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Karriere von Nicole Schmidhofer steht nach Horrorsturz auf der Kippe

Helfer versuchen Nicole Schmidhofer nach ihrem Sturz aus den Netzen zu befreien.
Helfer versuchen Nicole Schmidhofer nach ihrem Sturz aus den Netzen zu befreien.bild: screenshot srf

Alle Bänder im Knie gerissen – Schmidhofers Karriere steht nach Horrorsturz auf der Kippe

21.12.2020, 17:2721.12.2020, 17:27

Die Österreicherin Nicole Schmidhofer verletzt sich bei ihrem schweren Sturz in der Weltcup-Abfahrt am Freitag in Val d'Isère wesentlich schwerer als angenommen. Die behandelnden Ärzte sprachen am Montag von einem Verrenkungsbruch des linken Kniegelenks, der das Zerreissen aller Bänder zur Folge gehabt habe. Vorerst hatte die Diagnose auf Kreuzband- und Seitenbandriss gelautet.

Ob eine Karriere im Spitzensport weiter möglich sei, könne momentan nicht schlüssig beantwortet werden. Schmidhofer selber denkt nicht ans Aufhören.

Schmidhofer gerät aus dem Gleichgewicht und durschneidet das erste Fangnetz.Video: YouTube/SKI News

«Es ist ein abgestuftes Versorgungskonzept notwendig. Wir werden zuerst einmal versuchen, den Knochen wieder in die optimale Form zu bringen, zu stabilisieren und dann einen Teil der Bänder zu versorgen», sagte Dr. Michael Plecko, der ärztliche Leiter am AUVA-Spital in Graz. Erst nach einer Regenerationsphase könnten die weiteren Bandstrukturen rekonstruiert und in fünf bis zehn Wochen mit einer Arthroskopie das vordere und hintere Kreuzband versorgt werden.

«Ich bin sehr gut versorgt. Mir geht es gut», sagte Schmidhofer bei einer Video-Konferenz aus dem Krankenbett. Die 31-jährige Steirerin gab sich kämpferisch. Der Gedanke an schnelle Schwünge lasse sie nicht an ein Karriereende denken. Auf dem Weg zurück wolle sie sich keinen Druck machen, im Grazer Spital in der Nähe ihrer Heimat fühle sie sich in guten Händen. «Ich möchte in acht, vielleicht zehn Monaten wieder skifahren.» (pre/sda/apa)

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