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Borna Coric of Croatia reacts after winning his match against Spain's Rafael Nadal of Croatia at the Swiss Indoors ATP tennis tournament in Basel October 24, 2014.   REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLANDSPORT TENNIS - Tags: SPORT TENNIS TPX IMAGES OF THE DAY)

Borna Coric schlägt die Weltnummer 2. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Kein Traumfinale mehr möglich bei den Swiss Indoors

Federer im Halbfinal, Nadal ausgeschieden – Coric, Goffin und Karlovic komplettieren das Halbfinal-Tableau

Roger Federer steht zum 9. Mal in Folge und zum 12. Mal überhaupt bei den Swiss Indoors im Halbfinal. Zum Traumduell mit Nadal wird es aber nicht kommen. Der Spanier scheitert im Viertelfinal.



Rafael Nadal beendet seine Saison vorzeitig

Der Spanier tritt weder nächste Woche in Paris-Bercy noch bei den ATP-Finals in London an. Es sei Zeit, die Saison zu beenden, meinte Nadal. «Ich will spielen, um Turniere zu gewinnen. Dazu bin ich momentan nicht in der Lage.» Am 3. November wird er sich der nötigen Blinddarm-Operation unterziehen. Danach muss er rund fünf Wochen pausieren.

Federer musste die schwierigste Phase auf dem Weg zum 7:6 (7:4), 6:2-Sieg gegen Grigor Dimitrov (ATP 11) zum Ende des ersten Satzes überstehen. Viermal bot sich dem Bulgaren bei Aufschlag Federer die Möglichkeit, den Umgang für sich zu entscheiden. 

Doch der fünffache Turniersieger löste sich aus der Umklammerung jeweils brillant, mit einem Vorhand-Winner, einem Netzangriff und zwei Assen, davon eines mit dem zweiten Service. Im Tiebreak führte er dann rasch 4:0 und brachte den Vorsprung sicher über die Runden.

Hier geht es zum Liveticker der Partie Federer – Dimitrov

Roger Federer of Switzerland reacts after winning his match against Grigor Dimitrov of Bulgaria at the Swiss Indoors ATP tennis tournament in Basel October 24, 2014. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: SPORT TENNIS)

Federer begeistert einmal mehr das Heimpublikum. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Wie bereits im letzten Jahr im Viertelfinal von Basel zeigte Federer seinem vermeintlichen Klon mit dem Übernamen «Baby Federer» den Meister. Ihm gelang in der St.Jakobshalle eine ausgezeichnete Leistung. 

Im zweiten Satz schaffte er bei erster Gelegenheit das Break und ging 3:0 in Führung. Den 54. Sieg in Basel und den 64. in dieser Saison liess er sich danach nicht mehr nehmen. Im Halbfinal trifft Federer auf Ivo Karlovic (ATP 31), dem er in 12 Begegnungen nur einmal unterlag.

Es war nicht der Tag von Nadal

Der Weltranglisten-Dritte zeigte gegen Coric, die Nummer 124 der Welt, über weite Strecken eine sehr schwache Leistung. Insbesondere der Start in den Match misslang ihm komplett. Nach einer guten Viertelstunde lag er schon 0:5 zurück. Coric musste dafür nicht allzu viel tun, ausser solid zu spielen.

«Ich fühle mich so müde, wenn ich spiele.»

Nadal beendet seine Saison.

Nadal steigerte sich nach dem 0:5 und gewann nach einer Verwarnung wegen Zeitverzögerung zum einzigen Mal in dieser Partie zwei Games in Folge. Coric hielt aber dagegen. Der junge Kroate, der erst im Juli seinen ersten Match auf der ATP-Tour gewonnen hatte, war beeindruckend. Er leistete sich nur wenige Fehler und war in den entscheidenden Momenten sehr abgeklärt.

Borna Coric of Croatia returns the ball to Rafael Nadal of Spain during their match at the Swiss Indoors ATP 500 tennis tournament in Basel on October 24, 2014. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Coric: Schnell auf den Beinen. Bild: AFP

Auf Nadal traf das nicht zu. Der 14-fache Grand-Slam-Sieger schien verschiedentlich von der Rolle, setzte mit der Vorhand ungewohnt viele Bälle ins Aus und war dann, wenn es besonders zählte, besonders anfällig auf Fehler. Nadal hat nun seit Wimbledon, als er im Achtelfinal an Nick Kyrgios (ATP 144) scheiterte, nur vier von sieben Partien gewonnen. In den ersten beiden Runden von Basel war er allerdings souverän gewesen und hatte nur sechs Games abgegeben. 

Rafael Nadal of Spain reacts after his opponent Borna Coric of Croatia scored a point during their match at the Swiss Indoors ATP 500 tennis tournament in Basel on October 24, 2014. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Nadal ist ratlos. Bild: AFP

Der Höhenflug von David Goffin

Im Halbfinal trifft Coric auf David Goffin. Goffin setzte seinen Höhenflug fort. Der 23-Jährige aus Lüttich feierte mit dem 6:7 (3:7), 6:3, 6:4 gegen Milos Raonic (ATP 9) den 42. Sieg seit seiner Erstrunden-Niederlage in Wimbledon Ende Juni. Nur zweimal musste er sich in dieser Zeitspanne geschlagen geben, gegen Jerzy Janowicz und Grigor Dimitrov. In der Weltrangliste machte er in dreieinhalb Monaten einen Sprung vom 107. auf den 28. Platz.

Belgian David Goffin celebrates his victory on October 24, 2014 after defeating Canadian Milos Raonic at the Swiss Indoors ATP 500 tennis tournament in Basel. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Goffin ist einer der Aufsteiger der Saison 2014. Bild: AFP

Mit Raonic schlug Goffin erstmals in diesem Jahr einen Top-10-Spieler. Nach 135 Minuten nutzte er seinen zweiten Matchball und entschied die umkämpfte Partie für sich. Goffin war bei den entscheidenden Punkten effizienter als Raonic, der weiterhin Chancen hat, sich erstmals in seiner Karriere für die ATP-Finals zu qualifizieren.

«Zu Saisonbeginn war ich auf dem Platz oft frustriert. Ich hatte keine Freude an meinem Spiel. Nun agiere ich aggressiver und glaube vor allem viel mehr an mich.»

David Goffin's Erklrärung für seinen Formanstieg.

Den anderen Halbfinal vom Samstag wird Karlovic gegen Roger Federer bestreiten. Der kroatische Riese nahm Becker im Viertelfinal beim 6:4, 6:4 jeweils zu Beginn der Sätze den Aufschlag ab und konnte sich danach auf seine Stärke konzentrieren: den Service. (si/syl)

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