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epa06141502 Alexander Zverev of Germany in action against Denis Shapovalov of Canada during the ATP Rogers cup men's semi final in Montreal, Canada, 12 August 2017.  EPA/ANDRE PICHETTE

Der Deutsche Alexander Zverev kämpft gegen Federer um den Titel in Montreal.  Bild: EPA/EPA

Roger findet's «cool»: Federer spielt im Montreal-Final gegen Zverev

Im Final des Masters-1000-Turniers in Montreal kommt es heute zum Generationenduell. Roger Federer trifft auf den 20-jährigen Alexander Zverev. 



Zverev beendete im Halbfinal die Traumwoche des noch zwei Jahre jüngeren Kanadiers Denis Shapovalov, der sensationell Juan Martin Del Potro und vor allem Rafael Nadal ausgeschaltet hatte und sich in die Top 70 verbessern wird. Beim 6:4, 7:5-Erfolg erhielt Zverev die entscheidenden Breaks beider Sätze mit einem Doppelfehler auf dem Silbertablett serviert.

Darauf sollte er heute Abend (22.00 Uhr Schweizer Zeit) gegen Roger Federer besser nicht hoffen. Im Halbfinal gegen Robin Haase schlug der Schweizer äusserst überzeugend auf. Darüber zeigte er sich besonders erfreut. «In diesem Turnier war es ein Auf und Ab beim Service.» Zeitweise sei er gut gewesen, dazwischen aber auch wackelhaft. «Das mag ich nicht so. Ich möchte mich in den entscheidenden Momenten auf den Aufschlag verlassen können.» Deshalb gebe die Leistung gegen Haase viel Selbstvertrauen für den Final.

Ausserdem fühle er sich frisch und habe wenig Energie verbraucht. «Ich konnte die Punkte kurz halten und war am Netz sehr sauber.» Der Entscheid, nach Kanada zu reisen, habe sich auf jeden Fall bereits ausgezahlt.

Der Zverev von Halle oder von Perth?

In diesem Final ist Federer sicher der Favorit, auch wenn Zverev letzte Woche bereits in Washington triumphiert und auch seinen bisher einzigen Masters-1000-Final im Mai in Rom gewonnen hat. Das letzte Aufeinandertreffen im Final in Halle auf Rasen dominierte der 36-jährige Basler deutlich. Anfang Jahr in Perth setzte sich der Deutsche jedoch beim Hopman Cup in einer hochklassigen Partie durch. Für Federer war dies jedoch erst sein zweites Spiel nach der halbjährigen Verletzungspause.

Jetzt freut er sich auf das Generationenduell. «Solche Spiele sind ein Grund, warum ich noch spiele», erklärte er. «Das ist echt cool. Ich habe es enorm geschätzt, dass Agassi so lange spielte und ich so noch die Chance erhielt, öfter gegen ihn antreten zu können.» Federer weiss um die Stärke Zverevs, hofft aber dennoch, dass seine grössere Erfahrung in Finals ein möglicherweise entscheidender kleiner Vorteil sein könnte.

Die Chance, mit Lendl gleichzuziehen

Die vielen Gesichter des «Maestros»

Neben der Chance, sich mit einem Sieg in eine optimale Position zu bringen, um nächste Woche in Cincinnati die Nummer 1 zu werden, könnte Federer in Montreal mit dem 94. Turniersieg auch zu Ivan Lendl in der ewigen Bestenliste aufzuschliessen. Wie nach seinem achten Wimbledon-Titel betonte der Basler einmal mehr, dass er am Beginn seiner Karriere nie mit solchen Erfolgen gerechnet hätte.

«Ich habe ein Level erreicht, das ich nie für möglich gehalten hätte.» Jeder neue Titel sei ein «Thrill». Dafür spiele er Tennis, das Ranking sei eigentlich nebensächlich, es sei denn, man sei die Nummer 1. «Jetzt habe ich das Glück, dass beides in Reichweite ist.» Eine Legende wie Lendl einholen zu können, bezeichnete Federer als «fantastisch und cool.» (sda)

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