DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lindsey Vonn, left, of the United States, Switzerland's Lara Gut stand in the finish area during a training session for an alpine ski women's World Cup downhill event  in Cortina, Italy, Thursday, Jan. 15, 2015. (AP Photo/Armando Trovati)

Lindsey Vonn und Lara Gut sind die meistgenannten Favoritinnen auf den Sieg im WM-Super-G. Bild: Armando Trovati/AP/KEYSTONE

Vor dem WM-Super-G

Lara vs. Lindsey – sieben Dinge, die heute für unsere Goldhoffnung sprechen

«Lara Gut ist für mich die Favoritin», meint Lindsey Vonn im Hinblick auf das heutige WM-Rennen. Dass die Speedkönigin die Favoritenrolle an die Schweizerin weiterschiebt hat sieben gute Gründe.



1. Einzige Siegerin

Die Feuertaufe im Frauen-Weltcup feierte die «Raptor» im November 2013. Damals wurde je eine Abfahrt und ein Super-G durchgeführt. Grosse Siegerin bei dieser Premiere: Lara Gut. Die Tessinerin gewann beide Speed-Rennen überlegen, im Super-G fuhr sie sogar einen Vorsprung von 92 Hundertstelsekunden auf die zweitplatzierte Anna Fenninger heraus. Lindsey Vonn verpasste die Premiere verletzungsbedingt. 

abspielen

Lara Gut bei der Super-G Premiere auf der «Raptor». video: youtube.com/RechtfuerOrdnung

2. Hohes Tempo

Keine Piste ist so steil wie die «Raptor» in Beaver Creek, nirgends sind die Fahrerinnen schneller unterwegs. Lara liebt das, das zeigte auch das gestrige Training. Im flachen oberen Streckenabschnitt war die Tessinerin noch eher gemächlich unterwegs, kaum nahm das Gefälle aber zu, zeigte Gut eindrücklich, wie sehr ihr das hohe Tempo liegt. «Wir sind hier nicht in Lake Louise», analysierte Lara Gut gestern die Lage – und spielte damit darauf an, dass eine von Vonns Lieblingspisten deutlich flacher als jene in Beaver Creek ist.

Bild

Kaum nahm der Speed zu, wurden die Zwischenzeiten grün. screenshot: srf

Bild

Auch bei den Bookies von «bwin» sind Lindsey Vonn und Lara Gut die Topfavoritinnen. bild: bwin.com

3. Die Liebe zur «Raptor»

«Wenn ich es hier nicht schaffe, dann wird es schwierig, dass ich es überhaupt irgendwo schaffe», meine Lara Gut an der gestrigen Pressekonferenz. Wie man diese Aussage auch deuten könnte: Die «Raptor» ist Lara Guts Lieblingsstrecke. Ganz so eng muss man das natürlich nicht sehen, doch Gut fühlt sich in Beaver Creek pudelwohl. Deutlich erkennbar auch auf dem Tweet, den die Tessinerin letzte Woche ins Netz stellte. 

Bild

Schnappt sich Lara Gut heute die Goldmedaille?

4. «Übermotiviert» gibt's nicht

Aus der Liebe zur Piste und den Resultaten von 2013 resultiert, dass Lara Gut für das heutige Rennen bis in die Skispitze motiviert ist. Das heisst, die 23-Jährige wird Vollgas angreifen und eine aktive Fahrweise suchen. Und das ist gut so. Denn die Piste in Beaver Creek verzeiht Fehler; eine konservative Fahrweise ist hier nicht angebracht. Auch bei ihrem Triumph im Jahr 2013 beging sie einen groben Fehler, kam aber dank der Steilheit der Piste schnell wieder auf Tempo. Lara Gut darf sich voll reinhängen; «übermotiviert» kann man auf der «Raptor» gar nicht sein. 

