DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aus im Halbfinal: Belinda Bencic gibt in Sydney auf – Kein Losglück für Schweizer in Melbourne



Beim WTA-Turnier in Sydney heisst es im Halbfinal Endstation für die Schweizerin Belinda Bencic: Monica Puig aus Puerto Rico gewann die Partie gegen Bencic 6:0 w.o. Die Fortsetzung der am Vortag wegen Regens unterbrochenen Partie dauerte bloss noch drei Minuten. Monica Puig gewann alle sieben Punkte. Bencic gab krankheitshalber auf.

Belinda Bencic of Switzerland talks to her coach in her match against Samantha Crawford of the U.S. during the Brisbane International tennis tournament in Brisbane, Australia, Wednesday, Jan. 6, 2016. (AP Photo/Tertius Pickard)

Hadert: Belinda Bencic hat fürs Australian Open Lospech.
Bild: Tertius Pickard/AP/KEYSTONE

«Ich musste am Morgen mehrmals erbrechen. Ich fühlte mich krank», erklärte Bencic. Zur Wiederaufnahme der Partie trat sie an, um zumindest alles versucht zu haben, «aber es war unmöglich für mich, die Partie zu Ende zu spielen.» An Aufgaben von Belinda Bencic musste man sich in den letzten fünf Monaten gewöhnen. Zum vierten Mal seit August spielte Bencic ein Turnier nicht zu Ende.

Zumindest zwei, vielleicht drei Tage stehen Belinda Bencic zur Verfügung, um ihre gesundheitlichen Probleme in den Griff zu kriegen. Ihre Teilnahme am Australian Open erscheint nicht gefährdet. Doch die Auslosung für das Australian Open in Melbourne beschert ihr von allen Schweizer Tennis-Stars die kompliziertesten Aufgaben.

Bencic, die Nummer 12 des Frauen-Turniers, beginnt gegen die Amerikanerin Alison Riske, die letzte Woche in Shenzhen den Final erreichte. In der 2. Runde träfe die 18-Jährige auf die britische Bollettieri-Schülerin Heather Watson oder die Ungarin Timea Babos. Danach müsste Bencic wohl der Reihe nach ehemalige Grand-Slam-Siegerinnen aus dem Weg räumen: Swetlana Kusnezowa in Runde 3, Maria Scharapowa in den Achtelfinals und Serena Williams in den Viertelfinals.

Roger Federer

Auch Roger Federer muss auf der Hut sein, um nicht wie im Vorjahr schon in der ersten Turnierwoche auszuscheiden. Die Nummer 3 beginnt gegen den 23-jährigen Georgier Nikoloz Basilaschwili (ATP 117), der letzten Sommer in Wimbledon immerhin Feliciano Lopez in der 2. Runde eliminierte. Danach werden die Hürden höher: In der 2. Runde trifft Federer wohl auf den Ukrainer Alexander Dolgopolow, als Nummer 36 der Welt einer der stärksten ungesetzten Spieler überhaupt. Dolgopolow erreichte am Australian Open vor fünf Jahren die Viertelfinals und zählte damals in der Weltrangliste zu den Top 15.

MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 15:  Roger Federer of Switzerland serves during a practice session ahead of the 2016 Australian Open at Melbourne Park on January 15, 2016 in Melbourne, Australia.  (Photo by Michael Dodge/Getty Images)

Harte Aufgabe auch für den Maestro in Melbourne: Roger Federer könnte in der zweiten Runde auf Dolgopolow treffen.
Bild: Getty Images AsiaPac

Die mutmasslichen nächsten Gegner hiessen Grigor Dimitrov (3. Runde), David Goffin (Achtelfinals), Tomas Berdych oder Marin Cilic (Viertelfinals) und Novak Djokovic (im Halbfinal).

Stan Wawrinka

Switzerland's Stan Wawrinka wipes sweat from his face during a practice session on Rod Laver Arena ahead of the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Thursday, Jan. 14, 2016.(AP Photo/Mark Baker)

Dürfte spätestens in der dritten Runde mächtig ins Schwitzen kommen: Stan Wawrinka.
Bild: Mark Baker/AP/KEYSTONE

Ähnlich kompliziert präsentiert sich der Parcours für Stan Wawrinka (ATP 4): Der Waadtländer, Triumphator in Melbourne vor zwei Jahren, eröffnet gegen den 33-jährigen Dimitri Tursunow, der nach einer Fussverletzung ein ganzes Jahr ausgesetzt hat. Gegen Tursunow hat Wawrinka einmal klar verloren und einmal im Tiebreak des Entscheidungssatzes knapp gewonnen.

Im Erfolgsfall dürfte Wawrinka in der 2. Runde gegen einen Qualifikanten leichtes Spiel haben. Danach trifft er aber wohl der Reihe nach auf die gefährlichen Jack Sock (3. Runde), Milos Raonic (Achtelfinal) und Rafael Nadal (Viertelfinal).

Timea Bacsinszky

Timea Bacsinszky of Switzerland hits a return to Garbine Muguruza of Spain during their women's singles third round match at the Australian Open 2015 tennis tournament in Melbourne January 24, 2015. Bacsinszky lost the match to Muguruza.   REUTERS/Athit Perawongmetha (AUSTRALIA  - Tags: SPORT TENNIS)

Losglück für Bacsinszky.
Bild: ATHIT PERAWONGMETHA/REUTERS

So richtig zufrieden darf von den Schweizerinnen mit der Auslosung nur die als Nummer 11 gesetzte Timea Bacsinszky sein, die jedoch mit lauter Niederlagen in die neue Saison gestartet ist. Bacsinszky beginnt gegen Katerina Siniakova, die Nummer 96 der Welt. Und die ersten besser klassierten Gegnerinnen, auf die Bacsinzsky treffen könnte, nämlich Jelena Jankovic in der 3. Runde und Angelique Kerber in den Achtelfinals, starteten ebenfalls mit Problemen in die neue Saison. (kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Dominic Stricker, sind Sie der nächste Roger Federer?

Dominic Stricker ist der neuste Stern am Schweizer Tennis-Himmel. Im vergangenen Herbst gewann der talentierte Grosshöchstettener das Junioren-Turnier bei den French Open. Ein Major-Triumph bei den Junioren feierten vor ihm nur vier Schweizer: Heinz Günthardt (French Open und Wimbledon 1976), Roger Federer (Wimbledon 1998), Roman Valent (Wimbledon 2001) und Stan Wawrinka (French Open 2003).

Ende März holte Stricker mit 18 Jahren und 7 Monaten dann bereits den ersten Titel bei den Profis, als er …

Artikel lesen
Link zum Artikel