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Switzerland's Marco Chiudinelli, left, watched by his doubles partner, Michael Lammer, right, returns the ball to Serbia's Filip Krajinovic and Nenad Zimonjic, during their doubles match of the Davis Cup World Group first round match between Serbia and Switzerland, at the Spens Sport Center, in Novi Sad, Serbia, Saturday, February 1, 2014. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Erfolg für Lammer/Chiudinelli

Sieg im Doppel – Schweiz eliminiert Serbien 3:0

Die Schweiz steht zum ersten Mal seit 2004 wieder im Davis-Cup-Viertelfinal. Marco Chiudinelli und Michael Lammer machen gegen Serbien im Doppel das vorentscheidende 3:0 perfekt.



«Ich bin super zufrieden, denn der Druck war doch enorm», sagte Captain Severin Lüthi strahlend. Die beiden Grand-Slam-Sieger Roger Federer (ATP 8) und Stanislas Wawrinka (ATP 3) durften sich im Doppel ausruhen. Anstatt selber zu spielen, feuerten sie ihre Vertreter Michael Lammer und Marco Chiudinelli an. Wie nach den Äusserungen aller Beteiligten am Freitag zu erwarten, schonte Lüthi seine Stars im Doppel. Mit einer 2:0-Führung im Rücken konnte er sich dieses kleine Risiko leisten.

Auch die Serben wechselten nicht an der angekündigten Aufstellung, was eine kleine Überraschung war. Marco Chiudinelli (ATP 180) und Michael Lammer (ATP 441) trafen nicht wie erwartet auf das Duo Nenad Zimonjic (ATP 1355) und Ilija Bozoljac (ATP 268). Zimonjic, die Nummer 12 im Doppel-Ranking, trat stattdessen mit Davis-Cup-Neuling Filip Kraijnovic (ATP 237) an.

Schaulaufen im vierten Satz

Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen. Das Duo Chiudinelli/Lammer behielt in den Tiebreaks in den Sätzen 1 und 3 die Nerven und entschied die Kurzentscheidungen beide klar für sich. Den zweiten Satz sicherten sich die Serben dank einem Break gegen den Aufschlag von Lammer. Der vierte Satz wurde zum Schweizer Schaulaufen. Chiudinelli und Lammer spielten stark, breakten die Serben zweimal und sorgten so für den vorzeitigen Einzug in den Davis-Cup-Viertelfinal.

Bild

Die Statistik zum Doppel zeigt, dass der Schweizer Sieg verdient war. Bild: SRF

Besonders freute sich Captain Lüthi, dass seine Mannschaft eben als Team, und nicht als Zweimann-Show, auftrat und jeder seinen Teil zum Sieg beitrug. «Das ist ein wichtiges Zeichen für uns, aber auch für die Gegner», betonte Marco Chiudinelli. Er bestätigte, dass die klare Führung nach dem ersten Tag die Aufgabe erleichtert habe. «Der Druck war nicht so gross, weil wir sicher waren, dass Roger oder Stan am Sonntag die Arbeit bestimmt zu Ende gebracht hätten, selbst wenn wir es nicht geschafft hätten.» Sie hätten kaum Schwächeperioden gehabt, wie das sonst in einem Match auf drei Gewinnsätze üblich sei, analysierte Michael Lammer.

Auch wenn für die abschliessenden beiden Einzel vom Sonntag noch Roger Federer und Stanislas Wawrinka gemeldet sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Marco Chiudinelli und Michael Lammer je zu einem zweiten Einsatz kommen. Das definitive Aufgebot muss erst eine Stunde vor dem Spiel bekanntgegeben werden.

Heimspiel gegen Kasachstan?

Vom 6. bis 8. April steht nun erstmals seit 2004 ein Viertelfinal an. Sollte Kasachstan seine 2:1-Führung gegen Belgien zum Sieg nützen, gäbe es ein Heimspiel, ansonsten eine Reise nach Brüssel. «Zuhause zu spielen wäre bei der aktuellen Euphorie natürlich fantastisch», hofft Lüthi auf einen Erfolg der Zentralasiaten. Weiter nach vorne zu blicken, vermieden alle Beteiligten tunlichst. «Alle reden jetzt vom möglichen Gewinn, aber wir haben erst die erste Runde gewonnen», rief Lammer in Erinnerung, der nach drei Davis-Cup-Einsätzen im Doppel mit drei Siegen noch immer eine perfekte Bilanz aufweist.

«Der Davis Cup ist auf das ganze Jahr verteilt und das Niveau extrem hoch», warnte der Captain. «Wir können uns nicht viele Ausfälle leisten und dürfen nicht zu weit nach vorne blicken.» Ganz verbergen können die Spieler jedoch nicht, dass sie in der Idealbesetzung vom Gewinn der «hässlichsten Salatschüssel der Welt» träumen. «Wenn wir mit dieser Mannschaft weitermachen können, werden wir nur schwer zu schlagen sein.» Chiudinellis Worte klingen nach Warnung und Versprechen zugleich – je nachdem, auf welcher Seite des Netzes man steht. (si)

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