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ZUM DRITTEN GRAND-SLAM-TENNISTURNIER IN WIMBLEDON, GROSSBRITANNIEN, VOM MONTAG, 29. JUNI, BIS SONNTAG, 12. JULI 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Roger Federer of Switzerland, right, and Stan Wawrinka of Switzerland pose for a photograph prior to their men's singles quarterfinal match at the All England Lawn Tennis Championships in Wimbledon, London, Wednesday, July 2, 2014. (KEYSTONE/AP Photo/Pavel Golovkin)

Gibt es den Traumfinal? Stan Wawrinka und Roger Federer können in Wimbledon erst im Endspiel aufeinandertreffen.  Bild: AP

Wimbledon-Losfee mag Schweizer Männer lieber als Frauen: Federer und Wawrinka können erst im Final die Klingen kreuzen

Roger Federer beginnt seine Jagd nach der achten Wimbledon-Krone gegen den Bosnier Dzumhur, Stan Wawrinka startet am Montag gegen den Portugiesen Sousa. Die drei Schweizer Frauen erhielten schwierige Auftaktgegnerinnen.



Roger Federer und Stan Wawrinka dürfen mit der Auslosung für das am Montag beginnende prestigeträchtigste Grand-Slam-Turnier zufrieden sein. Vor allem der French-Open-Sieger, der in Wimbledon erstmals als Nummer 4 gesetzt ist und seinen ersten Halbfinal anstrebt, sind grössere Stolpersteine erspart geblieben. Er startet wie im Vorjahr gegen den Portugiesen Joao Sousa (ATP 45). In der zweiten Runde würde Victor Estrella Burgos aus der Dominikanischen Republik oder der Deutsche Benjamin Becker warten.

Die ersten Gesetzten wären gemäss Papierform der österreichische Jungstar Dominic Thiem und der Belgier David Goffin - alles andere als Rasenspezialisten. Ab dem Viertelfinal – wohl einer der beiden Vorjahres-Halbfinalisten Grigor Dimitrov oder Milos Raonic – würden die Gegner naturgemäss stärker. Im Halbfinal könnte es gegen Novak Djokovic zur Revanche für den Final in Paris kommen.

Stan Wawrinka of Switzerland (R) shakes hands with Novak Djokovic of Serbia after winning their men's final match at the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris, France, June 7, 2015.                REUTERS/Vincent Kessler

Novak Djokovic und Stan Wawrinka könnten sich im Wimbledon-Halbfinal wieder gegenüberstehen. Bild: VINCENT KESSLER/REUTERS

Auch Roger Federer kann am Dienstag ruhig ins Turnier starten. Den Bosnier Damir Dzumhur (ATP 87) hatte er vor einem Monat in der 3. Runde des French Open völlig im Griff. Dann könnte es allerdings für den 33-jährigen Basler tückischer werden. Mit den Amerikanern Sam Querrey und Jack Sock sowie dem spanischen Linkshänder Feliciano Lopez könnten hintereinander drei ausgesprochen aufschlagstarke Spieler warten. Der siebenfache Wimbledon-Champion hat jedoch in den letzten Jahren zur Genüge beweisen, dass er die Waffen dieser Service-Giganten zu entschärfen weiss. Im Viertelfinal könnte es zum Duell mit Tomas Berdych, im Halbfinal mit Rafael Nadal oder Andy Murray kommen. Auf Djokovic oder Wawrinka kann Federer erst im Final treffen.

Starke Erstrunden-Gegnerinnen für die Schweizerinnen

Die Schweizer Frauen müssen auf den Rasenplätzen im Südwesten Londons gleich von der ersten Minute an bereit sein. Die zuletzt überzeugende Belinda Bencic bekommt es am Montag mit Tsvetana Pironkova (WTA 44) zu tun. Die Bulgarin fühlt sich – ähnlich wie die als Nummer 31 erstmals gesetzte Ostschweizerin – auf Rasen ausgesprochen wohl. Pironkova erreichte in Wimbledon 2010 die Halb- und ein Jahr später die Viertelfinals. Das sind mit Abstand ihre besten Grand-Slam-Resultate. In der 2. Runde würde es für Bencic etwas einfacher, danach würde ein reizvolles Duell mit der in Basel domizilierten Ex-Nummer 1 Ana Ivanovic locken.

Tennis - Aegon International - Devonshire Park, Eastbourne - 25/6/15
Switzerland's Belinda Bencic in action during the quarter finals
Action Images via Reuters / Henry Browne
Livepic

Belinda Bencic erwartet eine Knacknuss zum Auftakt, dann wartet wohl Ana Ivanovic. Bild: Henry Browne/REUTERS

Timea Bacsinszky trifft auf die unberechenbare Deutsche Julia Görges (WTA 56). Die Waadtländer Halbfinalistin des French Open ist keine ausgesprochene Rasenspezialistin. In einer möglichen Drittrundenpartie gegen die deutsche Ass-Rekordhalterin Sabine Lisicki (27 Asse in Birmingham gegen Bencic) wäre die Weltnummer 15 sogar klare Aussenseiterin. Stefanie Vögele schliesslich müsste gegen Madison Keys (WTA 21) wieder einmal ein Exploit gelingen. Die 83 Positionen höher eingestufte Amerikanerin entwickelt sich zu einer eigentlichen Spezialistin für Schweizer Gegnerinnen. In Paris hat sie erst Bencic geschlagen und ist dann Bacsinszky unterlegen, in Eastbourne hat sie Anfang Woche gegen Bencic verloren.

Hammerlos für Djokovic

Nicht gerade gut meinte es das Los mit Titelverteidiger Novak Djokovic. Die Weltnummer 1, die in der Vorbereitung kein Rasenturnier bestritten hat, eröffnet das Turnier am Montag gegen Philipp Kohlschreiber. Als Nummer 33 ist der Deutsche der beste ungesetzte Spieler und auf Gras äusserst unangenehm. Vor zehn Tagen in Halle hat Roger Federer viel Glück gebraucht, um im Tiebreak des dritten Satzes siegreich zu bleiben. Etwas ruhiger kann es Lokalmatador Andy Murray gegen den Kasachen Michail Kukuschkin angehen lassen.

Bei den Frauen droht im Achtelfinal ein Duell zwischen den Schwestern Serena und Venus Williams. Beide haben an der Church Road schon fünfmal den Titel geholt. (dux/si)

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Nach dem Wimbledon-Drama: Novak Djokovic ist der Beste, doch Federer bleibt der Grösste

Er ist nahbar und charmant, aufrichtig und humorvoll. Bescheiden und doch selbstbewusst. Weltbürger und doch durch und durch Schweizer. Roger Federer spielt nicht nur Tennis – er ist zum Inbegriff dessen geworden. Daran ändert auch die dritte Final-Niederlage in Wimbledon gegen Novak Djokovic nichts. Die Analyse aus Wimbledon.

Alles sei gut. Er könne noch immer stehen. «Es wird zwar Zeit brauchen, das zu verdauen, aber ich habe den Beweis erbracht, dass es auch mit 37 noch nicht vorbei ist», sagt Roger Federer um 19.15 Uhr Londoner Zeit. Soeben hat er zum dritten Mal in seiner Karriere nach 2014 und 2015 einen Wimbledon-Final gegen Novak Djokovic verloren.

Doch noch nie war es so dramatisch wie in diesem Jahr. Federer verliert ein Spiel, das er nie hätte verlieren dürfen. Im Tiebreak des ersten Satzes verspielt er …

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