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ATP World Tour Finals, Halbfinals

Murray – Raonic 5:7,7:6,7:6

Djokovic – Nishikori 6:1,6:1

Britain Tennis - Barclays ATP World Tour Finals - O2 Arena, London - 19/11/16 Great Britain's Andy Murray in action during his semi final match against Canada's Milos Raonic Action Images via Reuters / Tony O'Brien Livepic EDITORIAL USE ONLY.

Andy Murray musste sich gegen Milos Raonic mächtig strecken, setzte sich aber nach über dreieinhalb Stunden durch. Bild: Tony O'Brien/REUTERS

Djokovic deklassiert hilflosen Nishikori – «Finalissima» gegen Murray

Andy Murray und Novak Djokovic bestreiten am Sonntag den Masters-Final in London. Murray besiegt Milos Raonic nach abgewehrtem Matchball 5:7, 7:6, 7:6; Djokovic deklassiert Kei Nishikori 6:1, 6:1.



Erstmals in der Geschichte entscheidet eine «Finalissima» am Masters, wer das Tennisjahr als Nummer 1 beendet. Novak Djokovic muss die ATP World Tour Finals gewinnen, wenn er wie 2011, 2012, 2014 und 2015 über Weihnachten die Weltrangliste anführen will. Die Erfahrung der letzten Jahre spricht für den Serben: Djokovic kann das Masters zum fünften Mal in Folge gewinnen. Seit 2012 kassierte er in der Londoner Arena in 23 Einzeln nur eine Niederlage – vor einem Jahr gegen Roger Federer in den Gruppenspielen.

Britain Tennis - Barclays ATP World Tour Finals - O2 Arena, London - 19/11/16 Serbia's Novak Djokovic celebrates winning his semi final match against Japan's Kei Nishikori  Reuters / Toby Melville Livepic EDITORIAL USE ONLY.

Strafte die Kritiker Lügen: Novak Djokovic. Bild: Toby Melville/REUTERS

Und alle, die meinten, Djokovic habe seit dem letzten Grand-Slam-Sieg im Frühling in Roland-Garros das Tennisspielen halbwegs verlernt, die nahmen am Samstagabend erstaunt zur Kenntnis, wie der Serbe gegen Kei Nishikori mit einer schier unglaublich guten Leistung in 66 Minuten 6:1, 6:1 gewann.

Nicht viel fehlte, und Djokovic hätte die Jahresend-Nummer-1 vorzeitig feiern können. Beinahe hätte Milos Raonic Djokovic Schützenhilfe geleistet. Der 25-jährige Kanadier führte im Halbfinal gegen Murray mit einem Satz (7:5) und einem Break (2:1), erspielte sich im Tiebreak des Entscheidungssatzes einen Matchball (bei 9:8), verlor aber nach drei Stunden 38 Minuten mit 7:5, 6:7 (5:7), 6:7 (9:11).

Britain Tennis - Barclays ATP World Tour Finals - O2 Arena, London - 19/11/16 Canada's Milos Raonic looks dejected during his semi final match against Great Britain's Andy Murray Reuters / Toby Melville Livepic EDITORIAL USE ONLY.

Milos Raonic spielte gegen Murray stark, konnte seinen Matchball aber nicht verwerten. Bild: Toby Melville/REUTERS

Noch nie dauerte am Masters eine Partie länger. Schon am Mittwoch gegen Kei Nishikori stand Murray während fast drei Stunden und 21 Minuten im Einsatz. Im Halbfinal gegen Raonic benötigte der Schotte nochmals 17 Minuten und 39 Sekunden länger bis zum verwandelten vierten Matchball.

«Natürlich fühle ich mich müde und kaputt.»

Andy Murray

Die Frage steht im Raum: Reichen Murrays Kräfte nach zwei derartigen Marathons noch aus, um auch im Final gegen Novak Djokovic wieder auf höchstem Niveau spielen zu können? Murray: «Wie sie sicherlich bemerkten, war mein Halbfinal unglaublich kräfteraubend. Ich musste unglaublich hart kämpfen. Zweimal vor dem Tiebreak mit dem Sieg vor Augen den Aufschlag nicht durchzubringen, war äusserst frustrierend. Noch nie war ich nach einem Spiel in der Halle derart müde. Normalerweise dauern Partien indoors nicht annähernd so lang.»

Aber Murray benötigt am Sonntag nochmals eine Par-Force-Leistung, um die Nummer 1 mit Erfolg zu verteidigen. Murray: «Natürlich fühle ich mich müde und kaputt. Ich spielte in den letzten Monaten extrem viel Tennis. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als am Sonntag nochmals alles zu versuchen und alles zu geben.»

Murrays Halbfinal bot alles. Der dramatische, packende Spielverlauf erinnerte an den Halbfinal vor zwei Jahren zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka ebenfalls an den ATP World Tour Finals. Damals setzte sich Federer unmittelbar vor dem gewonnenen Davis-Cup-Final von Lille mit 4:6, 7:5, 7:6 (8:6) gegen Wawrinka durch; anschliessend entstand eine Kontroverse, weil Mirka Federer Wawrinka zwischen den Ballwechseln beleidigt haben soll.

epa04491549 Switzerland's Roger Federer (L) shakes hands with compatriot Stanislas Wawrinka following his three set win during the ATP World Tour Finals semi-final match at the O2 Arena in London, Britain, 15 November 2014.  EPA/ANDY RAIN

Im Halbfinal von 2014 musste Wawrinka (r.) Federer gratulieren. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Andy Murray steigt mit der Referenz von 23 Siegen hintereinander und Turniersiegen in Peking, Schanghai, Wien und Paris-Bercy in die letzte «Schlacht» der Saison. Während seiner Siegesserie hat der 29-jährige Schotte nur einmal wie gegen Raonic einen Satzrückstand aufholen müssen. Im Achtelfinal von Wien verlor er gegen Gilles Simon den ersten Satz mit 4:6, die nächsten zwei Durchgänge holte sich Murray jeweils mit 6:2. Bereits zum zweiten Mal diese Saison gewann Murray gegen Milos Raonic in London nach Satz- und Breakrückstand (nach dem 6:7, 6:4, 6:3 im Final im Londoner Queen's Club im Juni). (sda/drd)

Die grössten Erfolge von Andy Murray

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 20.11.2016 08:40
    Highlight Highlight Oh je, das sieht so aus, als sitze Djokovic wieder fest im Sattel...

    Mit zwei überlangen Matchs in den Knochen wird das hart für Andy.

    Ich hätte ihm die Jahresendnummer 1 gegönnt. 😟
  • Dä Brändon 19.11.2016 23:53
    Highlight Highlight Spiel Murray - Raonic war klasse! Nole war brutal, eine Stunde und es war vorbeid
  • AJACIED 19.11.2016 23:19
    Highlight Highlight ✊👀
  • lilie 19.11.2016 22:27
    Highlight Highlight Das war nervenaufreibend... 😣

    Ich gönns dem Andy. Er hat heroisch gekämpft (hatte aber auch ein paar Tiefflieger drin).

    Raonic war ebenfalls grosse Klasse, er hat auch in kniffligen Situationen die Nerven behalten.

    Aber am Ende war es Andy, der im entscheidenden Moment den Punkt machte.

    Und tippe immer noch auf ein Finale gegen Djokovic (und sieht ja derzeit auch danach aus).

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