Weniger Verletzte, mehr Siege: Swiss-Ski baut neue Gesundheits-Abteilung auf
Die neue Abteilung soll Garantin für die bestmögliche Betreuung der Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski sein. «Leider ist es eine Tatsache, dass im Verlauf einer Saison rund ein Fünftel unserer gut 300 Kaderathletinnen und Kaderathleten aufgrund von Verletzungen und Krankheiten zumindest temporär nicht einsatzfähig ist», sagt Walter Reusser, Co-CEO Sport von Swiss-Ski. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diesen Wert und damit das Wohl unserer Athletinnen und Athleten in den kommenden Jahren deutlich zu verbessern», so Reusser.
Um das Ziel zu erreichen, wird bei Swiss-Ski das Thema Gesundheit künftig breiter gefasst. Mit der neuen Abteilung «Health & Performance» will der Verband dem Anspruch gerecht werden, Sportmedizin und Sportwissenschaft noch besser zu verzahnen.
Swiss-Ski hat sich sowohl im Bereich Forschung und Entwicklung als auch im Bereich sportmedizinische Betreuung eine führende Stellung erarbeitet. «Nun wollen wir uns noch umfassender um die physische und mentale Gesundheit und damit auch um die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten kümmern», sagt Reusser.
Eine Kapazität als Leiter
Die Leitung der Abteilung übernimmt Prof. Dr. Jörg Spörri. Der 45-jährige Bewegungswissenschaftler wirkte zuletzt als Leiter Forschung Sportmedizin an der Universitätsklinik Balgrist und als Titularprofessor an der Universität Zürich. Reusser bezeichnet ihn als «einen der weltweit führenden Experten im Bereich Schneesport-Verletzungen und Prävention».
Vor seiner akademischen Laufbahn war Spörri selber Skirennfahrer. Im Jahr 2000 wurde er an den Junioren-Weltmeisterschaften Vierter in der Abfahrt und fuhr im Europacup.
Der im Toggenburg wohnende Glarner engagierte sich auch über 15 Jahre in der Trainerausbildung und ist nebenberuflich immer noch als (Nachwuchs-)Trainer tätig. Spörri arbeitete nach seiner Promotion an der Universität Salzburg bereits zwischen 2012 und 2014 für Swiss-Ski – damals als Leiter Entwicklung. (ram/sda)
