Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss Davis Cup Team captain Severin Luethi, centre, speaks to his players Roger Federer, left, of Switzerland, Stanislas Wawrinka, right, of Switzerland, after losing against Kazakhstan's Aleksandr Nedovyesov, and Andrey Golubev, not on image, during their doubles match of the Davis Cup World Group Quarterfinal match between Switzerland and Kazakhstan, at Palexpo, in Geneva, Switzerland, Saturday, April 5, 2014. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die grosse Frage: Welches Duo soll im Doppel den entscheidenden dritten Punkt einfahren? Bild: KEYSTONE

Schweizer Doppelpaarung gesucht

Davis-Cup-Captain Lüthi hat die Qual der Wahl: Auf das Naheliegende setzen oder der zweiten Garde den Vortritt lassen?

Die Schweiz steht nach zwei Siegen in den Einzeln mit einem Bein im Davis-Cup-Final. Und dennoch rauchen vor dem entscheidenden Doppel die Köpfe. Wer soll den dritten Punkt gegen Italien holen?



Die Tennis-Festspiele in der Genfer Palexpo-Halle haben am Freitag wie erhofft begonnen. Im mit 18'400 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel gewannen Roger Federer und Stanislas Wawrinka ihre beiden Einzelpartien im Davis-Cup-Halbfinal gegen Italien souverän in jeweils drei Sätzen.

«Das ist natürlich ein idealer Start», frohlockte Wawrinka nach seinem Sieg gegen Fabio Fognini. «Roger und ich haben beide solide gespielt und gewonnen. Nun haben wir alle Vorteile auf unserer Seite.» Stimmt. Nur noch ein Sieg und die Schweiz steht zum zweiten Mal nach 1992 (1:3 gegen die USA) im Davis-Cup-Final.

Switzerland's Davis Cup team captain Severin Luethi pauses during a news conference at Palexpo in Geneva September 9, 2014. Italy will play against Switzerland in their semi final Davis Cup match September 12 to 14, 2014. REUTERS/Denis Balibouse (SWITZERLAND - Tags: SPORT TENNIS HEADSHOT)

Severin Lüthi hat die Qual der Wahl. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Wenn möglich soll der dritte Sieg natürlich schon am Samstag im Doppel eingefahren werden. Ausgerechnet die grosse Schwäche soll es also richten – von den letzten zwölf Doppel-Partien im Davis Cup haben die Schweizer nämlich nur deren drei gewonnen.

Die grosse Frage stellt sich also: Wer soll für die Schweiz auflaufen? Captain Severin Lüthi hielt sich nach den beiden Einzeln bedeckt: «Wir haben uns noch nicht entschieden», sagte der Berner zunächst nur.

Umfrage

Welches Schweizer Duo soll im Davis-Cup-Halbfinal gegen Italien das Doppel bestreiten?

  • Abstimmen

37

  • Federer/Wawrinka49%
  • Federer/Chiudinelli8%
  • Federer/Lammer0%
  • Wawrinka/Chiudinelli11%
  • Wawrinka/Lammer0%
  • Chiudinelli/Lammer27%

Ein bisschen mehr war dann doch noch aus ihm rauszulocken: «Die 2:0-Führung gibt uns natürlich die Möglichkeit, mit Marco Chiudinelli und Michael Lammer anzutreten. Ein Taktieren im Hinblick auf den Final gibt es nicht, denn wir haben noch nicht gewonnen. Es muss einfach alles wohl überlegt sein.» Mit einem Schmunzeln fügte er an: «Jetzt wisst ihr mehr …»

Also bringen wir es auf den Punkt: Genau gesagt gibt es eigentlich nur folgende Optionen …

Federer/Wawrinka spielen

Obwohl die Weltnummern 3 und 4 im Sommer 2008 in Peking gemeinsam Olympiagold holten, gehören sie nicht zu den besten Doppelspielern der Welt. Auf der Tour konzentrieren sie sich fast ausschliesslich aufs Einzel, Doppel spielen «Fedrinka» höchstens noch unmittelbar nach einem Belagwechsel, um sich an die neue Unterlage zu gewöhnen.

Ihre Doppel-Bilanzen im Davis Cup seit 2004 sehen dann auch alles andere als rosig aus. Bei Federer ist sie mit 5:6 knapp negativ, bei Wawrinka mit 3:11 deutlich. Die letzten vier gemeinsamen Auftritte im Teamwettbewerb gingen allesamt verloren, zuletzt auch im Viertelfinal gegen Kasachstan.

