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200928 -- PARIS, Sept. 28, 2020 -- People watch the match between Danka Kovinic of Montenegro and Victoria Azarenka of Belarus at French Open tennis tournament in Paris, France, Sept. 27, 2020. The maximum limit of attendees per day at this year s French Open has shrunk to only 1,000 in response to the resurgence of the COVID-19 pandemic in and around Paris.  SPFRANCE-PARIS-TENNIS-FRENCH OPEN GaoxJing PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Kälte in Paris: Die Zuschauer bei der Partie zwischen Azarenka und Kovinic dick eingepackt. Bild: www.imago-images.de

Ärger am French Open: Kälte und Bälle, die man nicht mal dem Hund zum Rumkauen geben würde



Schon Tag 1 am French Open sorgt für erhitzte Gemüter. Aber nur im übertragenen Sinne. Was in Roland Garros derzeit für Ärger sorgt, hat nämlich nichts mit Hitze zu tun – im Gegenteil. Die Kälte ist es, welche verschiedenen Spielerinnen und Spielern zu schaffen macht. Das French Open findet regulär jeweils von Mai bis Juni statt, aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde das Turnier nun auf Ende September verschoben.

Victoria Azarenka of Belarus serves in the first round match of the French Open tennis tournament against Montenegro's Danka Kovinic at the Roland Garros stadium in Paris, France, Sunday, Sept. 27, 2020. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Viktoria Azarenka spielte mit der Trainingsjacke. Bild: keystone

So ärgerte sich allen voran Viktoria Azarenka – am US Open noch Finalistin – über die tiefen Temperaturen: «Wenn du bei acht Grad spielst, ist es ziemlich hart», sagte die 31-Jährige, die während einer kurzen Regenunterbrechung schimpfte, nicht wie eine «Ente» auf dem Platz sitzen bleiben zu wollen. «Jungs, ihr macht Witze, oder? Was machen wir hier eigentlich? Das wird alles ein bisschen lächerlich. Ich sitze nicht hier, um zu erfrieren. Ich lebe in Florida, ich bin heisses Wetter gewohnt», sagte sie zu der Supervisorin.

Offiziell wurden auf dem Court Suzanne-Lenglen etwa elf Grad Celsius gemessen. Durch den Wind dürften sich die Temperaturen ein wenig kälter angefühlt haben. Nach der Partie sagte die Weissrussin zudem, dass das kalte Wetter die Verletzungsgefahr erhöhe. «Ich denke, nach dem Turnier sollte es ein gutes Feedback, Erklärungen und Gespräche mit den Spielern geben.»

Doch nicht nur die Kälte ist in Roland Garros ein Problem, sondern auch die Bälle. Die «Babolat»-Bälle wurden durch solche der Marke «Wilson» ausgetauscht. Der 12-fache French-Open-Sieger Rafael Nadal drückte sich diplomatisch aus und sagte, es seien keine guten Bälle, um auf Sand zu spielen.

Spain's Rafael Nadal, left, and his coach Francisco Roig wearing a face mask to prevent the spread of coronavirus walk on the clay during practicing at the Roland Garros stadium in Paris, Friday, Sept. 25, 2020. Already repeatedly trimmed, crowd sizes for the French Open have been reduced again to just 1,000 spectators per day because of the worsening coronavirus epidemic in Paris. (AP Photo/Michel Euler)

Rafael Nadal ist kein Fan der neuen Bälle. Bild: keystone

«Ich habe mit den Bällen vor dem Comeback trainiert. Auf Mallorca, unter warmen Bedingungen, war der Ball sehr langsam. Das ist kein guter Ball, um auf Sand zu spielen. Aber das wusste ich, bevor ich hierher angereist bin. Kein Problem. Einfach die Herausforderung annehmen. Die Veranstalter müssen sehr genau beobachten, wie die schwereren Bälle sich auf die Ellbogen und Schultern der Spieler auswirken.»

Rafael Nadal

Der Engländer Dan Evans fand deutlichere Worte: «Die Bälle waren so mies, die würdest du noch nicht mal einem Hund zum Rumkauen geben.» Der Brite ergänzte: «Es ist brutal. Es ist kalt. Aber ich denke, die Bälle sind das grösste Problem. Vielleicht haben sie es mit den Bällen ein wenig falsch eingeschätzt. Es ist schwer, den Ball irgendwohin zu bekommen. Der Ball ist ein bisschen zu schwer, glaube ich.»

epa08700818 Daniel Evans of Britain with new balls as he plays Kei Nishikori of Japan during their men?s first round match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 27 September 2020.  EPA/JULIEN DE ROSA

Der Blick sagt alles: Der Brite Dan Evans mag die Bälle überhaupt nicht. Bild: keystone

(zap)

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