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Real Madrid´s Portuguese forward Cristiano Ronaldo reacts during his Spanish King's Cup quarterfinals second leg soccer match against RCD Espanyol played at Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 28 January 2014.  EPA/Juanjo Martin

CR7 sieht zum achten Mal rot

Ronaldos Platzverweis: Ungerecht oder ein klarer Fall?

Cristiano Ronaldo flog gegen Bilbao zum achten Mal in seiner Karriere frühzeitig vom Platz. Mitspieler Marcelo ist überzeugt, das war «ungerecht und fertig». Alle sind sich da nicht so einig.



Sogar zweimal verlor der Real-Star Ronaldo im Spiel gegen Athletic Bilbao die Kontrolle. Ronaldo hatte zuerst einen Elfmeter wegen eines Handspiels sehen wollen. Der Atletico-Spieler Carlos Gurpegui baut sich daraufhin wütend vor ihm auf, der Portugiese wischt ihm mit der Hand kurz ins Gesicht. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten und fällt theatralisch. 

Es kommt zu einer zweiten Rudelbildung, diesmal mit Anders Iturraspe. Wie zwei Kampfgockel ist er bei Ronaldo Kopf-an-Kopf gelehnt, bereit zum Angriff. Auch hier lässt CR7 seine Hand für sich sprechen. Die rote Karte bekommt er aber laut Schiedsrichter-Rapport für das (leichtere) Vergehen gegen Gurpegui. Wir können es hier Ronaldo zu Gute halten: Andere Spieler wären längst selbst theatralisch zu Boden gegangen, der Portugiese aber bleibt stehen.

Unglaube schützt nicht vor Strafe

Dieses Lächeln ist ironisch. Superstar Ronaldo kann es nicht fassen. Zwei bis drei Spieltage wird er voraussichtlich den Madrilenen fehlen. YouTube/M10HighlightsCR7

Kritik aus Madrid

Für den spanischen Nationalspieler Xabi Alonso ist die rote Karte übertrieben. Ausserdem habe Gurpegui theatralisch mitgeholfen und das Publikum den Schiedsrichter beeinflusst. Der Brasilianer Marcelo bläst ins gleiche Horn: «Ungerecht und fertig.» Der italienische Trainer Carlo Ancelotti reagiert dagegen wie immer ziemlich sachlich: «Der Ausschluss war ein wenig übertrieben.»

War der Platzverweis gegen Ronaldo gerechtfertigt?

Gütesiegel für einen Spieler

Man muss kein Anhänger des Portugiesen sein, um zuzugeben, dass dieser oft attackiert und provoziert wird. Schliesslich ist es auch ein Zeichen für die Güteklasse eines Spielers. Je besser der Spieler, desto mehr wird dieser von den Gegnern ins Visier genommen. Franck Ribéry und Lionel Messi können da sicher auch ein Liedchen davon singen. 

Während Messi bei Attacken meistens nur mit stoischer Miene den Gegenspieler teilnahmslos anschaut, ist der Franzose Ribéry ein bekannter Heisssporn, der sich schon einige hitzige Szenen mit seinen Kontrahenten lieferte. Der Portugal-Star Ronaldo ist wie seine Mitstreiter bei der Weltfussballer-Wahl jedes Wochenende ständigen Provokationen ausgesetzt und nach Fouls zwar meist genervt, aber doch ziemlich gelassen. So erstaunt es umso mehr, wenn man seine Sünder-Statistik ansieht.

Acht Mal roter Karton

YouTube/Andrey Gusev

Für Cristiano Ronaldo war es die insgesamt achte rote Karte seiner Karriere. Viermal wurde der Portugiese im Dress von Manchester United vom Platz gewiesen, nun gegen Athletic Bilbao auch das vierte Mal bei den Königlichen. Das letzte Mal wurde CR7 im letztjährigen Cupfinal gegen Stadtrivale Atletico Madrid vorzeitig unter die Dusche geschickt. In der Liga blieb er aber seit vier Jahren ohne Fehl und Tadel. Bis gestern jedenfalls.

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