Fast ein Stängeli – die «Swiss Devils» werden übel vermöbelt
New York Islanders – New Jersey Devils 9:0
Nico Hischier (Devils): 6 Schüsse, TOI 20:23 Min.
Timo Meier (Devils): 7 Schüsse, TOI 16:32 Min.
Jonas Siegenthaler (Devils): 2 Schüsse, TOI 21:11 Min.
Mit einer Blamage endete der Auftritt New Jerseys mit den Schweizern Nico Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler bei den New York Islanders. Die Devils gingen trotz viel mehr Schüssen als der Gegner gleich 0:9 unter.
Mit mehr als neun Toren Unterschied verloren die New Jersey Devils in der NHL noch nie. Ebenfalls 0:9 waren sie vor bald 40 Jahren, Ende März 1986, bei den New York Rangers untergegangen. Gegen die Rangers resultierte ausserdem im Oktober 1984 ein 2:11. Elf Monate zuvor mussten sich die Devils bei den Edmonton Oilers 4:13 demütigen lassen.
Aufseiten der Islanders trumpfte Anthony Duclair gross auf: Der Kanadier war dreifacher Torschütze und zweifacher Vorbereiter. Duclair erzielte zum vierten Mal drei Treffer in der NHL, zum ersten Mal seit gut sechs Jahren, als er noch in Diensten der Ottawa Senators stand. Überragend war auch Torhüter Ilja Sorokin. Der Russe, der seit Mitte Dezember verletzungsbedingt gefehlt hatte, parierte 44 Abschlussversuche von Hischier und Co.
«Das ist peinlich», sagte Devils-Goalie Jacob Markström und entschuldigte sich bei den Fans seiner Mannschaft. «Ich muss besser sein und mehr Pucks stoppen. Ich schäme mich für mich selbst, meine Teamkollegen, für die Mannschaft. Das ist einfach nicht gut genug», so der Schwede, der das Eis mit einer Fangquote von 62,5 Prozent (15 Paraden bei 24 Schüssen) verliess.
Tampa Bay Lightning – Colorado Avalanche 4:2
J.J. Moser (Lightning): 2 Schüsse, TOI 24:06 Min.
Die Tampa Bay Lightning mit Janis Moser lassen sich in der NHL auch von der Nummer 1 der Liga nicht aufhalten. Das Team aus Florida setzte mit einem 4:2 gegen die Colorado Avalanche seine Siegesserie fort. Die Lightning sorgten mit dem achten Erfolg in Folge, dank dem sie in der Rangliste der Eastern Conference wieder die Spitzenposition übernahmen, für ein Novum: Erstmals in der laufenden Saison gingen die Avalanche in zwei Partien hintereinander leer aus. Zuvor hatten sie ihrerseits zehn Partien am Stück gewonnen.
Für die Equipe aus Denver, die punktemässig nach wie vor weit vor der Konkurrenz liegt, war es in der Partie Nummer 42 erst die vierte Niederlage in der regulären Spielzeit. Am Sonntag zogen die Avalanche bereits beim anderen Widersacher aus dem Sunshine State, beim amtierenden Meister Florida Panthers, mit 1:2 den Kürzeren.
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In Tampa sah es lange ebenfalls gut aus für die Avalanche. Bis zweieinhalb Minuten vor Schluss des zweiten Drittels führten sie 2:1. Nach dem Ausgleich durch den Letten Zemgus Girgensons machte der Kanadier Brandon Hagel, mit nunmehr 20 Treffern zusammen mit dem Russen Nikita Kutscherow bester Torschütze des Teams, die Wende perfekt. Hagels Landsmann Anthony Cirelli setzte 85 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins verwaiste Gehäuse für den Schlusspunkt. Moser verliess das Eis nach gut 24 Minuten Einsatzzeit mit einer Plus-2-Bilanz.
Die weiteren Schweizer
Niederlagen setzte es auch für die Winnipeg Jets mit Nino Niederreiter und die Nashville Predators mit Roman Josi ab. Die Jets verloren zuhause gegen die Vegas Golden Knights nach 2:0- und 3:2-Führung 3:4 nach Verlängerung und damit das zehnte Spiel ohne Unterbruch. Die Golden Knights, bei denen Torhüter Akira Schmid nicht zum Einsatz kam, errangen den ersten Sieg nach fünf Niederlagen.
Die Predators unterlagen in Edmonton 2:6. Für die Oilers machten einmal mehr Connor McDavid und Leon Draisaitl den Unterschied. McDavid traf dreimal und baute seine Serie an Skorerpunkten auf unglaublich anmutende 16 Spiele aus. Der Kanadier löste damit Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche als bester Punktesammler in der laufenden Meisterschaft ab. Der Deutsche Draisaitl war Torschütze und zweifacher Assistent. (ram/sda)
