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epa07883845 Golden State Warriors guard Stephen Curry (2-L), Klay Thompson (2-R), Warriors forward Draymond Green (L), and Warriors guard D?ïAngelo Russell (R) pose for a photo  during the Golden State Warriors 2019-20 season Media Day at the Chase Center, the new home of the Golden State Warriors in San Francisco, California, USA, 30 September 2019.  EPA/JOHN G. MABANGLO

Da war die Stimmung noch gut: Green, Curry, Thompson und Russell vor der Saison. Bild: EPA

Wie die Golden State Warriors zum miesesten Team der NBA mutierten

Die letzten fünf Jahre waren die Golden State Warriors das Mass aller Dinge. Nun ist das Team um Superstar Stephen Curry auf dem Weg, den Rekord für den grössten Absturz in der NBA-Geschichte zu brechen.



Gerade Mal fünf Siege holten die erfolgsverwöhnten Golden State Warriors aus den ersten 28 Spielen der Saison. Sie sind damit das schlechteste Team in der NBA. Was für ein Unterschied zu den letzten Jahren, als die Mannschaft dreimal den Titel gewann und zweimal im Final verlor! In den Meistersaisons 2014/15 und 2016/17 mussten die «Krieger» in der gesamten Qualifikation 15 Mal als Verlierer vom Platz, 2015/16 sogar nur neun Mal – wohl ein Rekord für die Ewigkeit.

Nun also ist Golden State auf dem Weg in die andere Richtung. Machen die Warriors so weiter, werden sie einen unrühmlicheren Rekord aufstellen: Die grösste Minus-Entwicklung von einer Saison auf die nächste. Aktuell halten diese zweifelhafte Ehre die Cleveland Cavaliers von 2010/11. Sie schnitten nach dem ersten Abgang von LeBron James 42 Siege schlechter ab (von 61 auf 19 Siege).

FILE - In this Aug. 26, 2019, file photo, the Golden State Warriors championship banners hang above the seating and basketball court at the Chase Center in San Francisco. Stephen Curry knows how different this season will be. He realizes how many aren't even considering the Golden State Warriors a for-sure contender following five straight trips to the NBA Finals. No Kevin Durant. No Andre Iguodala. No Shaun Livingston. And that's just to name a few of the departed players who made such key contributions to the franchise's recent runs of success. There's a new arena. In another city, no less, with the Warriors moving from Oakland across San Francisco Bay to a sparkling new Chase Center. (AP Photo/Eric Risberg)

Wann wohl der nächste Meistertitel unters Dach der neuen Halle gehängt werden kann? Bild: AP

Saisonkarte nichts mehr für den kleinen Mann

Auch wenn der aktuelle Rückschlag erklärbar ist, kommt er zum schlechtesten Zeitpunkt. In diesem Sommer dislozierten die Golden State Warriors von ihrer alten Arena in Oakland 30 Kilometer über die Bucht von San Francisco in das neue Chase Center. Der Wechsel sorgte für viel Kritik. Aus dem von Arbeitern und der Mittelklasse dominierten Oakland mit einer äusserst treuen und lautstarken Fanbasis zogen die Warriors ins reiche San Francisco mit der höchsten Dichte an Milliardären pro Einwohner weltweit.

Die Milliarden-Investitionen in das Chase Center wurden ohne Mittel der öffentlichen Hand gestemmt, nun muss das Geld wieder hereinkommen. Entsprechend wurden die Ticketpreise massiv erhöht, wer seine Saisonkarte erneuern wollte, musste eine Mitgliedschaft kaufen – für durchschnittlich 15'000 Dollar. Kein Wunder, fühlen sich die einfachen und treuen Fans ausgeschlossen.

Trotzdem wird in dieser ersten Saison jedes Heimspiel mit 18'064 Zuschauern ausverkauft sein. Zumindest auf dem Papier. Ob dann alle auch weiterhin kommen, fragt sich angesichts der Resultate. Die Spiele machen nämlich keinen Spass. Nur zwei Heimspiele haben die Warriors gewonnen, oft lagen sie schon früh hoffnungslos in Rückstand.