FILE- In this Saturday, Aug. 16, 2008, file photo, Roger Federer, left, and Stanislas Wawrinka of Switzerland celebrate winning the men's tennis doubles gold medal at the Beijing 2008 Olympics in Beijing.  Roger Federer passed on carrying Switzerland's flag at his third straight Summer Olympics opening ceremony this week, so Wawrinka can have the honor in London on Friday, July 27, 2012 (AP Photo/Elise Amendola, File)

Sechs Jahre ist es her, seit Federer und Wawrinka ihren grössten Doppel-Triumph feierten. Bild: AP

Dennoch gibt es einen guten Grund, «Fedrinka» spielen zu lassen. Im Hinblick auf den möglichen Final wäre es sicher von Vorteil, wenn die beiden bis im November möglichst viele Doppel-Partien zusammen absolvieren können. Also auch gegen Italien. Vorausgesetzt, die beiden fühlen sich nicht zu müde und haben Lust, zu spielen.

Chiudinelli/Lammer spielen

Mit den Nummern 3 und 4 im Schweizer Davis-Cup-Team verfügt Severin Lüthi über eine Alternative, die vor allem beim Stand von 2:0 in die Bresche springen könnte. Das taten Maroc Chiudinelli und Michael Lammer in diesem Jahr bereits in Serbien, als die beiden beim 5:0-Sieg im Doppel den entscheidenden dritten Punkt holten.

Michael Lammer of Switzerland, right, and Marco Chiudinelli of Switzerland celebrate after winning the doubles final match against Jaroslav Levinsky of Czech Republic and Filip Polasek of Slovakia at the Suisse Open tennis tournament in Gstaad, Switzerland, Sunday, August 2, 2009. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Schattenmänner von Federer und Wawrinka bejubeln 2009 in Gstaad ihren Titel in der Doppelkonkurrenz. Bild: KEYSTONE

Chiudinelli und Lammer spielen deutlich häufiger Doppel als Federer und Wawrinka. 2009 gewannen die beiden in Gstaad überraschend den Titel, es blieb bisher allerdings ihr einziges Erfolgserlebnis auf höchster ATP-Stufe in der Doppelkonkurrenz.

Federer oder Wawrinka/Chiudinelli oder Lammer spielen

Möglich wäre auch ein Doppel mit einem Spieler aus den Top 2 und einem der beiden Ersatzmänner. Da käme wohl am ehesten die Paarung Wawrinka/Chiudinelli in Frage. Die beiden lieferten sich 2013 in der ersten Runde gegen Tschechien einen epischen Kampf mit Tomas Berdych und Lukas Rosol. Erst nach 7:01 Stunden mussten sich «Wawrinelli» mit 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 und 22:24 geschlagen geben.

Erfolgreicher zusammen gespielt haben Wawrinka und Lammer: 2013 fuhren sie im Abstiegsplayoff gegen Ecuador den entscheidenen dritten Punkt beim 4:1-Sieg ein. Doch auch Federer und Chiudinelli haben gemeinsame Doppelerfahrung. Beim Heimturnier in Basel treten sie immer wieder zusammen auf, zuletzt kamen sie in diesem Jahr beim Rasenturnier von Halle bis in den Final.

Switzerland's Stanislas Wawrinka, right, and Marco Chiudinelli, left, reacts after losing a point against Czech's Tomas Berdych and Lukas Rosol, during their doubles match of the Davis Cup World Group First Round match between Switzerland and Czech Republic, in Geneva, Switzerland, Saturday, February 2, 2013. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bittere Niederlage im Davis Cup 2013: «Wawrinelli» verlieren gegen Berdych/Rosol erst nach sieben Stunden.  Bild: KEYSTONE

Severin Lüthi hat also die Qual der Wahl. Doch am Ende werden wohl auch Federer und Wawrinka beim Entscheid ein Wörtchen mitreden. Fühlen sie sich fit genug? Oder geben sie Chiudinelli und Lammer die Chance, sich vor dem Heimpublikum zu profilieren? Spätestens eine Stunde vor Spielbeginn um 13 Uhr wissen wir mehr.

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

181
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

252
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

97
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

192
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

181
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

252
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

97
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

192
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.

Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …

Artikel lesen
Link zum Artikel