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Marco Odermatt jubelt im Ziel über seinen Sieg.
Marco Odermatt jubelt im Ziel über seinen Sieg. Bild: keystone

«Bin schon etwas überrascht» – Marco Odermatt gewinnt auch den Riesenslalom in Val d'Isère

11.12.2021, 14:45

Marco Odermatt verblüfft weiter. Nach vielen Wochen im Speed-Modus demonstriert der Nidwaldner bei der Rückkehr auf die Riesenslalom-Ski gleich wieder seine Stärke und siegt auch in Val d'Isère.

«Ich bin schon etwas überrascht. Es funktioniert einfach. Aber das muss man geniessen. So einen Flow hat man nicht immer und ich hatte das Glück, dass ich ihn schon paar mal in meiner Karriere haben konnte.»
Marco Odermattsrf

Auf der «Face de Bellevarde», und damit auf einer Piste, die in der jüngeren Vergangenheit den Schweizern oftmals nicht gewogen war, war Marco Odermatt eine Klasse für sich. Der 24-Jährige triumphierte mit 0,59 Sekunden Vorsprung vor Alexis Pinturault, dem letztjährigen Gesamt- und Riesenslalom-Weltcupsieger aus Frankreich, der sein Heimrennen nur allzu gerne gewonnen hätte.

Doch Pinturault blieb wie Manuel Feller deutlich das Nachsehen. Der Rückstand des Österreichers betrug gar schon 1,24 Sekunden auf Odermatt. Dieser carvte im Finaldurchgang bei schwierigen Pistenbedingungen und leichtem Schneefall höchst souverän zu seinem siebten Sieg im Weltcup.

Vierter Triumph in einem «Riesen»

Vier dieser Triumphe gelangen dem Nidwaldner im Riesenslalom, vor Sölden schwang er im vergangenen Winter in Santa Caterina und Kranjska Gora obenaus. Vor neun Tagen gewann Odermatt zudem auch den ersten von zwei Super-G in Beaver Creek.

«Es war meine bisher schlechteste Vorbereitung auf ein Rennen, mit diesen zwei Monaten nur auf den Speed-Ski. Und wegen des Wetters habe ich nicht gut trainiert. Aber ich habe trotzdem immer an mich geglaubt und gedacht: ‹Du kannst ja Riesen fahren.›»
Marco Odermattsrf

Neben Odermatt zeigten weitere Schweizer vor allem im zweiten Durchgang starke Leistungen. So Loïc Meillard, der sich von Position 16 in den 7. Rang verbesserte. Damit kam er nach enttäuschendem Saisonstart zu seiner ersten Top-15-Platzierung in diesem Olympia-Winter.

Auch Justin Murisier schaffte den Sprung in die ersten zehn. Der Walliser stiess am Nachmittag um elf Positionen auf den 9. Platz vor.

Justin Murisier machte im zweiten Lauf elf Plätze gut.
Justin Murisier machte im zweiten Lauf elf Plätze gut.Bild: keystone

Laufbestzeit für Tumler

Der noch grössere Sprung nach vorne gelang Thomas Tumler. Diesem war im ersten Lauf bei schwierigen Pistenbedingungen mit der hohen Startnummer 49 überraschend der Vorstoss in den 29. Rang gelungen. Dieser war der Ausgangspunkt für seinen Exploit am Nachmittag, wo der 32-jährige Bündner im Klassement dank Laufbestzeit gar 15 Positionen gutmachte und 14. wurde. Besser klassiert war Tumler im Riesenslalom zuletzt Mitte Dezember 2018 als Neunter in Alta Badia.

Leicht rückwärts ging es im Finaldurchgang hingegen für Gino Caviezel (vom 15. auf den 17. Platz) und Daniele Sette (von 21 auf 23).

Am Sonntag steht in Val d'Isère der erste Slalom der Weltcup-Saison 2021/22 auf dem Programm. Der Start zum ersten Lauf erfolgt um 9.30 Uhr. (dab/sda)

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