Durant weg, Curry verletzt, Thompson verletzt

Die Gründe für den Absturz sind schnell gefunden. Sie zeichneten sich schon vor dem Start in die Saison ab. Mit Kevin Durant wechselte einer der vier Superstars nach Brooklyn und Klay Thompson braucht mindestens bis Februar, ehe er nach einem Achillessehnenriss wieder einsatzfähig ist. Als sich dann noch im Oktober Stephen Curry die Hand brach, war das Unheil nicht mehr abzuwenden. Der zweifache MVP und Dreipunkte-Spezialist wird voraussichtlich ebenfalls im Februar auf das Parkett zurückkehren.

epa08030173 Golden State Warriors guards Klay Thompson (L) and Stephen Curry (R) watch from the bench during the second half of their NBA game against Chicago Bulls at Chase Center in San Francisco, California, USA, 27 November 2019.  EPA/JOHN G. MABANGLO SHUTTERSTOCK OUT

Thompson (links) und Curry sind zum Zuschauen verdammt. Bild: EPA

Die Aussichten für den weiteren Verlauf der Saison sind also ausgesprochen düster. Auch mit der Rückkehr Thompsons und Currys dürfte es zu spät sein, um sich noch für die Playoffs zu qualifizieren. Damit stellt sich die Frage: Wie weiter? Abschenken, um als schlechtestes Team im nächsten Draft einen jungen Topspieler aussuchen zu können?

Chance für die Jugend

«Auf keinen Fall», entrüstete sich Warriors-Besitzer Joe Lacob. «Das würde gegen alles sein, für das wir stehen.» Es gäbe aber durchaus Beispiele, wo dies eine letztlich erfolgreiche Taktik war. Die San Antonio Spurs manövrierten sich 1997 mehr oder weniger absichtlich in diese Position und wählten Tim Duncan aus – den späteren Superstar, der San Antonio in der Folge zu fünf Meistertiteln führte. Vielleicht wäre es also vielversprechend, Thompson und Curry bei deren Rückkehr zu schonen und nicht zu forcieren. Ob das die Käufer teurer Tickets für die neue Arena goutieren würden, darf allerdings bezweifelt werden.

So oder so ist die aktuelle Krise aber auch eine Chance. Die jungen Ergänzungsspieler erhalten nun viel Einsatzzeit und die Möglichkeit, sich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wenn dann Curry und Thompson auf die nächste Saison erholt und fit zurückkehren und dazu ein herausragender College-Spieler das Team weiter verstärkt, stehen die Chancen nicht so schlecht, dass die Warriors ab dem kommenden Jahr wieder auf positivere Rekordjagd gehen als im Moment. (ram/sda)

