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Neue Details zum Tennis-Debüt von Hajar Abdelkader

Hajar Abdelkader sorgt in der Tennis-Welt aktuell für Schlagzeilen.
Hajar Abdelkader sorgt in der Tennis-Welt aktuell für Schlagzeilen.

«Wildcard hätte nicht vergeben werden dürfen»: Neue Details zum kuriosen Tennis-Auftritt

Der Auftritt von Hajar Abdelkader beschäftigt weiterhin die Tennis-Welt. Nach ihrem denkwürdigen Auftritt beim W35-Turnier in Nairobi haben sich nun die betroffenen Verbände dazu geäussert.
09.01.2026, 10:0009.01.2026, 10:00

Das W35-Turnier in Nairobi sorgt weiterhin unfreiwillig für Schlagzeilen. Hajar Abdelkader schien bei ihrem Profidebüt heillos überfordert und brachte kaum einen Aufschlag über das Netz. Ohne ein Game zu gewinnen, verlor die Ägypterin gegen die Weltnummer 1026 Lorena Schädel. Wenigstens konnte Abdelkader drei Punkte für sich entscheiden: Zweimal aufgrund eines Doppelfehlers von Schädel und ein weiteres Mal flog ein Return der Deutschen ins Aus.

Nur aufgrund einer Wildcard durfte die 21-Jährige überhaupt am Turnier in Kenia teilnehmen, da zuvor eine Spielerin kurzfristig absagte. Nun kommen aber neue Details ans Licht. Dia Nabil Loutfy, technischer Direktor des ägyptischen Tennisverbands, sagte gegenüber BBC: «Wir möchten klarstellen, dass sie weder beim ägyptischen Tennisverband registriert noch in einer unserer offiziellen Spielerlisten aufgeführt ist.» Auch stellte er klar, dass niemand vom Verband bei der Genehmigung oder Vergabe der Wildcard beteiligt war.

Diese Szenen gehen gerade viral.Video: YouTube/Tennis Advocate

Vor dem denkwürdigen Auftritt habe die Ägypterin angegeben, dass sie über «ausreichende Wettkampferfahrung» verfüge, erklärt der kenianische Tennisverband in einem Statement und sieht ein, dass Fehler gemacht wurden: «Im Nachhinein erkennt Tennis Kenya, dass diese Wildcard nicht hätte vergeben werden dürfen. Der Verband hat aus dieser Erfahrung gelernt und wird sicherstellen, dass sich ein derart seltener Vorfall nie wiederholt.»

In den sozialen Medien erntet Abdelkader viel Spott und scharfe Kritikfür ihre Leistung. Darum hat der kenianische Verband der 21-Jährigen Hilfe angeboten, falls sie diese benötigt: «Es handelt sich hier um einen jungen Menschen und angesichts der medialen Aufmerksamkeit, die das Match erhalten hat, ist es für ITF und Tennis Kenya wichtig, sicherzustellen, dass es beiden Spielerinnen gut geht. Die Verbände haben die Spielerinnen kontaktiert und ihre Unterstützung angeboten.» Mittlerweile ist das Turnier auch für Lorena Schädel zu Ende. Die 25-Jährige verlor in der zweiten Runde mit 4:6, 3:6 gegen die Chinesin Yufei Ren. (riz)

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