YB siegt in Luzern und setzt sich vom Strich ab + Lausanne schockt Zürich kurz vor Schluss
Luzern – YB 1:2
Die Young Boys feiern in der 28. Runde der Super League einen wichtigen Sieg. Die Berner setzten sich gegen dezimierte Luzerner 2:1 durch und können mit der Championship Group planen.
In einer intensiven Partie behielten die Berner - wie so oft gegen Luzern - das bessere Ende für sich. Der Sieg am Mittwochabend war der dritte für die Young Boys gegen die Innerschweizer in dieser Saison. Von den letzten 24 Duellen konnte Luzern nur eines gewinnen.
Knackpunkt bei der neuerlichen Niederlage war die Gelb-Rote Karte gegen Lucas Ferreira kurz vor der Pause nach einem Foul an Armin Gigovic. Die erste Verwarnung kassierte der 19-jährige Luzerner wegen einem taktischen Foul.
Auch zu zehnt versteckte sich das Heimteam nicht und spielte mutig nach vorne. Im Abschluss fehlte das Glück. Und hinten kam auch noch Pech respektive Unvermögen hinzu. Beim Berner Führungstreffer gab Julian von Moos keine gute Figur ab. Erst konnte er einen Corner nicht richtig klären, dann fälschte er den Abschluss von Edimilson Fernandes unhaltbar für Pascal Loretz ab (56.).
Der Luzerner Goalie besiegelte die Niederlage zehn Minuten vor dem Ende, indem er einen eigentlich harmlos wirkenden Schuss des nur eine Minute zuvor eingewechselten Darian Males zwischen den Beinen durch passieren liess. Sinan Karweinas Anschlusstreffer vom Punkt nach einem hart gepfiffenen Handspenalty kam für die Luzerner zu spät.
Eine süsse Rückkehr war es für Gerardo Seoane. Der einstige Luzerner Profi und Trainer landete mit den Young Boys erst den zweiten Auswärtssieg, den ersten nach sieben erfolglosen Versuchen in der Fremde. Dank den drei Punkten machen die Berner einen grossen Schritt Richtung Championship Group.
Luzern - Young Boys 1:2 (0:0)
SR Fähndrich.
Tore: 56. Edimilson Fernandes 0:1. 79. Males (Fassnacht) 0:2. 86. Karweina (Penalty) 1:2.
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, R. Fernandes (74. Ciganiks); Lucas Ferreira, Owusu, Abe (74. Winkler), Di Giusto (80. Karweina); von Moos (60. Ottiger), Kabwit (74. Villiger).
Young Boys: Keller; Wüthrich, Lauper, Benito; Valery, Edimilson Fernandes, Gigovic (78. Pech), Bukinac (56. Bedia); Sanches (78. Males), Monteiro (96. Zoukrou); Essende (78. Fassnacht).
Bemerkungen: 41. Gelb-Rote Karte gegen Lucas Ferreira.
Verwarnungen: 25. Lucas Ferreira, 89. Keller, 92. Fassnacht.
Zürich – Lausanne 1:2
Lausanne-Sport schlägt den FC Zürich in der 28. Runde der Super League mit 2:1 und darf wieder von der Teilnahme an der Championship Group träumen.
Als im Letzigrund schon alle mit einer Punkteteilung rechneten, die keines der beiden Teams weitergebracht hätte, kamen die Gäste aus dem Waadtland nochmals zu einem Eckball. Und der brachte die Entscheidung zugunsten der Mannschaft von Peter Zeidler. Karim Sow stieg höher als Goalie Silas Huber, köpfelte ein und sorgte dafür, dass auch das dritte Duell zwischen diesen beiden Mannschaften in dieser Saison mit 2:1 an die jeweilige Gastmannschaft ging.
