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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2022 in Peking

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Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2022 in Peking
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Geplatzte Schweizer Medaillenträume und Colognas Dernière – das lief am Samstag in Peking

Der zweitletzte Tag der Olympischen Spiele war aus Schweizer Sicht kein guter – in drei Disziplinen erhoffte man sich Edelmetall, am Ende blieb die 15. Medaille an diesen Spielen aber aus. Während der Team-Event der Alpinen dem Wetter zum Opfer fiel, gingen die Curlerinnen und Livio Wenger leer aus.
19.02.2022, 17:5120.02.2022, 13:06
Dario Bulleri
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Tränen statt Medaille – Teil 1

Das olympische Turnier hat für die Schweizer Curlerinnen mit einer grossen Enttäuschung geendet. Als souveräne Erste der Round Robin in die Halbfinals gestartet, muss das Quartett um Skip Silvana Tirinzoni ohne Medaille heimreisen. Die zweifachen Weltmeisterinnen unterlagen im Spiel um Bronze den Schwedinnen, den Olympiasiegerinnen von 2018, 7:9.

Schon am Freitag hatte es für das Team Tirinzoni eine bittere Pleite abgesetzt, als man im Halbfinal gegen Japan verloren hatte. «Wir sind mega enttäuscht», so Melanie Barbezat nach dem Spiel, «wir hatten in den letzten zwei Spielen immer ein oder zwei schlechte Ends drin, dann reicht es auf diesem Niveau nicht mehr.»

Auch Skip Tirinzoni war die Enttäuschung anzumerken. «Ich weiss gar nicht, was ich denken soll», gab die 42-Jährige zu Protokoll. «In der ersten Halbzeit waren wir nicht präsent genug nach der Niederlage von gestern. Ich kann mir nicht erklären, warum. Ich dachte, wir seien bereit. Irgendwie war der Tank leer.»

Wie jetzt in Peking hatten die Schweizer Curling-Teams nur 2014 in Sotschi keine Medaille zur Ausbeute der Schweizer Delegation beigetragen. Die Männer des CC Genf und das Glarner Mixed-Duo belegten jeweils den 7. Platz.

Tränen statt Medaille – Teil 2

Auch für Livio Wenger enden die Winterspiele mit einer herben Enttäuschung. Der 29-jährige Luzerner, der als erster Schweizer im Eisschnelllauf eine Olympia-Medaille gewinnen wollte, musste sich im Massenstart beim Sieg des Belgiers Bart Swings mit dem 7. Rang begnügen. Bereits vor vier Jahren bei der olympischen Premiere dieser Disziplin hatte er als Vierter ein Diplom geholt.

Wie die Curlerinnen konnte auch er nach dem verpassten Podest die Emotionen kaum zurückhalten. «Es tut brutal weh», so der 29-Jährige, der dennoch auch das Positive festhalten wollte. «Ich kann mir nichts vorwerfen. Bis auf die letzte halbe Runde war es ein super Rennen.» Gleichzeitig stellte er klar, dass er nicht aufgeben werde: «In vier Jahren stehen wieder Olympische Spiele an.» Dann will er in Mailand einen dritten Anlauf nehmen, um den Medaillen-Traum zu verwirklichen.

Bei den Frauen scheiterte Wengers Schwester Nadja im Halbfinal, den sie als Zehnte beendete. Gold ging an die Niederländerin Irene Schouten, die in Peking schon über 3000 und 5000 Meter triumphiert hatte.

Ein Versprechen im Eiskanal

Nach Platz 7 im Monobob gewinnt Melanie Hasler auch in der Zweierbob-Konkurrenz ein olympisches Diplom. Die 23-jährige Pilotin und die zwei Jahre ältere Anschieberin Nadja Pasternack verbesserten sich am zweiten Tag mit der drittbesten Zeit im vierten Lauf noch in den 6. Rang.

