Ukraine
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Friedensgespräche abgebrochen

Die USA erwägen nun offenbar doch Waffenlieferung an die Ukraine



Die USA könnten die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise doch mit Waffenlieferungen unterstützen. US-Aussenminister John Kerry und US-Generalstabschef Martin Dempsey seien bereit, darüber zu sprechen, berichtete die «New York Times» am Sonntag unter Berufung auf Regierungsvertreter. 

epa04598051 United States Secretary of State John Kerry (pictured) speaks during a press conference with Canadian Foreign Minister John Baird and Mexican Foreign Secretary Jose Antonio Meade at historic Faneuil Hall in Boston Massachusetts, USA 31 January 2015. Secretary of State Kerry is hosting the North American Ministerial trilateral meeting.  EPA/ARAM BOGHOSIAN

John Kerry, Aussenminister der USA. Bild: ARAM BOGHOSIAN/EPA/KEYSTONE

Auch die Sicherheitsberaterin von Präsident Barack Obama, Susan Rice, erwäge, ihren Widerstand gegen die Bereitstellung von Waffen aufzugeben. Am Montag werde ein unabhängiger Bericht der Regierung in Washington empfehlen, der Ukraine unter anderem Schutzwaffen, Spähdrohnen und Panzerabwehrraketen im Wert von drei Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen.

Die Gefechte im Osten der Ukraine gingen unterdessen mit unverminderter Härte weiter. Die Kämpfe dauerten an allen Frontabschnitten an, teilten Medien in Kiew mit. Mindestens 28 Soldaten und 22 Zivilisten seien zuletzt getötet worden, hiess es. 

Hoffnungen auf einen Waffenstillstand hatten sich zuvor zerschlagen. Das Treffen der Kontaktgruppe in der weissrussischen Hauptstadt Minsk wurde am Samstagabend nach nur vier Stunden abgebrochen. 

Gefechte gehen weiter

Die abgebrochenen Friedensgespräche im weissrussischen Minsk sollen rasch wieder aufgenommen werden. Das forderten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der französische Staatschef François Hollande am Sonntag.

German Chancellor Angela Merkel addresses the audience of the Global Alliance for Vaccines and Immunisation (GAVI) conference in Berlin January 27, 2015.   REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS HEALTH TPX IMAGES OF THE DAY)

Setzt sich für eine rasche Lösung in der Ukraine ein: Angela Merkel.  Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Sie riefen die prorussischen Separatisten auf, die Gespräche in Minsk nicht zu blockieren. Russland müsse in diesem Sinne auf die Rebellen einwirken. Es gehe jetzt darum, einen dauerhaften Waffenstillstand zu ermöglichen, hiess es nach einem Telefonat der drei Politiker.

Das erste Treffen der sogenannten Kontaktgruppe seit mehr als einem Monat war am Vortag gescheitert. Nach fast vierstündigen Gesprächen warfen sich die Vertreter der Konfliktparteien gegenseitig vor, eine Einigung mit «ultimativen Forderungen» verhindert zu haben.

Die Abgesandten hatten unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) versucht, sich in den Fragen einer Feuerpause und eines Rückzugs schwerer Waffen zu einigen.

Ukranian military vehicles are seen driving on the road towards the town of Artemivsk, Ukraine, Sunday, Feb. 1, 2015. Fighting between government and Russian-backed separatist forces in eastern Ukraine has intensified in recent days as rebels seek to encircle the town of Debaltseve, which hosts a strategically important railyway hub. (AP Photo/Petr David Josek)

Es wird weiter gekämpft in der Ukraine. Bild: Petr David Josek/AP/KEYSTONE

Doch statt über eine Waffenruhe zu sprechen, hätten die Aufständischen in Minsk eine Korrektur bisheriger Vereinbarungen gefordert, kritisierte die OSZE. Nun stehe der Friedensprozess insgesamt auf der Kippe, meinte Waleri Tschaly von der Präsidialverwaltung in Kiew.

Der Westen wirft der Regierung in Moskau vor, die Rebellen zu unterstützen. Russland weist dies zurück. (dsc/feb/sda/reu)

Der Ukraine-Konflikt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 16.02.2015 12:07
    Highlight Highlight Wenn diese unbelehrbare Kriegsverbrechernation USA, die überall nach ihren Eingriffen (in Ländern die sie de facto NICHTS angegangen sind) ein Trümmerfeld voller Kollateralschäden und politisch völlig instabile Verhältnisse wie im Irak, Afghanistan, Libyen usw.usw. hinterlässt und nun auch noch die Ukraine (entgegen dem erkorenen Willen der EU und dem Kontinent Europa!) mit Waffen beliefern wollen, dann sollte Putin Nägel mit Köpfen machen und wie schon mal vom ihm "angeboten" in 10 Tagen in Kiew stehen. Einfach als Belehrung für diejenigen, die Russlands Vorgarten nur zu gerne umspaten möchten, dies mit denselben Resultaten wie schon Eingangs erwähnt.

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