Unvergessen
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FILE - In this April 13, 1997, file photo, Masters champion Tiger Woods receives his green jacket from the previous year's winner Nick Faldo, rear, at the Augusta National Golf Club in Augusta, Ga. Woods will miss the Masters for the first time in his career after having surgery on his back. Woods said on his website that he had surgery Monday, March 31, 2014, in Utah for a pinched nerve that had been hurting him for several months. (AP Photo/Dave Martin, File)

Sir Nick Faldo übergibt das Siegerjackett Tiger Woods. Bild: AP

Jahrhundert-Talent wird zum Rekordmann

Unvergessen

Ein Putting-Tipp vom Krankenbett bringt Woods das erste grüne Sakko

13. April 1997: Ganze zwölf Schläge Vorsprung weist Tiger Woods am Schluss des US Masters auf den Zweitplatzierten auf. Auf dem Scoreboard steht am Schluss 18 unter Par. Dabei kämpft kurz zuvor sein Vater und grosses Vorbild um sein Leben.



Noch nicht einmal einjährig ahmt Eldrick Tont Woods Vater Earl Woods erstmals nach. In der Wohnung und in der Garage drischt Woods Senior auf die Golfbälle ein, die dann in ein Fangnetz fliegen. Der Knirps schnappt sich den Mini-Putter, den ihm sein Erzeuger gebastelt hat, und vollzieht den gleichen Bewegungsablauf wie sein Papa. 

«Ich bin wirklich von einer höheren Macht gesegnet worden. Ich weiss nicht, warum Gott gerade mich ausgesucht hat. Alles, wovon ich als Bub geträumt habe, erfüllt sich»

Tiger Woods zitate.eu

Der ehemalige Oberstleutnant einer amerikanischen Elitetruppe fördert sein Kind fortan bei dessen gottgegebenen (Golf-)Talent. Das Wunderkind wird schon bald von der Medienwelt entdeckt und in diverse Shows eingeladen.

Hier ist Woods Junior Gast bei der amerikanischen TV-Show «That's Incredible». Video: Youtube/MyBizPortfolio.com

Wie aus Eldrick Tont Woods Tiger Woods wurde

Sein Vater begann früh, seinen Sohn Tiger zu nennen. Earl Woods dient in den 70er-Jahren der amerikanischen Armee im Vietnamkrieg, wo einer seiner besten Freunde ein Südvietnamese namens Vuong Dang Phong ist. Dessen Spitzname war Tiger, weswegen Vater Woods seinen Filius auch so zu nennen begann. Ganz praktisch ist dabei, dass es im Golfsport seit jeher Tradition ist, einen besonders guten Spieler Tiger zu nennen. 

golf.about.com

So entwickelt sich in der Nähe der kalifornischen Grossstadt Los Angeles der beste Golfer aller Zeiten. Im August 1996 wird Tiger Woods Profi. Bereits zuvor hatte er sich auf der Amateurstufe mit seinen Leistungen in der Golfszene einen Namen gemacht. Jetzt greift der damals 26-Jährige mit afroamerikanischen, indianischen, chinesischen, thailändischen und holländischen Wurzeln die Golf-Elite an. 

Finanziell braucht sich der praktizierende Buddhist bereits bei Beginn seiner Karriere keine Sorgen mehr zu machen. Mit Sportartikelhersteller Nike schliesst er einen Vertrag über umgerechnet satte 35 Millionen Schweizer Franken ab.   

Ein Jahr nach seinem Debüt auf höchster Ebene geht sein Stern endgültig auf. Am 13. April 1997 stellt Tiger Woods beim Masters in Augusta (eines der vier Major-Turniere auf der Golf-Tour) gleich 20 Turnier-Rekorde auf - sowie sechs weitere ein. Die drei wichtigsten Meilensteine sind: Jüngster Masters-Sieger aller Zeiten, der grösste Vorsprung (12 Schläge) bei der niedrigsten Schlagzahl (270). Zum ersten Mal wird ihm das grüne Sakko für den Masters-Sieg umgehängt.

Eine Legende im Golfsport ist geboren. Video: Youtube/Michaelamos94

«Was ich erreicht habe, habe ich mit meinem Vater geschafft. Wir sind ein Team»

Tiger Woods faz.net

Dabei plagen den damals 21-jährigen Tiger vor seinem Exploit grosse Sorgen. Sein Vater – und nach eigener Aussage auch sein einziges Idol – kämpft nach Komplikationen bei einer Bypass-Operation zwei Monate vor dem Turniersieg um sein Leben

Tiger Woods erklärte später: «Er war schon klinisch tot, aber sie haben ihn wiederbelebt. Er war entgegen dem Rat der Ärzte dabei, als ich hier das erste Mal gewann. Er half mir sogar mit einem Putting-Tipp entscheidend. Deshalb ist dieser Sieg für mich etwas ganz Besonderes.»

Doch Tiger Woods liess sich trotz seines kranken Vaters, der 2006 schliesslich einem Prostatakrebsleiden erlag, nie von seinem Weg nach oben abhalten. Woods gilt mit 14 Major-Siegen als der beste Golfer aller Zeiten. Mit einem geschätzten Jahresverdienst von rund 78 Millionen US-Dollar ist er zudem der bestbezahlte Sportler der Welt.

«Man ist so auf die Schläge konzentriert. Man vergisst alles. Aber sobald man den Platz verlässt, sieht es anders aus.»

Tiger Woods faz.net

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.

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