DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In einer spektakulären Final-Partie behält das Schweizer Team gegen Russland die Oberhand.
In einer spektakulären Final-Partie behält das Schweizer Team gegen Russland die Oberhand.
Bild: EPA/KEYSTONE
Coup gegen Russland

Die Schweizer Curlerinnen schnappen sich auch den Europameister-Titel

Binia Feltscher und ihre Curlerinnen schaffen an der EM in Champéry den Coup. Acht Monate nach dem Gewinn des WM-Titels in Kanada lassen sie sich auch als Europameisterinnen feiern.
29.11.2014, 12:5829.11.2014, 15:07

In einem spektakulären Final mit vielen Szeneriewechseln siegten Christine Urech, Franziska Kaufmann, Vizeskip Irene Schori und Skip Binia Feltscher zum zweiten Mal in Folge die starken, in den neun Vorrundenspielen ungeschlagenen Russinnen, die Europameisterinnen von 2012 um Skip Anna Sidorowa. In der Playoff-Partie um den direkten Einzug in den Final hatten die Schweizerinnen 6:5 gewonnen, im Final setzten sie sich 8:7 durch.

Skip Binia Feltscher führt die Schweiz gegen Russland zum Final-Triumph.
Skip Binia Feltscher führt die Schweiz gegen Russland zum Final-Triumph.
Bild: KEYSTONE

Die Entscheidung fällt im 8. End

Im 5. End des Finals, der einige Fehler, aber auch zahlreiche überragend gespielte Steine brachte, gerieten die Schweizerinnen durch ein Zweierhaus erstmals in Rückstand (2:3). Sie reagierten jedoch umgehend mit einem Zweier. Nach einem unfreiwilligen Einer der Russinnen im 7. End zum 4:4 gewannen die Schweizerinnen den Vorteil des letzten Steins bei unentschiedenem Spielstand zurück. 

Und diesen Vorteil nützten sie im «verrückten» 8. End weidlich aus. Obwohl Sidorowa mit ihrem ersten Versuch zwei im Zentrum liegende Schweizer Steine hatte entfernen können, notierte das Team Schweiz unter dem Jubel des Publikums zuletzt vier Punkte zur entscheidenden 8:4-Führung. Die Russinnen kamen noch bis auf zwei Steine heran, konnten aber im 10. End nichts mehr ausrichten. Der letzte Punkt für die Russinnen zum 7:8 war nicht relevant, nachdem Feltscher mit ihrem letzten Versuch nur einen von zwei russischen Steinen hatte entfernen müssen.

Feltscher ist endgültig aus dem Schatten von Ott getreten

Feltschers Equipe sicherte dem Schweizer Frauencurling den sechsten EM-Titel der Geschichte und den ersten seit 2008, als die Davoser Crew der mittlerweile zurückgetretenen Mirjam Ott im schwedischen Örnsköldsvik triumphiert hatte.

Mirjam Ott hat das Schweizer Frauenteam jahrelang erfolgreich angeführt.
Mirjam Ott hat das Schweizer Frauenteam jahrelang erfolgreich angeführt.
Bild: INTS KALNINS/REUTERS

Vor den Spielerinnen des CC Flims war es in der 35-jährigen Geschichte der Frauen-WM erst vier Teams gelungen, im gleichen Kalenderjahr sowohl WM-Gold als auch EM-Gold zu gewinnen. Feltscher und ihre Crew stehen nun in einer Reihe mit dem Schweizer Team von Basel Albeina (Gaby Casanova/1979), den Norwegerinnen um Dordi Nordby (1990) sowie den schwedischen Formationen von Elisabet Gustafson (1992) und Anette Norberg (2005).

Binia Feltscher ist nun endgültig aus dem langen Schatten der erfolgreichsten Schweizer Curlerin Mirjam Ott getreten, an deren Seite sie noch 2006 als Nummer 3 in Turin Olympia-Silber gewonnen hatte. (dux/si)

Mehr zum Thema

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Gut-Behrami wird beim Saison-Auftakt in Sölden nur von Shiffrin geschlagen

Lara Gut-Behrami und Mikaela Shiffrin liefern sich beim Saisonauftakt in Sölden ein Duell auf Augenhöhe - mit dem besseren Ende für die 26-jährige Amerikanerin, die ihren 70. Weltcupsieg mit knappem Vorsprung vor der Tessinerin holt.

Lara Gut-Behrami und Mikaela Shiffrin lieferten sich in Sölden ein Duell auf Augenhöhe. Die Riesenslalom-Weltmeisterin aus dem Tessin lag nach halbem Pensum um zwei Hundertstel vor ihrer amerikanischen Konkurrentin. Auch am Nachmittag führte bei der letzten Zwischenzeit rund zehn Sekunden vor dem Ziel noch immer Gut-Behrami, mit allerdings nur gerade einem Hundertstel Vorsprung.

Am Ende fehlten ihr 0,14 Sekunden zu ihrem 33. Triumph im Weltcup und dem dritten in Sölden nach 2016 und 2013. Platz …

Artikel lesen
Link zum Artikel