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Tadej Pogacar sicherte sich im Jahr 2020 beim Abschlusszeitfahren auf der Planche de Belles Filles auf den letzten Metern den Gesamtsieg. Am Freitag, 8. Juli, findet dort wieder eine Bergankunft statt.
Tadej Pogacar sicherte sich im Jahr 2020 beim Abschlusszeitfahren auf der Planche de Belles Filles auf den letzten Metern den Gesamtsieg. Am Freitag, 8. Juli, findet dort wieder eine Bergankunft statt.Bild: IMAGO / Panoramic International

3 Ausflugstipps zur Tour de France – wie du das Rennen aus der Schweiz verfolgen kannst

Vom 8. bis 10. Juli wird das bedeutendste Radrennen der Welt in der Nähe von Basel, in Lausanne und im Wallis durchrauschen. Wir verraten die besten Standorte, um live dabei zu sein.
03.07.2022, 18:1003.07.2022, 19:01
Pascal Ritter / ch media

An zwei Tagen rollt die Tour de France durch die Schweiz. Am 9. Juli ist Lausanne (VD) Zielort, am 10. Juli starten die Teilnehmer des wichtigsten Radrennens in Aigle (VD). Schon am Freitag, 8. Juli, erklimmen die Radfahrer die Planche des Belles Filles. Diese legendäre Bergankunft ist von Basel oder Solothurn in einem Tagesausflug zu erreichen. Hier zeigen wir, wo man die Tour am besten erleben kann.

8. Juli: Tagesausflug in die Vogesen

Die erste und auch spektakulärste Möglichkeit, die Tour de France von der Schweiz aus zu sehen, ist ein Ausflug ins nahe Frankreich. Am Freitag, dem 8. Juli, endet die siebte Etappe in Planche des Belles Filles, einem Skiort in den Vogesen nördlich der Stadt Belfort. Weil am Ziel noch ein besonderer Schotterabschnitt höher hinauf als in anderen Jahren führt, heisst das Ziel nun «La super planche des belles filles».

Das Ziel ist von Basel via Mülhausen mit dem Auto in unter zwei Stunden zu erreichen. Von Solothurn aus dauert die Fahrt via Jura rund zweieinhalb Stunden.

Für sehr sportliche Velofahrer wäre auch eine Fahrt von Basel aus denkbar. Allerdings legt man auf Hin- und Rückfahrt von Basel bis zum Zielort mehr Kilometer (gegen 200) zurück als die Profis, die an diesem Tag 176.3 Kilometer unter die Felgen nehmen. Es empfiehlt sich dabei, die Stadt Belfort zu umfahren.

Die Werbekarawane, welche den Sportlern vorausfährt und allerlei T-Shirts und Gratismüsterli verteilt, wird für 15.45 Uhr erwartet. Die Fahrer werden frühestens um 17.15 Uhr auf der Planche des Belles Filles sein.

Mit dem Velo lohnt sich auch die Fahrt von Belfort zur Ortschaft Plancher-les-Mines. Von dort aus kann man den Originalaufstieg fahren. Hin- und Rückfahrt von Belfort aus belaufen sich auf 60 Kilometer. Es lohnt sich, früh vor Ort zu sein, weil die Strasse erfahrungsgemäss auch für Velos gesperrt werden, wenn die Profis näherkommen.

Auch mit dem Auto muss die Anfahrt frühzeitig erfolgen, da für die Tour schon lang vor der Ankunft der ersten Fahrer einige Strassen gesperrt werden. Zudem sind Parkplätze schnell belegt.

Mit dem öffentlichen Verkehr gestaltet sich die Anreise leider als zu schwierig.

9. Juli: Ankunft in Lausanne

Am Samstag, dem 9. Juli, ist das Ziel in Lausanne. Die Ziellinie befindet sich beim Parc des Sports auf einem Hügel im Norden der Stadt. Die Ankunft dürfte spektakulär sein, weil die letzten Kilometer durch die steilen Strassen der Innenstadt Lausannes führen. Um 15.40 wird die Werbekarawane erwartet, um 17.15 Uhr rechnen die Organisatoren frühestens mit der Ankunft der ersten Fahrer.

