Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pawel Kotschetkow

Für Pawel Kotschetkow ist die Rundfahrt zu Ende. Bild: ltdl.com.my

Auf der Jagd nach tollen Bildern

Vom Winde verweht – Veloprofi nach Unfall mit tief fliegendem Heli im Spital

Für den russischen Velorennfahrer Pawel Kotschetkow endet die Tour de Langkawi in Malaysia vorzeitig. Gerade als er dem Feld davon fahren will, gerät er in den Luftstrudel eines Fernseh-Helikopters und stürzt – sein Schlüsselbein ist gebrochen.



Die Tour de Langkawi gerät sehr selten auf den Radar der Sportfans. Das Rennen in Malaysia ist bei den grossen Teams höchstens deshalb einigermassen beliebt, weil dort in der Regel das Wetter besser ist als in Europa und es sich bei Sonne einfach leichter pedalen lässt als bei Regen und Kälte.

Ein unfassbarer Zwischenfall während der 7. Etappe am Mittwoch sorgt nun dafür, dass das Rennen auch von europäischen Radsportfans beachtet wird. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel setzt sich der Russe Pawel Kotschetkow aus dem Feld ab, er will den Flüchtling Ho Junrong stellen. Das Vorhaben gelingt, das Duo fährt nun gemeinsam ein wenig voraus.

Da passiert es. Ein Helikopterpilot fliegt so nahe an die beiden Velorennfahrer heran, dass eine Menge Staub aufgewirbelt wird. Der Singapurer Ho hat Mühe, die Strasse vor sich zu sehen, kollidiert mit Kotschetkow, die beiden gehen zu Boden.

Pawel Kotschetkow

Ho (links) und Kotschetkow werden nach dem Sturz betreut. Bild: ltdl.com.my

Tour auch für den Helipiloten zu Ende

Die Konsequenzen für den Russen: zwei Tage vor seinem 28. Geburtstag bricht er sich das Schlüsselbein. Weil der Bruch kompliziert sei, müsse er noch etwa zwei Wochen zuwarten, bis er operiert werden könne, sagte der Medienbeauftragte seines Teams Katjuscha gegenüber «Cyclingnews».

Genesungswünsche des österreichischen Teamkollegen Marco Haller.

Nicht nur für Unglücksrabe Kotschetkow ist die Tour de Langkawi zu Ende. Der Helikopterpilot wurde für den Rest des zehntätigen Etappenrennens ausgeschlossen.

Auch an der Tour de France

Wer nun denkt, dass sich so ein Zwischenfall bloss an zweitklassigen Rennen in der Radsport-Provinz Malaysia ereignen kann, der täuscht sich. An der Tour de France 2011 knallte der Fahrer eines Begleitautos des französischen Fernsehens seitwärts in zwei Fahrer einer Fluchtgruppe. Der Holländer Johnny Hoogerland hob spektakulär ab und landete in einem Stacheldrahtzaun.

Video: Youtube/William DeWitt

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

René Fasel: «Ich wollte auch Lukaschenko in die Augen schauen»

Die Bilder sind um die Welt gegangen und haben eine Welle der Empörung ausgelöst: Hockey-Weltpräsident René Fasel (70) umarmt Alexander Lukaschenko, den letzten Diktator Europas. Nun spricht René Fasel erstmals offen über diese Begebenheit und sagt, warum er nach Weissrussland gereist ist, was er dort getan hat und ob eine Weltmeisterschaft noch möglich ist.

War Ihnen bewusst, was Ihr Besuch in Minsk auslösen könnte?René Fasel: Ja sicher war mir bewusst, wie heikel die Reise nach Minsk ist.

Warum sind Sie zusammen mit Ihrem Generalsekretär Horst Lichtner das Risiko dieser Reise eingegangen?2017 ist die WM 2021 mit nur einer Stimme Differenz zu der Bewerbung von Finnland Weissrussland und Lettland zugesprochen worden. Bereits 2014 hatten wir die WM in Minsk ausgetragen und sie wurde ein grosser Erfolg. Die politische Situation seit den Wahlen im …

Artikel lesen
Link zum Artikel