11 klassische Curry-Rezepte, die du unbedingt beherrschen solltest

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roaming212 18.12.2019 21:36
    Highlight Highlight Thompson wird kaum im Februar zurückkehren, kenne keinen NBA-Spieler der nach einem ACL nicht mindestens ein ganzes Jahr ausgesetzt hat.
  • Hugeyun 18.12.2019 19:37
    Highlight Highlight Die hätten nicht nach San Francisco ziehen einen. Furchtbar dieser Ruf nach Geld
  • albie wright 18.12.2019 19:11
    Highlight Highlight Guter Artikel. Nicht auszuschliessen dass die Dubs eben gerade auf einen Top Pick hoffen. Zu retten ist eh nichts mehr
  • Bruno S.1988 18.12.2019 18:47
    Highlight Highlight Draymond Green ist der grösste Looser in dieser Situation. Letzte Saison gegen Durant hatte er noch eine grosse klappe und hat ihn rausgeekelt mit sprüchen wie "wir waren auch ohne dich schon stark, wir brauchen dich nicht um zu gewinnen". Wie es aussieht braucht es dich auch nicht, Draymond Grenn, damit die Warriors gewinnen. Es braucht Curry und Thompson. Green ist überbewertet. Nur die mega offence rund um curry, thompson und durant konnte seine defensiven Defizite überdecken.
    • Baron Swagham IV 18.12.2019 19:51
      Highlight Highlight Ein Ring, eine 73:9 Saison mit Final Niederlage die durch eine Sperre gegen ihn begünstigt wurde ist nicht total mies
  • MyPersonalSenf 18.12.2019 18:30
    Highlight Highlight Na ja die letzten Jahre war ich mit warriors gut bedient, aber die 49ers machten Sorgen... nun ist es genau umgekehrt... beides geht wohl nicht 😂
    • Baron Swagham IV 18.12.2019 18:59
      Highlight Highlight Evt Bosa als Forward und Jimmy Gesus als Point Guard🤔
      Umgekehrt könnte Green back up Full Back werden für die letzten Spiele vor den Play Offs
  • Baron Swagham IV 18.12.2019 17:46
    Highlight Highlight Die kommen wieder. Komm allerdings gut klar damit wenn es dezent weniger splasht. Ich bin mehr für trash talk und slam dunk.
    Ich verstand nicht wieso man Russell holt anstelle von einem Forward. Ja, Klay verletzt und Durant kann man nicht 1:1 ersetzen. Trotzdem, da wäre das Geld besser angelegt gewesen.
  • Boogie 18.12.2019 16:53
    Highlight Highlight Das ist eben das schöne an der NBA. Kein Team kann sich für immer an der Spitze halten. Alle paar Jahre werden die Karten neu gemischt. Nicht wie im Fussball, wo immer die gleichen Vereine die Meisterschaft unter sich ausmachen.
    Die Warriors Ticketpreise sind allerdings wirklich eine Frechheit. Das war schon in den letzten paar Jahren so.
    • Lagovai 18.12.2019 18:09
      Highlight Highlight Bin eher Freund des Hard Salary Caps wie in der NFL oder NHL. Das System mit der Luxury Tax und der somit möglichen Super Teams ist weniger nach meinem Geschmack. Mit dem Hard Cap ist die Durchmischung der Top Teams noch besser und spannender.
  • Kloddz 18.12.2019 16:38
    Highlight Highlight Und direkt unter dem Artikel "11 klassische Curry-Rezepte, die du unbedingt beherrschen solltest" - der Algorithmus funktioniert 1a.
  • R10 18.12.2019 16:35
    Highlight Highlight Curry und Thompson sollten nicht mehr gross eingesetzt werden. Die Warriors sollten dieses Übergangsjahr nehmen und den Draft nutzen. Die nächste Draft class ist zwar relativ Guard-lastig, aber sie könnten zB einen dieser Top-Guards draften und Russel für einen Big man traden.

    Die anderen Franchises sollten diese Saison jedenfalls besser geniessen, den nächstes Jahr werden die Warriors mit gesunden Splash-Brothers, Green und einem Top-Pick defenitiv zurückschlagen.
    • Baron Swagham IV 18.12.2019 17:43
      Highlight Highlight Eric Paschall könnte was werden. Allerdings mit knapp 2m auch kein riesen PF
    • Pianovilla 18.12.2019 18:35
      Highlight Highlight @Baron Swagham: Ja, mir gefällt EP7 auch sehr gut. Cool, kriegt er nun mehr Einsatzzeiten als vorher erwartet.
      Bin gespannt, wie sich Smailagic entwickelt, wenn er denn mal fit ist. Ich fand die Oracle Arena immer wirklich cool, ein richtiger Heimspieltempel. Das Chase Center hab ich bisher nicht besucht.
    • Baron Swagham IV 18.12.2019 18:57
      Highlight Highlight Money Talks. Siehe Raiders🤷‍♂️
      Bedauernswert
  • Ricardo Tubbs 18.12.2019 16:34
    Highlight Highlight und die warriors bandwagon fans kennen keinen spieler mehr und sind ins bucks lager gewechselt auf diese saison :-)
    • Frida Kahlo 18.12.2019 17:07
      Highlight Highlight Ich bin in den 90ern dem Bulls Hype-Zug aufgestiegen, hätte danach wohl auch besser mal das Lager gewechselt, aber naja was soll ich machen, einmal Bulls immer Bulls.

      genau so wenig komme ich von den Chicago Bears, Cups und Blackhawks weg....aber das ist wieder eine andere Geschichte.
    • Baron Swagham IV 18.12.2019 17:41
      Highlight Highlight Wuhuuuuu auch ein Bulls, Cubs etc Fan🙏
      Um 2010 gabs immerhin einige gute Bulls Momente. Aber Lager wechseln? Nääää, der einzige Fanartikel von einem anderen Team ist ein "we the north" welches ich geschenkt erhielt.

      @Riccardo
      Oder zurück bei den Lakers
    • Amadeus 18.12.2019 18:05
      Highlight Highlight Bei mir warens die Seattle SuperSonics. Irgendwie wurde ich aber nicht so warm mit dem Team als die Franchise nach Oklahoma wechselte. Seitdem bin ich fanmässig heimatlos 😣
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