Vorfreude: Eine Dekoration mit dem gepunkteten Bergtrikot und dem gelben Leadertrikot in Lausanne. Die Waadtländer Hauptstadt wird am 9. Juli Gastgeber der Tour de France sein.
Vorfreude: Eine Dekoration mit dem gepunkteten Bergtrikot und dem gelben Leadertrikot in Lausanne. Die Waadtländer Hauptstadt wird am 9. Juli Gastgeber der Tour de France sein.Bild: keystone

Die Hauptstadt des Kantons Waadt scheut keinen Aufwand, um Radsportbegeisterte anzulocken. Im Ziel kann man das Rennen schon ab dem Start in Dole um 13.05 Uhr auf grossen Bildschirmen verfolgen. Zudem gibt es neben dem Zielraum sechs weitere Plätze, wo es ein kulturelles und kulinarisches Angebot gibt (Place de la Navigation, St-François, Flon, Chauderon, Beaulieu, Stade Olympique de la Pontaise). Die Lausanner Behörden empfehlen die Anreise per Bahn.

Das Rennen kann auch ausserhalb Lausannes verfolgt werden. Um 15.45 Uhr sollen die Ersten Fahrer die Schweizer Grenze überqueren, wo sie als erstes am Lac de Joux entlangfahren, der ebenfalls einen Ausflug wert wäre. Aber: dort rasen die Fahrer unglaublich schnell durch.

Die Tour de France in der Romandie.
Die Tour de France in der Romandie.

10. Juli: Start und Schlussaufstieg an einem Tag

Am Sonntag startet die Tour um 12.30 im waadtländer Ort Aigle, wo sich das Zentrum des Weltradsportverbandes UCI befindet. Hier kann man zuschauen, wie sich die Fahrer für den Start aufreihen. Vorne die Trikotträger, dahinter das ganze Feld. Auf dem Marktplatz wird zudem ein Rahmenprogramm geboten.

Die Region um Aigle ist ein Veloparadies: der Franzose Rudy Molard vom Team Groupama-FDJ während der fünften und letzten Etappe, einem 15,8 km langen Zeitfahren zwischen Aigle und Villars bei der Tour de Romandi am 1. Mai 2022.
Die Region um Aigle ist ein Veloparadies: der Franzose Rudy Molard vom Team Groupama-FDJ während der fünften und letzten Etappe, einem 15,8 km langen Zeitfahren zwischen Aigle und Villars bei der Tour de Romandi am 1. Mai 2022.Bild: keystone

Von Aigle aus führt die Rennstrecke in einer Schlaufe am Genfersee entlang, dann über Bulle in die Berge, wo es auf dem Col des Mosses und dem Col de la Croix Bergpreispunkte gibt. Beide Gipfel sind attraktiv, um sich das Rennen von dort anzusehen. Hier sei aber ein anderer Punkt empfohlen.

Nach dem Start in Aigle bleibt nämlich genug Zeit, um sich zum Schlussaufstieg zu begeben. Das Ziel der Etappe liegt auf der anderen Seite des Rhonetals in Châtel les portes du soleil. Kurz vor dem Zielort gibt es einen Bergpreis auf dem Pas de Morgins. Dort werden die Fahrer zwischen 17.17 und 17.50 erwartet.

Am Pas de Morgins gibt es einen Bergpreis.

Von Aigle nimmt man dazu den Zug R26 bis Route de Morgins, von wo aus man nach einem kurzen Fussmarsch die ersten Kehren der Strasse Richtung Morgins erreicht. Damit befindet man sich bereits am Schlussanstieg, der am meisten Spannung verspricht. Denn bei Bergankünften versuchen die Fahrer die entscheidenden Sekunden herauszuholen, welche sie dem Sieg ein kleines Stückchen näher bringen.

Mit dem Velo ergibt sich von Aigle aus eine schöne 25-Kilometer-Bergfahrt zum Bergpreis am Pas de Morgins.

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