Unvergessen
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Federer bekommt im Interview mit Pedro Pinto einen kaum mehr endenden Lachanfall. screenshot: youtube.com/st3lab

Unvergessen

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

24. November 2009: Roger Federer müsste im Interview mit Pedro Pinto eigentlich nur ruhig da sitzen, doch der Journalist bringt ihn komplett aus der Fassung. Die Fragen auf spanisch scheinen Federers Lachmuskeln total an ihre Grenzen zu bringen.



Wer kennt es nicht: Dieses Gefühl, wenn man eigentlich nur ruhig da sitzen und zuhören müsste. Doch aus irgendeinem Grund findet man alles unglaublich witzig und muss auf einmal loslachen. Und je mehr man mit dem Lachen eigentlich aufhören müsste, desto schlimmer wird es. Genau so geht es an diesem Tag auch Roger Federer.

Im Rahmen eines Sponsoring-Termins darf der amerikanische Fernsehsender «CNN» mit Roger Federer ein Interview machen. Zunächst läuft das Gespräch auch ganz gut. Obschon die Stimmung äusserst locker ist und der Journalist Pedro Pinto erste Sprüche klopft, kann sich Roger Federer konzentrieren und auf englisch in gewohnter Eloquenz Auskunft geben.

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Roger Federer lacht und lacht und lacht und kann einfach nicht aufhören. Video: YouTube/st3lab

Doch dann kommt Pedro Pinto mit einer Bitte, die Roger Federer komplett aus der Fassung bringen wird: «You don't have to do anything. I'm just gonna read out some questions in Spanish», so der CNN-Mann. Federer muss also nur zuhören und so tun, als ob er etwas verstehen würde. Für einen Mann, der sogar im Tiebreak eines Grand-Slam-Finals die Contenance bewahren kann, eigentlich kein Problem. Eigentlich.

«Weil dieses Interview für Lateinamerika ist, kann ich ja einen Hemdknopf mehr auf machen.»

Pedro Pinto befeuert Federers Lachanfall

Denn kaum hat Pinto des erste Wort auf Spanisch ausgesprochen, bekommt der eigentlich ruhig gestellte Federer aus dem Nichts einen Lachanfall. Das Lachen des Tennis-Maestros wirkt derart ansteckend, dass der Interviewer und die anwesende Regie ebenfalls losprusten. Pinto, der nun Lunte gerochen hat, und Freude an der ganzen Situation bekommt, nutzt die Stimmung gekonnt aus: «Weil dieses Interview für Lateinamerika ist, kann ich ja einen Hemdknopf mehr aufmachen», witzelt er.

Von diesem Moment an ist es um Roger Federer geschehen: Auch wenn Pinto gar nichts mehr sagt, Federer lacht sowieso. Die Konzentration ist am Boden, der Schweizer schlägt eine Pause vor. Doch der Unterbruch bringt wenig, nun verliert auch Pinto immer wieder die Kontrolle.

Der Himmel am Horizont ist schon merklich dunkler, als die erste Szene endlich im Kasten ist. Zur grossen Freude müssen auch «nur» deren drei gedreht werden. Federer hatte schon Angst, dass er fünf spanische Fragen über sich ergehen lassen muss. Irgendwie bringen sie auch die folgenden zwei Szenen noch auf die Reihe und können das Interview abschliessen.

Federer und das Spanisch: eine explosive Mischung

Pedro Pinto zieht aus dem Rencontre mit Federer eine spannende Schlussfolgerung: «Mit ein bisschen Humor und ein wenig spanisch kann man den sonst so gefassten und ruhigen Roger Federer knacken.» Das sei wahrscheinlich auch Del Potros und Nadals Erfolgsrezept gegen den Schweizer.

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Federer und Nadal lachen sich gemeinsam kaputt. Der spanische Akzent bringt Roger Federer komplett aus der Fassung. Video: YouTube/Credit Suisse

Und tatsächlich: Pedro Pinto scheint mit seiner Analyse absolut ins Schwarze zu treffen: Ein Jahr später trifft sich Federer mit Nadal zu einem Werbedreh, welcher erneut in einer veritablen Lach-Orgie endet. Besonders dann, wenn Nadal «Switzerland» sagt und dabei das «Spanier-S» hervorholt, kann sich Federer kaum mehr auf dem Stuhl halten. Somit wäre nicht nur die Frage nach Nadals Geheimrezept, sondern auch jene nach Federers Lieblings-Song geklärt: «Das chunt eus Spanisch vor!»

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Maja Brunner hat's schon lange gewusst: «Mier bruuched gopfridstutz nöd ständig öppis neus, mier sind doch da nöd in Spanie, mier sind bi eus!» Video: YouTube/GMC Volkstümlicher Schlager

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

8. Juli 2001: 13 vergebliche Anläufe hatte Goran Ivanisevic in Wimbledon genommen. Drei Mal stand er im Final. Doch immer wieder versagten dem kroatischen Aufschlaghünen die Nerven. Bis er endlich den Ruf des ewigen Zweiten abstreift und dank einer Wildcard doch noch Wimbledon gewinnt.

Seit seiner Kindheit war es sein grösster Traum: einmal in Wimbledon zu gewinnen. Die Voraussetzungen sind bestens: Goran Ivanisevics Spiel ist dank dem gewaltigen Aufschlag und dem starken Netzspiel wie geschaffen für Rasentennis. «Herr der Asse» wird der 1,93 Meter grosse Kroate nur genannt. 1996 stellt er mit 1477 Assen in einem Jahr eine bis heute gültige Rekordmarke auf.

Doch Ivanisevics Traum vom Wimbledon-Triumph wird mit der Zeit immer mehr zum Albtraum. Dabei hatte doch alles so gut …

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