Es war ein alles in allem verdienter Sieg für die Gäste, die in der ersten Halbzeit durch den omnipräsenten Omar Janneh in Führung gingen. Die Leihgabe von Atlético Madrid übertölpelte mit seinem Antritt die Zürcher Hintermannschaft und traf in seinem erst neunten Spiel für die Waadtländer bereits zum sechsten Mal.
In der zweiten Halbzeit folgte eine Leistungssteigerung der Zürcher. Die logische Folge war der Ausgleich durch Ivan Cavaleiro, der per Volleyschuss sehenswert in die obere rechte Torecke traf. Das bessere Ende behielten jedoch die Gäste aus der Westschweiz, die den ersten Sieg seit Mitte Januar landeten und sich dadurch noch minimale Chancen auf die Championship Group machen dürfen.
Zürich - Lausanne-Sport 1:2 (0:1)
10'933 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 35. Janneh (Custodio) 0:1. 72. Ivan Cavaleiro (Palacio) 1:1. 92. Sow (Custodio) 1:2.
Zürich: Huber; Kablan (46. Berisha), Vujevic, Hack, Walker (83. Sauter); Emmanuel (46. Di Giusto), Tsawa, Palacio, Ivan Cavaleiro (93. Fischer); Reverson (71. Perea), Kény.
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Mouanga, Sow, Poaty; Custodio; Butler-Oyedeji (76. Kana Biyik), Lekoueiry (66. Koné), Beloko (76. Traore); Janneh, Diakite (94. Ajdini).
Verwarnungen: 25. Walker, 32. Tsawa, 64. Kény, 64. Soppy, 69. Butler-Oyedeji.
Lugano – Sion 2:1
Der FC Lugano festigt vorerst seinen Platz in den Top 3 der Super League. Die Tessiner gewinnen daheim gegen Sion mit 2:1.
Kevin Behrens machte im Cornaredo den Unterschied. Der Topskorer der Luganesi benötigte nach seiner Einwechslung keine fünf Minuten, um zum 2:1 treffen. Nach einer guten Stunde profitierte der 34-jährige Deutsche von einem idealen Pass von Daniel Dos Santos. Für Behrens war es das elfte Tor, für Dos Santos der neunte Assist in der laufenden Saison. Es sind die Topwerte in diesem Bereich beim FC Lugano.
Der zweite Treffer von Lugano, das sich für das enttäuschende 0:1 bei den Grasshoppers am Sonntag rehabilitieren musste, hatte sich nicht abgezeichnet. Nach der Startphase mit den zwei schnellen Toren der beiden Captains, Sions Ali Kabacalman mittels Penalty (10.) und Luganos Renato Steffen mit etwas Abschlussglück (12.), dominierten die Gäste. Zwei gute Chancen blieben aber ungenutzt: Rilind Nivokazi traf noch vor der Pause mit einem Kopfball nur die Latte, und Théo Berdayes scheiterte wenige Minuten vor Luganos Siegtor an Amir Saipi.
Ohne zu spielen hat sich St. Gallen für die Championship Group qualifiziert. Ebenfalls nicht mehr von den ersten sechs Plätzen zu verdrängen ist Lugano, das im 3. Rang einen Punkt weniger auf dem Konto hat als die Ostschweizer.
Lugano - Sion 2:1 (1:1)
SR San.
Tore: 10. Kabacalman (Penalty) 0:1. 12. Steffen 1:1. 62. Behrens (Daniel Dos Santos) 2:1.
Lugano: Saipi; Papadopoulos, Mai, Delcroix; Cimignani (94. Carbone), Kendouci (58. Mahmoud), Grgic, Daniel Dos Santos, Zanotti; Steffen (82. Brault-Guillard), Koutsias (58. Behrens).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Baltazar Costa, Kabacalman (73. Llukes); Lukembila (59. Chipperfield), Berdayes (73. Kololli), Surdez (59. Chouaref); Nivokazi (73. Boteli).
Verwarnungen: 50. Koutsias, 52. Surdez, 78. Lavanchy, 92. Daniel Dos Santos. (riz/sda)
