Fux, du hast das Gold gestohlen! Walliser wird Junioren-Weltmeister im Slalom
Im Riesenslalom war Giuliano Fux undankbarer Vierter geworden. Im Slalom gelang ihm in Norwegen im zweiten Durchgang eine grosse Aufholjagd. Zur Halbzeit lag der 20-Jährige nur an achter Stelle, doch ein Konkurrent nach dem anderen scheiterte im Final an seiner Bestzeit.
«Unglaublich, mir fehlen die Worte», sagte Fux. Es sei ein schwieriger Kurs gewesen und er habe einfach versucht, sein Bestes zu geben.
Halbzeit-Leader Luca Carrick-Smith nahm 2,35 Sekunden Vorsprung auf Fux mit in die Entscheidung. Doch im zweiten Lauf schied der Brite aus. Silber ging an dessen jüngeren Bruder Freddy Carrick-Smith, der sich Fux um 0,33 Sekunden geschlagen geben musste. Bronze holte Maximilien Hoder aus dem starken US-Team, das die Ränge drei bis fünf belegte.
Im Weltcup kam der 20-jährige Fux bislang noch nicht zum Einsatz. Mit seinem Titelgewinn hat er sich einen Startplatz beim Weltcupfinal nächste Woche im norwegischen Hafjell gesichert. «Ich werde mit meinen Trainern besprechen, ob ich dort antreten werde», sagte er.
Mit Aymeric Hannart auf Rang 11 und Luis Stucky auf Rang 15 klassierten sich zwei weitere Schweizer in den Top 15. Für eine Medaille fehlte ihnen rund eine Sekunde. Mehr Schweizer waren nicht am Start.
Nachfolger von Lenz Hächler
Für den Nachwuchs von Swiss-Ski war es zum Abschluss der Titelkämpfe in Narvik die dritte Medaille. Im Super-G hatte der Schwyzer Sandro Manser Silber gewonnen, im Mixed-Team-Parallel-Wettbewerb resultierte Bronze. Zum Schweizer Quartett gehörte auch Fux, zusammen mit Dania Allenbach, Sue Piller und Jack Spencer.
Der letzte Schweizer Junioren-Weltmeister im Slalom vor Fux hiess Lenz Hächler. Der Zuger siegte vor zwei Jahren in Frankreich. (ram/sda)
