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Torhueter Massimo Colomba freut sich mit seinen Mitspielern ueber das von ihm geschossene 1:0 fuer den FC Aarau beim Auf-/Abstiegsspiel des FC Aarau gegen den FC St. Gallen am Samstag, 26. April 2003 in Aarau. (KEYSTONE/Dorothea Mueller)

Seine Teamkollegen feiern Aarau-Goalie Massimo Colomba nach dem Goalie-Goal. Bild: Keystone

Unvergessen

Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und Aarau unabsteigbar bleiben

26. April 2003: Torhüter Massimo Colomba schiesst den FC Aarau per Auskick zum Sieg gegen den FC St.Gallen im heimischen Brügglifeld. Der FCA bleibt ein weiteres Jahr unabsteigbar.



Wir schreiben den 26. April 2003. Es läuft die letzte Saison der alten Nationalliga A, bevor aus ihr im Sommer die Super League werden wird. Zum letzten Mal wird im alten Modus mit Finalrunde und Auf-/Abstiegsrunde gespielt.

Der FC Aarau empfängt im Spitzenkampf ebendieser Auf-/Abstiegsrunde den FC St.Gallen. Bei den beiden Traditionsvereinen herrscht akute Existenzangst. Die Reduktion von zwölf auf zehn Teams in der höchsten Schweizer Spielklasse ist beschlossene Sache.

Torhueter Massimo Colomba freut sich mit Marco Walker ueber das von ihm geschossene 1:0 fuer den FC Aarau beim Auf-/Abstiegsspiel des FC Aarau gegen den FC St. Gallen am Samstag, 26. April 2003 in Aarau. (KEYSTONE/Dorothea Mueller)

Torhüter Colomba wird von Teamkollege Marco Walker auf Händen getragen. Bild: Keystone

Anders als die zu dieser Zeit erfolgsverwöhnten Ostschweizer ist für die Rüebliländer die Abstiegsrunde seit Mitte der 90er Jahre zur Routine geworden. Doch trotz der Dauerkarte auf den unteren Tabellenplätzen konnte sich der FCA stets im Oberhaus halten. Auch finanziell war der Klub in Schieflage geraten – der Konkurs ist im Jahr 2003 ein wahrscheinliches Szenario.

Razzetti sieht alt aus

Da kommen die Ereignisse an jenem Frühlingstag im Aarauer Brügglifeld gerade recht. Knapp eine Woche nach Ostern legt FCA-Torhüter Massimo Colomba seinem Gegenüber Stefano Razzetti mit einem sehenswerten Torhüter-Tor ein verspätetes Osterei.

Colomba – für seine weiten Abschläge bekannt – kickt das Leder weit in die gegnerische Platzhälfte, wo es erst kurz vor dem Strafraum auf dem Boden aufkommt. Razzetti, der viel zu weit vor seinem Gehäuse steht, bemerkt zu spät, dass sich das Runde – über seinen Kopf hinweg – auf direktem Weg ins Eckige befindet. Er kann nur noch zusehen, wie der Ball im Netz zappelt und ihn, den sonst so sicheren St.Galler Keeper, uralt aussehen lässt.

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Das Goalie-Goal von Colomba im Video. Video: streamable

Der FCA siegt dank Colombas Goalie-Goal mit 1:0 und marschiert danach unüblich souverän in Richtung Klassenerhalt. Die Auf-/Abstiegsrunde gewinnen die Aargauer mit einem Vorsprung von vier Punkten auf Verfolger St.Gallen und bleiben damit für ein weiteres Jahr unabsteigbar. Auch der drohende Konkurs wird in letzter Minute abgewendet.

Bild

Schlusstabelle der Auf-/Abstiegsrunde 2002/2003. Bild: Screenshot football.ch

Für Colomba, der erst auf diese Saison hin von Neuenburg Xamax nach Aarau wechselte, ist es das erste und einzige Tor seiner Laufbahn. Er unterschreibt 2008 bei den Grasshoppers und beendet seine Karriere als Nummer 2 beim FC Basel. Dort arbeitet er immer noch, als Torhütertrainer. Die Aarauer bleiben bis 2010 unabsteigbar, dann folgt erstmals seit 1981 der Gang in die Zweitklassigkeit. 2015 steigen sie zum zweiten Mal aus der obersten Spielklasse ab. In dieser Saison liegt der FCA beim Coronavirus-Unterbruch nur auf dem enttäuschenden 8. Rang.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 26.04.2019 08:12
    Highlight Highlight Da war der FC Aarau noch unabsteigbar :) auch wenn man da schon knorzig gespielt hat.
    • Super8 26.04.2020 11:02
      Highlight Highlight "Knorzig". Gibt es ein schöneres Wort :-))

      Mittlerweile spielt der FCA aber eher ein "vorne hui-hinten pfui" Fussball. Ist spassig zum zuschauen, aber nicht erfolgreich.


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