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Zum Start der Rad-Saison ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Noemi Rüegg

CYCLING WOMENS TOUR DOWN UNDER, Swiss cyclist Noemi Ruegg celebrates after claiming the overall lead during the Women s Stage 2, Unley to Willunga Hill of the 2025 Women s Tour Down Under professional ...
Rüegg feiert ihren Sieg in Australien im Vorjahr.Bild: imago-images.de

Zum Start der Rad-Saison ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Noemi Rüegg

Mit der Tour Down Under beginnt am Samstag für die Frauen und am Dienstag für die Männer traditionell in Australien die World-Tour-Saison der Radprofis.
16.01.2026, 10:5616.01.2026, 10:56

Das bei den Männern sechs Etappen umfassende Rennen rund um Adelaide mit einem Prolog zum Auftakt ist das erste von 36 in der höchsten Serie des Strassenradsports. Der Kalender bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie schon 2025 umfasst die World Tour 21 Eintages- und 15 Etappenrennen.

Revolutionärer Ansatz der Tour de Suisse

Die markanteste Änderung betrifft die Tour de Suisse. Während die Rundfahrt der Männer künftig nur noch über fünf Etappen führt, wird jene der Frauen um eine Etappe verlängert. Neu finden beide Austragungen parallel statt, mit identischen Strecken und jeweils Start und Ziel am selben Ort. Dieses Konzept soll die Veranstaltung kompakter, publikumsfreundlicher und finanziell tragender machen.

An ihrem angestammten Platz im Kalender ändert sich trotz der strukturellen Anpassungen nichts. Die Tour de Suisse endet weiterhin rund zwei Wochen vor dem Start der Tour de France der Männer, dem unbestrittenen Saisonhöhepunkt nebst den Weltmeisterschaften Ende September, die in diesem Jahr in der kanadischen Metropole Montreal stattfinden.

Alle gegen Pogacar

Bei der Frankreich-Rundfahrt, der wichtigsten der drei Grand Tours über drei Wochen, dürfte sich einmal mehr alles auf das Duell zwischen Vorjahressieger Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard zuspitzen. Der Däne fährt zudem erstmals auch den Giro d'Italia.

In den grossen Klassikern nimmt erneut Mathieu van der Poel die Rolle des Hauptkonkurrenten von Weltmeister Pogacar ein. In den letzten drei Jahren haben der Niederländer und der Slowene zusammen 13 der 15 Siege in den fünf Monumenten des Radsports – darunter Paris-Roubaix und die Flandern-Rundfahrt – unter sich ausgemacht.

Ronde van Vlaanderen 2025 - Men Elite OUDENAARDE, BELGIUM - APRIL 06 : Van Der Poel Mathieu NED of Alpecin-Deceuninck and Pogacar Tadej SLO of UAE Team Emirates - XRG pictured during the 109th edition ...
Pogacar (links) und van der Poel überliessen der Konkurrenz nur wenige Rennen.Bild: www.imago-images.de

Rüegg und Schmid im Fokus

Von den ganz grossen Namen ist beim Saisonauftakt in Australien keiner am Start. Bei den Frauen führt die Vorjahressiegerin Noemi Rüegg das Teilnehmerinnenfeld an, mit Petra Stiasny ist noch eine zweite Schweizerin gemeldet. Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser und Allrounderin Elise Chabbey steigen dagegen erst später in die Saison ein.

Bei den Männern vertreten Joel Suter vom Schweizer Team Tudor und Landesmeister Mauro Schmid aus der einheimischen Equipe Jayco AlUla die Schweizer Farben. Der Zürcher Schmid sorgte im vergangenen Jahr für den einzigen Schweizer World-Tour-Sieg, als er das Cadel Evans Great Ocean Road Race unweit von Melbourne gewinnen konnte.

Nur noch Quintett mit World-Tour-Status

Nach dem Wechsel von Stefan Küng von Groupama-FDJ zum Schweizer ProTeam Tudor Pro Cycling um Mitbesitzer Fabian Cancellara umfasst die Schweizer Fraktion mit World-Tour-Status nur noch fünf Fahrer – zehn weniger als noch vor vier Jahren und neun weniger als 2017, dem Jahr nach dem Rückzug der Schweizer Equipe IAM Cycling.

Immerhin verfügt das ambitionierte Tudor-Team, das strukturell mit dem Gros der 18 World-Tour-Teams mithalten kann, über eine starke nationale Basis: Gleich neun Schweizer stehen unter Vertrag, darunter mit Küng und Marc Hirschi zwei Fahrer von internationalem Topformat.

Die Teams und Schweizer FahrerInnen 2026

World Tour – die 18 Teams:
Alpecin-Premier Tech (BEL/Silvan Dillier)
Astana (KAZ)
Bahrain-Victorious (BRN)
Decathlon (FRA/Stefan Bissegger)
EF Education-EasyPost (USA)
Groupama-FDJ (FRA/Johan Jacobs)
Ineos Grenadiers (GBR)
Jayco-AlUla (AUS/Mauro Schmid)
Lidl-Trek (USA)
Lotto Intermarché (BEL)
Movistar (ESP)
NSN Cycling (SUI)
Picnic PostNL (NED)
Red Bull Bora-Hansgrohe (GER)
Soudal Quick-Step (BEL)
UAE Team Emirates (UAE/Jan Christen)
Uno-X Mobility (NOR)
Visma-Lease a Bike (NED)

epa12231676 Swiss rider Silvan Dillier (R) of Alpecin - Deceuninck pulls the peloton during the 7th stage of the Tour de France cycling race over 197km from Saint Malo to Mur-de-Bretagne, France, 11 J ...
Silvan Dillier wird man wohl erneut oft an der Spitze des Feldes sehen.Bild: keystone

Pro-Teams, u.a.:
Pinarello Q36.5 (SUI/Matteo Badilatti, Fabio Christen)
Solution Tech Nippo Rali (ITA/Alexandre Balmer)
Tudor (SUI/Robin Donzé, Robin Froidevaux, Marc Hirschi, Stefan Küng, Fabian Lienhard, Joel Suter, Roland Thalmann, Yannis Voisard, Fabian Weiss)

Die Schweizer World-Tour-Fahrerinnen:
Steffi Häberlin (SD Worx-Protime/NED)
Elise Chabbey (FDJ-Suez/FRA)
Petra Stiasny (Human Powered Health/USA)
Marlen Reusser (Movista/ESP)
Linda Zanetti (Uno-X Mobility/NOR)
Noemi Rüegg (EF Education-Oatly/USA)

(ram/sda)

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