Sport
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Männer-Abfahrt in Gröden, Schlusstand

1. Max Franz (AUT) 1.56:60

2. Aksel Svindal (NOR) + 0.04

3. Steven Nyman (USA) + 0.41

9. Nils Mani (SUI) + 0,65

14. Beat Feuz (SUI) + 0.87

14. Patrick Küng (SUI) + 0.87

20. Carlo Janka (SUI) + 1.06

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Cup - Downhill Men - Val Gardena, Italy - 17/12/16 - Max Franz of Austria reacts after crossing the finish line. REUTERS/Alessandro Garofalo

Max Franz freut sich über seinen ersten Weltcupsieg. Bild: ALESSANDRO GAROFALO/REUTERS

Franz feiert Sensationssieg in Gröden – Mani als Schweizer Überraschungsmann

Max Franz gewinnt die Abfahrt in Val Gardena und feiert seinen ersten Weltcup-Sieg. Der Österreicher ist vier Hundertstel schneller als der lange führende Norweger Aksel Svindal. Die Schweizer enttäuschen erneut – mit Ausnahme von Überraschungsmann Nils Mani.



Der Sieger

Was für eine Sensation! Damit hat in Gröden nun wirklich niemand mehr gerechnet. Trotz eines riesengrossen Fehlers in der «Ciaslat» führt Aksel Svindal die Abfahrt auf der Saslong lange an. Es scheint, als könne niemand mehr den Norweger von der Spitze verdrängen, alle beissen sich an seiner Zeit die Zähne aus. Dann kommt mit Startnummer 26 Max Franz und der Österreicher rettet seinen Vorsprung von der letzten Zwischenzeit tatsächlich ins Ziel. Vier Hundertstel liegt er am Ende vor dem Norweger und feiert im Alter von 27 Jahren seinen ersten Weltcupsieg.

Natürlich erlöst er auch eine gesamte Ski-Nation: In Val d'Isère hatten die ÖSV-Speedfahrer eine historische Schlappe erlitten, Matthias Mayer war in der Abfahrt als 17. bester Österreicher. Mit seinem Sieg hat Franz, der im Januar in Kitzbühel schwer gestürzt war, diese Schmach nun vergessen gemacht.

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Cup - Downhill Men - Val Gardena, Italy - 17/12/16 - Max Franz of Austria in action. REUTERS/Stefano Rellandini

Max Franz sorgt für den ersten österreichischen Speedsieg in diesem Winter. Bild: STEFANO RELLANDINI/REUTERS

Das Podest

Für einmal gibt es also keinen norwegischen, sondern den ersten österreichischen Speedsieg der Saison. Svindal darf mit seiner Leistung und Rang 2 aber dennoch zufrieden sein. Der Routinier war wie Franz in Kitzbühel schwer gestürzt, riss sich das Kreuzband und verpasste einen grossen Teil der Vorbereitung. Für Svindal ist es nach dem Comeback bereits der dritte Podestplatz. Dritter wird Saslong-Spezialist Steven Nyman, der alle seine drei Weltcupsiege auf dieser Strecke gefeiert hat.

From left, Norway's Aksel Lund Svindal, Austria's Max Franz and United States' Steven Nyman celebrate after finishing an alpine ski, men's World Cup downhill, in Val Gardena, Italy, Saturday, Dec.17, 2016. (AP Photo/Alessandro Trovati )

Daumen hoch bei Svindal (l.). Ein grober Fehler in der Ciaslat kostet ihn am Ende den Sieg. Bild: Alessandro Trovati/AP/KEYSTONE

Die Schweizer

Auch das Schweizer Team hat seinen Überraschungsmann. Nils Mani verblüfft mit Nummer 56 mit Rang 9, seiner mit Abstand besten Klassierung in einem Einzelrennen. Bisheriger Bestwert hatte Rang 24 in der Abfahrt im Februar 2014 in Kvitfjell dargestellt. Auf Franz büsst der Berner Oberländer 65 Hundertstel ein, zu Rang 3 fehlten ihm lediglich 24 Hundertstel.

«Ich musste im Ziel gleich dreimal hinschauen, ob das wirklich stimmt. Ich hatte zwar schon ein gutes Gefühl, aber das hatte ich schon öfters.»

Nils Mani im SRF

17.12.2015; Groeden/Val Gardena; Ski alpin - FIS Ski Weltcup Groeden 2015 - 2. Training Abfahrt; 
 Nils Mani (SUI) in Aktion
(Johann Groder/Expa/freshfocus)

Nils Mani bei den Kamelbuckeln. Bild: Expa/freshfocus

Mani hatte seine Saisonvorbereitung erst verspätet in Angriff nehmen können. Im August war er erstmals wieder auf Ski gestanden. Der Anfang März akut gewordene Bandscheibenvorfall hatte für den Junioren-Weltmeister 2013 in der Abfahrt eine fast sechs Monate dauernde Pause erfordert.

Mani schönt die sonst enttäuschende Schweizer Bilanz, ansonsten, können sich die Eidgenossen im Vergleich zum Super-G vom Vortag nur unwesentlich steigern. Beat Feuz und Patrick Küng belegen am Ende zeitgleich den 14. Platz. «Die Ciaslat bin ich nicht gut gefahren, das darf man sich auf diesem Niveau nicht leisten. Ich muss einfach noch mehr riskieren», analysiert Küng seine Leistung. 

epa05657835 Patrick Kueng of Switzerland in action during the men's Downhill race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Val D'Isere, France, 03 December 2016.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Patrick Küng ist nach der langen Pause noch nicht wieder der Alte. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Carlo Janka fährt auf Rang 20. Bei der Einfahrt in die «Ciaslat» wählt der Bündner eine etwas zu direkte Linie und verliert viel Zeit. (pre/sda)

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

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