USA
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Wegen Wahlkrise

Obama droht Afghanistan mit Ende der US-Hilfe



Die USA wollen den Streit um das Präsidentenamt in Afghanistan beendet sehen. US-Präsident Barack Obama telefonierte am Dienstag sowohl mit Aschraf Ghani wie auch mit Abdullah Abdullah – und drohte ihnen schwerwiegende Konsequenzen an. Obama habe die beiden Kandidaten für das Präsidentenamt in Afghanistan dazu aufgerufen, gemeinsam eine Lösung für die von Wahlbetrugsvorwürfen ausgelöste Krise zu finden, teilte das Weisse Haus in Washington am Dienstag mit. Gewalt oder verfassungswidrige Schritte «würden zu einem Ende der US-Hilfe für Afghanistan führen». 

Ex-Aussenminister Abdullah hatte die erste Runde der Wahl gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Bei der Stichwahl liegt Abdullah nun nach dem vorläufigen Ergebnis deutlich hinter Ghani. Abdullah führt das auf Wahlbetrug zurück. Er hatte das vorläufige Ergebnis am Dienstag zurückgewiesen, den Sieg für sich reklamiert und gedroht, eine eigene Regierung auszurufen. Abdullah kündigte an, US-Aussenminister John Kerry werde am Freitag in Kabul erwartet, um bei der Lösung der Wahlkrise zu helfen. Kerry hatte zuvor vor einer «Parallelregierung» in Afghanistan gewarnt. (dwi/sda/dpa/afp) 

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