Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Yanov Station, Pripyat, Tschernobyl,
Oleg Matruko http://igg.me/at/withoutpeople/x/5894566

Ein Bahnhof in der Nähe des Reaktors. (Archivbild) Bild:

Genug Geld: Neue Tschernobyl-Schutzhülle kann (vermutlich) gebaut werden



Die Finanzierung des Baus der neuen Schutzhülle um die Atomruine in Tschernobyl ist vorerst gesichert. Auf einer Geberkonferenz in London unter deutscher Leitung kamen am Mittwoch insgesamt 530 Millionen Euro zusammen.

Für die Bauarbeiten werden nach derzeitigen Schätzungen zwar 615 Millionen Euro zusätzlich benötigt. Es sei aber «sehr wahrscheinlich», dass weitere Geberländer den noch fehlenden Betrag bald beisteuern würden, sagte der deutsche Staatssekretär Jochen Flasbarth, der als Vertreter der G7-Staaten sprach. Unter anderem hätten Russland und China Zusagen gemacht, ohne konkrete Summen zu nennen.

Der Neubau soll die brüchige Schutzhülle aus Beton ersetzen, die nach der Explosion eines Reaktors in dem ukrainischen Atomkraftwerk 1986 über den Trümmern errichtet worden war.

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) übernimmt mit 350 Millionen Euro den grössten Teil. Der Rest kommt von der EU-Kommission und den G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Grossbritannien und USA. Deutschland hat derzeit die Präsidentschaft der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) inne.

Zweite Katastrophe verhindern

Der «Sarkophag» genannte derzeitige Schutzhülle sollte die tödliche Verstrahlung stoppen. In den vergangenen rund 30 Jahren setzten Regen, Frost und Sturm dem 65 Meter hohen Provisorium zu. Es bildeten sich mehr als 100 Risse, tragende Wände drohen einzustürzen.

Dem Einsturz könnte nach Ansicht von Atomphysikern eine zweite Strahlen-Katastrophe folgen. Der Neubau einer stabileren Schutzhülle soll für die nächsten 100 Jahre Sicherheit bringen. Der Sarkophag soll 108 Meter hoch, 165 Meter lang und 260 Meter breit werden.

Die Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine gilt als der schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomkraft. Am 26. April 1986 führten Bedienungsfehler und Sicherheitsmängel zu Explosionen in dem Atomkraftwerk.

Ein Reaktor wurde zerstört, eine radioaktive Wolke breitete sich aus. Am stärksten war Weissrussland betroffen, doch die Strahlung erreichte auch weite Teile Westeuropas. Tagelang verschwieg die damalige sowjetische Führung das Ausmass des Unglücks.

Die Zahl der Toten infolge der Katastrophe ist umstritten. Nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation starben in der damaligen Sowjetunion bis zu 17'000 Menschen, Atomkraftgegner sprechen von bis zu 100'000 Toten. (gag/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

30
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

30
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In der Ukraine steht ein weiteres politisches Erdbeben bevor

Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag steht der Ukraine ein weiteres politisches Erdbeben bevor. Schon bei der Präsidentenwahl im April hat die Bevölkerung die alte politische Kaste abserviert und den Ex-Komiker Wolodymyr Selenskyj mit haushoher Mehrheit ins Präsidentenamt gewählt.

Nun wird auch bei der Parlamentswahl kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Die alten Parteien haben sich zum Teil noch hektisch umbenannt, aber den grössten Stimmenanteil dürfte die von Selenskyj neu …

Artikel lesen
Link zum Artikel