mindestens in einem halben Dutzend Autos wird im nächsten Jahr ein anderer Lenker sitzen.



Ein Fahrerwechsel in der Formel 1 setzt nicht selten eine Maschinerie in Gang. Eine einzige Rochade genügt, um das Transfer-Karussell anzukurbeln. In diesem Jahr wurde der Mercato früh eröffnet. Die Verantwortlichen von Ferrari verkündeten schon Mitte Mai, dass sie in der kommenden Saison auf die Dienste von Sebastian Vettel verzichten werden – fast zwei Monate, bevor der wegen der Corona-Pandemie verzögerte WM-Auftakt erfolgt war.

Das Ende der Ära Vettel nach sechs Jahren hatten die Roten mit langer Hand vorbereitet. Bereits zwei Tage nach der öffentlich gemachten Kündigung für den Deutschen präsentierten sie mit Carlos Sainz dessen Nachfolger. Der Spanier seinerseits wird bei seinem gegenwärtigen Arbeitgeber McLaren durch Daniel Ricciardo ersetzt. Den Abgang des Australiers kompensieren sie beim Team Renault, das neu Alpine heissen wird, mit Fernando Alonso. Sainz' Landsmann wird nach einer zweijährigen Pause im Alter von 39 Jahren zum dritten Mal für die Franzosen tätig sein.

Weil Vettel zur Equipe Racing Point weiterzieht, die in Zukunft unter dem Namen Aston Martin antreten wird, ist bei den Pinkfarbenen für Sergio Perez kein Platz mehr. Wie gross die Chance des Mexikaners auf den Verbleib in der Formel 1 ist, ist weiterhin schwer abzuschätzen. Die Führungsriege des Teams Red Bull hat Perez als Alternative zum oft ungenügenden Thailänder Alexander Albon ins Spiel gebracht, ohne allerdings Konkretes vermittelt zu haben.

Haas mit zwei Youngsters

Nicht tangiert von der neuen Sitzverteilung in den vier Rennställen sind die Fahrerwechsel, die im Team Haas vorgenommen werden. Der Däne Kevin Magnussen und der vor knapp zwei Wochen bei seinem fürchterlichen Unfall im Grand Prix von Bahrain glimpflich davongekommene Genfer Romain Grosjean müssen für die Youngsters Mick Schumacher und Nikita Masepin weichen.

Der Deutsche schliesst sich als Formel-2-Meister den Amerikanern an, der von seinem vermögenden Vater finanziell unterstützte Russe hat die diesjährige Formel-2-Meisterschaft als Gesamt-Fünfter beendet.

Grapsch-Skandal um Masepin

Nikita Masepin hat seinen neuen Rennstall Haas in Verruf gebracht, noch bevor er seinen Job beim amerikanischen Team angetreten hat. Der 21-jährige Russe sorgte mit einem auf seinem Instagram-Account veröffentlichten Video für einen Skandal. Die unterdessen wieder gelöschten Bilder zeigen Masepin, wie er vom Beifahrersitz eines Autos nach der Brust einer auf der Rückbank sitzenden Frau greift.

Team Haas hat den Grabscher-Angriff seines zukünftigen Piloten in scharfem Ton kritisiert und eine interne Aufarbeitung angekündigt. Das Team «duldet das Verhalten von Nikita Masepin in dem kürzlich in seinen sozialen Medien veröffentlichten Video nicht», hiess es in einem Tweet. Darüber hinaus sei «die Tatsache, dass das Video in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, für das Haas F1-Team abscheulich».

Masepin selbst hat sich für den Vorfall unterdessen entschuldigt. «Ich gestehe ein, dass ich viele Menschen und mich selbst enttäuscht habe. Ich verspreche, ich werde daraus lernen», schrieb der junge Rennfahrer bei Twitter. Gemäss Medienberichten soll sich auch die Frau aus dem Video zu Wort gemeldet und den Übeltäter in Schutz genommen haben. Sie seien gute Freunde und hätten sich auf eine «dumme Art» einen Scherz erlaubt.

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Das Video des Anstosses. Video: streamable

Nach wie vor offen ist auch die Besetzung des einen Cockpits bei der Scuderia AlphaTauri. Vieles deutet allerdings darauf hin, dass der Japaner Yuki Tsunoda anstelle des Russen Daniil Kwjat an der Seite des Franzosen Pierre Gasly zum Zug kommen wird. Auch der 20-jährige Asiate, der das Förderprogramm von Red Bull durchlief, startete in dieser Saison in der Formel 2. Tsunoda schloss die Nachwuchsserie als Drittbester ab. (pre/sda)

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Die Mehrfach-Weltmeister der Formel 1

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Die Mehrfach-Weltmeister der Formel 1
quelle: ap/ap / antonio calanni
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«E-Bikes sind der Untergang der Zivilisation»

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