DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Mit Rang 6 zufrieden: Tom Lüthi.
Mit Rang 6 zufrieden: Tom Lüthi.Bild: Semedia

Tom Lüthi: «Er fuhr wie auf Schienen, bei mir rutschte es ständig»

Charisma und Sicherheit sind wieder weg. Tom Lüthi (28) hatte in Barcelona keine Chance auf einen Podestplatz oder gar einen Sieg und musste sich mit Platz 6 begnügen. Er sagt, warum das so ist. 
14.06.2015, 16:5314.06.2015, 17:07
Klaus Zaugg, Barcelona

watson: Was hat in Barcelona zum Podestplatz oder zum Sieg gefehlt?
Tom Lüthi:
 Die Abstimmung der Maschine. Ich war auf der Fahrt zum 5. Platz hier näher am Limit als bei meinem Sieg in Le Mans. 

Sie kämpften hier mehr mit der eigenen Maschine als mit den Gegnern? 
Ja, so ist es. Es war ein ständiger Kampf. Ich bin anfänglich hinter Johann Zarco gefahren (der spätere Sieger – die Red.) und da habe ich gesehen, dass es einfach nicht reicht. Er fuhr wie auf Schienen. Bei mir rutschte es ständig und ich war nicht dazu in der Lage, ihm zu folgen. Ich bin erschrocken, als ich nach dem Rennen bei der Auswertung des Bordcomputers die Ausschläge der Federung sah. 

Aegerters Problem: Die Abstimmung
watson: Nur Rang 9, was war das Problem?
Dominique Aegerter: 
Die Abstimmung der Maschine. Die haben wir hier nicht ganz hinbekommen. Das gehört eben auch zum Rennsport. 
Verbrauchen Sie mit Ihrem Fahrstil die Reifen stärker als Ihre Konkurrenten?
Nein. Es ist ein Problem der Abstimmung. 
Sie testen am Montag hier wieder einen MotoGP-Boliden von Kawasaki. Was erwarten Sie? 
Die Maschine, die ich diese Saison bereits einmal getestet habe, war eigentlich nicht konkurrenzfähig. Jetzt kommt das Team mit einem neuen Fahrwerk und einem neuen Motor nach Barcelona. Ich bin gespannt. 

Bei Ihrem Sieg in Le Mans und in Mugello, als Sie führten und stürzten, war die Abstimmung der Maschine perfekt. Und jetzt diese Probleme. Es ist fast wie ein Filmriss ...
... ja, ja, ich weiss, worauf Sie hinauswollen. 

Ja? Sagen Sie es. 
Sie suchen einen Zusammenhang zwischen meinem Sturz in Mugello und den Problemen hier. 

Ja, da liegen Sie richtig. Rennfahren ist ja immer auch Kopfsache und es ist sicherlich nicht ganz einfach, über einen Sturz hinwegzukommen, der einem wahrscheinlich den Sieg gekostet hat. 
Machen Sie sich keine Sorgen. Ich bin im Kopf topfit. Den Zusammenhang gibt es nicht. 

Der Sturz in Mugello ist verarbeitet, sagt Tom Lüthi.
Der Sturz in Mugello ist verarbeitet, sagt Tom Lüthi.Bild: Semedia

Aber trotzdem bleibt die Frage, warum Sie die Abstimmung nicht hingekriegt haben. Bei den beiden vorangegangenen Rennen und Le Mans und Mugello war alles perfekt. 
Es hängt mit den besonderen Verhältnissen hier in Barcelona zusammen. Es ist uns einfach nicht gelungen, eine perfekte Abstimmung zu finden. Das kann passieren, das gehört zum Rennsport. 

Dann sind Sie letztlich froh, dass es trotzdem zu einem 5. Platz gereicht hat? 
Ja. Trotz der Schwierigkeiten ist es gelungen, Punkte zu holen und uns gegenüber dem Training (Platz 10 – die Red.) zu verbessern. Darauf können wir aufbauen und die Tests hier am Dienstag kommen gerade recht. 

Die Schweizer Fahrer in der Moto2-WM 2015

No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Novak Djokovic steht vor einem Scherbenhaufen in Millionenhöhe
Lässt sich Tennisspieler Novak Djokovic nicht gegen das Coronavirus impfen, entgeht ihm Preisgeld in Millionenhöhe. Sein grösster Sponsor Lacoste lässt durchblicken, dass er Djokovic fallen lassen wird.

Am Donnerstag in den frühen Morgenstunden legt das Bundesgericht Australiens im Fall Novak Djokovic die schriftliche Urteilsbegründung vor. Es ist der letzte formale Akt. Der serbische Tennisspieler war am Montag aus Australien abgeschoben worden, nachdem es das Gericht als erwiesen betrachtet hatte, der Serbe werde in Australien als «Ikone für Impfgegner» gesehen und stelle damit eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Zwei Stunden später reiste Djokovic über Dubai nach Belgrad aus.

Zur Story