Animiertes GIF GIF abspielen

«Es hat mich voll gschmeisst», meinte Lara Gut zu dieser Szene aus dem Super-G von 2013. gif: srf.ch

5. Keine Probleme mit dem Druck

«Es ist ein schwieriger Hang, hier können nur Wenige gewinnen.» Logisch, dass Lara Gut sich bei ihrer Aussage von gestern dazuzählt. Damit manövriert sie sich automatisch in den Stand einer Topfavoritin. Der dadurch entstandene Druck macht der Tessinerin aber keine Mühe. Nach ihrem Triumph bei der «Raptor»-Premiere im Jahr 2013 meinte sie im «SRF»-Interview: «Ich gewann mit 17 Jahren mein erstes Weltcuprennen und wurde hochgejubelt. Damals empfand ich das alles als sehr verwirrend. Heute habe ich mit dem ganzen Rummel und dem Druck keine Mühe mehr.»

Lara Gut of Switzerland speaks during a media conference in Beaver Creek at the 2015 Alpine World Skiing Championships in Vail / Beaver Creek, Colorado, USA, pictured on Sunday February 1, 2015. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Lara Gut hat sich an den ganzen Rummel gewöhnt. Bild: KEYSTONE

6. Starke Trainingspartnerin

Fabienne Suter hat in der laufenden Saison im Super-G zwar erst 31 Punkte gesammelt, doch die Schwyzerin darf durchaus zum erweiterten Kreis der Favoritinnen gezählt werden. Bei der Super-G-Premiere auf der «Raptor» fuhr sie auf Rang 9 und im gestrigen Training resultierte der starke vierte Rang. Zeitgleich mit Lindsey Vonn. Eine solch starke Trainingspartnerin zu haben, kann für Lara nur ein Vorteil sein. 

Fabienne Suter, of Switzerland, leaves the starting gate for a practice run for the women’s World Cup Championship downhill skiing race on Monday, Feb. 2, 2015, in Beaver Creek, Colo. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Fabienne Suter war beim gestrigen Training gleich schnell wie Lindsey Vonn. Bild: Alessandro Trovati/AP/KEYSTONE

7. Drei Mal Silber ist genug

Silber in der Superkombination an der WM 2009 in Val d'Isère ...

epa01626335 Swiss silver medal winner Lara Gut presents her medal after the Women's Super Combined at the Alpine Skiing World Championships in Val d'Isere, France, 06 February 2009.  EPA/IAN LANGSDON

Bild: EPA

... Silber in der Abfahrt an der WM 2009 in Val d'Isère ...

Lara Gut from Switzerland shows his two silver medal and greets her colleague Marco Buechel, during the medal ceremony, at the World Alpine Ski Championships in Val d'Isere, France, Monday, February 9, 2009. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

... und Silber im Super-G an der WM 2013 in Schladming ...

Lara Gut of Switzerland, silver medal winner for the Women's Super-G race, celebrates with champagne at the House of Switzerland, during the FIS Alpine Skiing World Championships in Schladming, Austria, Tuesday, February 5, 2013. The Alpine Skiing World Championships in Schladming take place from 04 to 17 February 2013. (KEYSTONE/BLICK POOL/Sven Thomann)

Bild: POOL BLICK

... jetzt ist endlich Zeit für Gold!

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Italien fordert hier einen Handspenalty – jetzt ist deine Expertise gefragt

In der Eröffnungspartie der EM 2020 zwischen Italien und der Türkei vergeht die erste Halbzeit torlos. Während die Türken hauptsächlich mit Verteidigungsarbeit beschäftigt sind, vergeben die Italiener ihre besten Chancen durch Lorenzo Insigne, Giorgio Chiellini und Ciro Immobile. Die «Squadra Azzurra» hadert nicht nur mit dem eigenen Unvermögen, sondern auch mit dem Schiedsrichter. Gleich dreimal fordern die Italiener einen Penalty. Kurz vor der Pause checkt der VAR dann auch ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel