Bencic wird von Boulter nur kurz gefordert und steht souverän in der nächsten Runde
Bencic nach deutlichem Sieg in der nächsten Runde
Nach Stan Wawrinka erreicht am Australian Open auch Belinda Bencic die 2. Runde. Die Ostschweizerin zeigt sich bei ihrem 6:0, 7:5-Sieg gegen Katie Boulter souverän.
Die Weltnummer 10 Bencic musste gegen die Britin Boulter (WTA 113) ihren Aufschlag nur einmal abgeben und behielt auch im engeren zweiten Satz jederzeit die Kontrolle. Die Olympiasiegerin von 2021 und junge Mutter ist damit in diesem Jahr auch nach sechs Partien ungeschlagen.
Nach einem komplett einseitigen Startsatz fand Boulter, die vor einem Jahr noch die Nummer 23 der Welt war, deutlich besser ins Spiel. Zum 4:4 gelang ihr das einzige Break gegen den Aufschlag von Bencic. Die 28-jährige Ostschweizerin liess sich jedoch nicht aus der Spur bringen. Nach einem weiteren Break zum 6:5 servierte sie im Anschluss souverän zum Sieg - nach weniger als eineinhalb Stunden.
Bencic ist in der Weltrangliste den umgekehrten Weg gegangen zu Boulter, die Verlobte des australischen Top-Ten-Stars Alex de Minaur. Vor einem Jahr, beim ersten Grand-Slam-Turnier nach der Geburt von Tochter Bella, war die Schweizerin selber noch die Nummer 294 des WTA-Rankings.
In der 2. Runde trifft Bencic am Donnerstag auf die tschechische Qualifikantin Nikola Bartunkova (WTA 126). Die beiden haben noch nie gegeneinander gespielt.
Golubic in drei Sätzen ausgeschieden
Viktorija Golubic scheitert am Australian Open bereits in der 1. Runde. Die 33-jährige Zürcherin unterliegt der Französin Varvara Gracheva 1:6, 6:2, 1:6.
Die beiden in der Weltrangliste nahe beieinander klassierten Golubic (WTA 83) und Gracheva (WTA 77) lieferten sich um die Mittagszeit ein Duell mit viel Hin und Her. Am Ende behielt aber die gebürtige Russin in knapp eindreiviertel Stunden die Oberhand.
Golubic verpasste den Start bei sommerlichen Temperaturen komplett und verlor gleich die ersten fünf Games. Der zweite Satz verlief ausgeglichen bis zum 2:2, ehe die Schweizerin vier Spiele in Folge gewann. Dann riss der Faden allerdings plötzlich wieder. Im Entscheidungssatz musste sie in einem langen Game gleich ihr erstes Aufschlagsspiel abgeben und gewann am Ende kein Game mehr bei eigenem Service.
Gracheva belohnte sich für ihr risikoreicheres Spiel und gewann im vierten Duell der beiden zum dritten Mal - zum dritten Mal in drei Sätzen. Die acht Jahre jüngere Französin schlug doppelt so viele Winner (40:20) wie Golubic und machte damit die ebenfalls deutlich mehr unerzwungenen Fehler (35:23) wett.
Damit endet die Reise nach Down Under für die Schweizerin enttäuschend. Beim einzigen Vorbereitungsturnier in Hobart hatte sie in der 1. Runde der Qualifikation verloren. Im letzten Jahr hatte sie im achten Anlauf erstmals die 3. Runde des Australian Open erreicht, nun scheiterte sie zum achten Mal an der Startaufgabe.
Vorjahressiegerin mit viel Mühe weiter
Vorjahressiegerin Madison Keys bekundet Startschwierigkeiten, erreicht aber dennoch die 2. Runde.
Keys lag gegen die Ukrainerin Alexandra Olinikowa 0:4 zurück, ehe sie sich nach exakt 100 Minuten 7:6 (8:6), 6:1 durchsetzte. Im Tiebreak hatte die Weltranglisten-Neunte aus den USA gegen die Nummer 92 im Ranking noch einmal einen heiklen Moment zu überstehen. Sie gewann die Kurzentscheidung nach zwei abgewehrten Satzbällen.
Sinner und Musetti profitieren von Aufgaben
Der Titelverteidiger Jannik Sinner kam in seinem ersten Ernstkampf der Saison im Eiltempo zum Sieg. Der Franzose Hugo Gaston musste beim Stand von 6:2, 6:1 für den Italiener nach 68 Minuten verletzungsbedingt aufgeben. Er war im ersten Satz gestürzt, die genaue Natur der Verletzung war jedoch nicht auf Anhieb ersichtlich.
Auch Sinners als Nummer fünf gesetzter Landsmann Lorenzo Musetti profitierte von der Aufgabe seines Gegners. Der Belgier Raphaël Collignon warf an einem heissen Sommertag bei 1:2-Satzrückstand im vierten Durchgang wegen Krämpfen das Handtuch.
Monfils verliert in der 1. Runde
Gaël Monfils wird nach diesem Jahr seine Karriere beenden. Bei seiner letzten Australian-Open-Teilnahme muss der Franzose bereits nach der ersten Runde die Segel streichen. Gegen den australischen Qualifikanten Dane Sweeny verliert Monfils mit 7:6, 5:7, 4:6, 5:7. Die Partie dauerte fast vier Stunden.
