Die besten Bilder der Australian Open 2026
Emotionaler «Stan the Man» Wawrinka an seinen letzten Australian Open weiter
Wawrinka in Runde 2
Stan Wawrinka steht bei seinen 20. und letzten Australian Open erstmals seit fünf Jahren in der 2. Runde. Zum Auftakt schlug der Waadtländer 5:7, 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) den Serben Laslo Djere (ATP 92).
Der 40-jährige Wawrinka, der seine Karriere Ende Jahr beenden wird, war nach dem auf ärgerliche Weise verlorenen Startsatz klar der bessere Spieler und setzte sich in 3:20 Stunden durch. In den letzten drei Jahren hatte er in Melbourne jeweils in der 1. Runde verloren, 2022 war er verletzt.
Dank einem soliden Tiebreak gelang es Wawrinka, einen fünften Satz zu vermeiden, nachdem er 2023 und 2024 über die Maximaldistanz und vor einem Jahr 7:5 im vierten Satz verloren hatte. Bereits im ersten Satz hatte der Champion von 2014 einen Satzball, den er nicht nutzen konnte. Danach reduzierte er das Risiko – und die Fehlerquote – ein wenig und wurde dafür belohnt.
«Es war ein lange Reise», sagte Wawrinka, der vor zwanzig Jahren erstmals an den Australian Open antrat, im Platz-Interview. «Ich habe so viele gute Erinnerungen», so der Turniersieger 2014 und an die Fans gerichtet: «Der einzige Grund, warum ich immer noch hier bin, ist eure Liebe. Vielen Dank!»
Da er gut aufschlug, auch wenn der erste Service nicht ganz so oft kam wie erhofft (nur 50 Prozent), reichten im zweiten und dritten Durchgang jeweils ein Break. Im vierten Satz nutzte Wawrinka seine ersten Chancen nicht und geriet zwischenzeitlich 2:4 in Rückstand.
Thoughts on Stan Wawrinka
— Tim Preston (@TimmyTebrows) January 19, 2026
1. Legend
2. Appreciate this final run
3. Legend
4. US OPEN is going to be insane for his final ride and it’s must watch TV. The crowd is going to be bonkers
5. Legend.
Respect the Stanimal forever. One of the best tennis players of all time. pic.twitter.com/SenVzQ1PGF
Generell war die Quote bei den Breakbällen miserabel – nur drei von achtzehn konnte er verwerten. Damit machte sich Wawrinka das Leben schwerer, als nötig, zeigte sich aber am Ende auch physisch stark und stabil. Das freute auch die 5000 Fans auf dem viertgrössten Court im Melbourne Park.
Nun bekommt der dreifache Grand-Slam-Sieger, der als Nummer 139 der Welt von einer Wildcard profitiert, einen zweiten Auftritt bei seinem Abschied von Australien. Gegner ist überraschend nicht der als Nummer 17 gesetzte Jiri Lehecka, sondern der Qualifikant Arthur Géa (ATP 198). Der Franzose setzte sich in drei Sätzen durch.
Waltert ausgeschieden
Die Schweizer Tennisspielerin Simona Waltert (WTA 87)) blieb in der 1. Runde der Australian Open chancenlos. Die Bündnerin unterlag der Weltnummer 4 Amanda Anisimova 3:6, 2:6.
Nachdem sie sich je einmal für die French Open und Wimbledon qualifiziert hatte, stand Simona Waltert in Melbourne erstmals direkt im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Dort hatte sie kein Losglück. Anisimova war eine Nummer zu gross und geriet in genau einer Stunde nie in Bedrängnis.
Auf dem zweitgrössten Platz des Melbourne Park startete Waltert nervös und musste gleich ein Break hinnehmen, konnte die Partie aber zum 2:2 noch einmal ausgleichen. Einen zweiten Aufschlagverlust konnte sie allerdings nicht mehr wettmachen.
Generell bekundete Waltert grosse Mühe mit Anisimovas starkem Aufschlag. Die genutzte Breakchance früh im ersten Satz blieb ihre einzige. Im zweiten Durchgang geriet sie erneut vom ersten Game an ins Hintertreffen, ein zweites Break der letztjährigen Finalistin in Wimbledon und an den US Open zum 1:4 war mehr als eine Vorentscheidung.
Djokovic souverän
Mehr als zwei Monate Pause hatte Novak Djokovic seit seinem letzten Ernstkampf, als er Anfang November in Athen zu seinem 101. ATP-Turniersieg gekommen war. In der 1. Runde war von mangelnder Matchpraxis allerdings nichts zu sehen. Gegen den Spanier Pedro Martinez (ATP 71) gewann der Grand-Slam- und Australian-Open-Rekordsieger aus Serbien 6:3, 6:2, 6:2 ohne ernsthaft gefordert zu werden. 49 Winner standen weniger als halb so viele einfache Fehler gegenüber, eine Breakchance musste er keine abwehren.
Auger-Aliassime gibt auf
Ein Drama spielte sich auf dem zweitgrössten Court der Melbourne Arena ab. Der Kanadier Félix Auger-Aliassime, nach einem starken Ende der letzten Saison die Nummer 8 der Welt, musste gegen den Portugiesen Nuno Borges (ATP 46) nach dem verlorenen dritten Satz das Handtuch werfen – wegen Krämpfe.
«Das habe ich noch nie erlebt», erklärte der ratlose zweifache Sieger der Swiss Indoors. Zum Start des Turnieres ist es in Australien sehr heiss.
Jubiläumssieg für Gauff
Keine grosse Mühe mit ihrer ersten Hürde hatte Coco Gauff. Die an Nummer drei gesetzte Amerikanerin gewann gegen die neu für Usbekistan startende Russin Kamila Rachimowa (WTA 93) mit 6:2, 6:3 und feierte im Alter von 21 Jahren bereits ihren 75. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Gauff, die ihre Aufschlagbewegung umgestellt hat, konnte sich dabei auch sieben Doppelfehler leisten. (ram/sda)