Melanie Hasler (rechts) freut sich nach ihrem starken vierten Lauf.
Melanie Hasler (rechts) freut sich nach ihrem starken vierten Lauf.Bild: keystone

«Unglaublich», nannte Hasler ihren Erfolg in Peking, «dass wir im letzten Lauf noch einen Platz gutmachen und die Monobob-Olympiasiegerin überholen konnten, ist extrem cool.»

Der zweite Schweizer Schlitten mit Martina Fontanive und Irina Strebel blieb auf dem 20. (und letzten) Platz. Und Fontanive machte nach dem Rennen kein Geheimnis daraus, was sie von ihrer Leistung in Peking hält. Die ganzen Olympischen Spiele waren ein Desaster, gab die 35-Jährige schonungslos zu.

Derweil raste Laura Nolte als jüngste Pilotin der Geschichte zum Olympiasieg im Zweierbob. Hinter der 23-Jährigen aus Winterberg machte mit 77 Hundertsteln Rückstand Mariama Jamanka, die Olympiasiegerin von 2018, den deutschen Doppelsieg perfekt.

Colognas versöhnlicher Abschied

Dario Cologna zeigt bei seinem 18. und letzten Olympia-Einsatz eine gute Leistung und läuft auf Platz 14. Im wegen der extremen Wetterverhältnisse mit Wind und sehr tiefen Temperaturen nur über 30 km gelaufenen 50-km-Rennen hielt der Bündner lange Zeit mit den Besten mit. Erst nach rund zwei Dritteln der Renndistanz konnte der vierfache Olympiasieger das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen. «Ich bin stolz, dass ich nochmals ein gutes Rennen habe zeigen können», so das Fazit des Bündners.

Dario Cologna (hinten) kurz vor dem Ende seines letzten Olympia-Rennens.
Dario Cologna (hinten) kurz vor dem Ende seines letzten Olympia-Rennens.Bild: keystone

Bester Schweizer war Roman Furger als Elfter. Olympiasieger wurde der Russe Alexander Bolschunow, der bei den Spielen in China bereits seine fünfte Medaille gewann und sich damit definitiv zum Langlauf-König von Zhangjiakou krönte. Zuvor war er bereits im Skiathlon und mit der Staffel Olympiasieger geworden.

Halfpipe-Final zum Vergessen

Robin Briguet missglückte der Final in der Halfpipe komplett. Der 22-jährige Walliser stürzte bei sehr schwierigen windigen Verhältnissen in allen drei Läufen und beendete den Wettkampf auf dem zwölften und letzten Platz. Den Sieg holte der Weltmeister und Olympia-Dritte von 2018, Nico Porteous, der Neuseeland bereits die zweite Goldmedaille in Peking bescherte.

Letzte Alpin-Entscheidung vom Winde verweht

Das letzte Rennen der Alpinen konnte am Samstag wegen starkem Wind nicht durchgeführt werden. Zunächst war der Mixed-Teamwettkampf, in dem die Schweiz vor vier Jahren Gold geholt hatte, zweimal um jeweils eine Stunde verschoben worden. Da die Wetter-Prognosen keine Besserung in Aussicht stellten, wurde das Rennen schliesslich abgesagt.

Vom Winde verweht: Das schlechte Wetter verhinderte die Durchführung des Teamwettbewerbs am Samstag.
Vom Winde verweht: Das schlechte Wetter verhinderte die Durchführung des Teamwettbewerbs am Samstag.Bild: keystone

Der Start ist nun für Sonntag um 2.00 Uhr vorgesehen. Für die Schweiz sind Andrea Ellenberger, Wendy Holdener, Camille Rast, Justin Murisier und Gino Caviezel gemeldet, die in den Achtelfinals auf China treffen. Allerdings sind die Wetter-Prognosen auch für Sonntag nicht gut. Offenbar werden dannzumal sogar noch kräftigere Winde erwartet als am Samstag.

Der Medaillenspiegel

So geht's morgen weiter

(dab/sda)

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