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Der Sturz von Hannes Genze aus Konny Loosers Sicht.
Video: Youtube
Übler Sturz am Cape Epic

Wieso dieser Mann so schreit? Die Kamera des Teamkollegen hat den Grund gefilmt. Es ist nichts für schwache Nerven!

Konny Looser träumte nach zwei starken Etappen vom Podest in der Gesamtwertung beim Cape Epic. Doch der Traum endete abrupt. Und sehr blutig. Looser sagt: «Das war einer der krassesten Stürze, den ich je gesehen habe.»
26.03.2014, 20:3026.03.2014, 21:35
Reto Fehr
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«Top 5 wäre geil», sagte Konny Looser noch nach der ersten Etappe des Cape Epic. Als auf Stage 2 während der Schlammschlacht gar der vierte Rang im Gesamtklassement erreicht wurde, träumte der 25-Jährige schon etwas weiter: «Das Podest wäre fantastisch.» Die Form stimmte, doch das Glück verliess das junge Duo auf Etappe 3. Noch vor dem ersten Waterpoint stürzte Loosers Teamkollege Hannes Genze in einer rasanten Abfahrt heftig. 

Der Sturz aus der Sicht der GoPro-Kamera Genzes.
Video: Youtube

Blutüberströmt musste der Deutsche danach noch rund fünf Kilometer zurücklegen, um medizinische Hilfe zu erhalten. Die Wunde am rechten Ellbogen war so tief, dass man den Knochen sehen konnte. Aufgrund eines Funklochs und der Abgeschiedenheit der Strecke dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis Hilfe kam. Immerhin unterstützten andere Fahrer, die für den gleichen Sponsoren fahren, Genze nach Möglichkeiten.

Die Schnittwunde an Genzes Arm sieht übel aus. 
Die Schnittwunde an Genzes Arm sieht übel aus. 
Bild: Wlu

«Es war schlimm, überall war Blut», erinnert sich Looser. Sofort wurde Genze ins Spital überliefert, wo die Ärzte glücklicherweise keine Brüche, aber einen Riss der Arterie feststellten. Genze bleibt über Nacht im Spital zur Kontrolle. Er ist ansprechbar und auf der Weg zur Besserung.  

Heftige Schmerzen bei Konny Loosers Teamkollege, nachdem er auf dem Bike noch einige Kilometer fahren musste.
Heftige Schmerzen bei Konny Loosers Teamkollege, nachdem er auf dem Bike noch einige Kilometer fahren musste.
Bild: EPA

«So hart es sich anhört: Das ist das Cape Epic»

Loosers Traum vom Podest am Cape Epic ist frühzeitig und unverschuldet geplatzt. «Immer wieder hier. Das ist schon brutal. Ich habe drei Monate hart für diesen Saisonhöhepunkt trainiert», sagt er nach dem Rennen. Logischerweise ist die Enttäuschung gross, doch die Gedanken vor allem beim Teamkollegen: «Es gibt Wichtigeres und zwar die Tatsache, dass es Hannes einigermassen gut geht.»

Ob der 25-Jährige das Rennen als «Outcaster» beendet, wird er erst am frühen Morgen entscheiden. Da dürfte im Moment auch Christoph Sausers Rat nicht viel bringen: «So hart es sich anhört: Das ist das Cape Epic. So etwas kann leider jederzeit passieren.»

Hannes Genze auf dem Weg ins Spital. Vollgepumpt mit Medikamenten sind auch die Schmerzen weg.
Hannes Genze auf dem Weg ins Spital. Vollgepumpt mit Medikamenten sind auch die Schmerzen weg.
Bild: Team Meerendal/Martin Bissig

Auch im dritten Anlauf vom Pech verfolgt

Der Hinwiler Mountainbiker Konny Looser und das Cape Epic, es ist leider auch im dritten Jahr keine Erfolgsstory. Bei der ersten Teilnahme 2011 lag er mit seinem Teamkollegen zwischenzeitlich auf Rang 2. Dann kam in der drittletzten Etappe sein bis dahin «schwärzester Tag des Rennfahrerlebens», wie er damals selbst schrieb. Ein Rahmenbruch und das Aus beendeten die Hoffnungen.

2012 sah es mit Partner Urs Huber lange gut aus. Doch auch hier kam in der 5. Etappe der Hammer: Huber brach völlig ein, auch Looser hatte plötzlich schwere Beine und es resultierte nur der enttäuschende 11. Schlussrang. «Nur die Harten kommen in den Garten», bemerkte Looser damals noch.

Diesen wollte er im dritten Anlauf mit Teampartner Hannes Genze erreichen. Die Vorbereitung war zwar nicht optimal, da Looser ursprünglich mit einem anderen Partner die «Tour de France des Mountainbikesports» bestreiten wollte. Kurzfristig musste mit Genze ein Ersatz gefunden werden. Looser plant, 2015 wieder beim Cape Epic anzutreten. 

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