DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - This Oct. 1, 2016, file photo, provided by the National Transportation Safety Board shows damage done to the Hoboken Terminal in Hoboken, N.J., after a commuter train crash. New Jersey Transit is implementing a new rule after the crash. NJ Transit spokeswoman Jennifer Nelson said the conductor must join the engineer whenever a train pulls into Hoboken Terminal or Atlantic City. That means a second set of eyes will be watching as a train enters the final phase of its trip at stations where there are platforms at the end of the rails. (Chris O'Neil/NTSB photo via AP, File)

Zu schnell unterwegs: Crash im Bahnhof Hoboken. Bild: AP/National Transportation Safety B

Unglückszug in New Jersey fuhr zu schnell – und beschleunigte kurz vor dem Aufprall noch



Der Zug in Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey war vor dem Unglück mit einer Toten und 108 Verletzten mit dem Doppelten der zulässigen Geschwindigkeit unterwegs und beschleunigte kurz vor dem Aufprall sogar noch. Das hat die Auswertung der Datenschreiber ergeben.

Weniger als eine Sekunde vor dem Aufprall habe der Lokführer die Notbremse gezogen, teilte die Behörde für Transportsicherheit NTSB am Donnerstag mit. Demnach beschleunigte der Zug knapp 40 Sekunden vor dem Unglück von rund 13 Kilometern pro Stunde auf bis rund 34 Kilometer pro Stunde.

Mit diesem Tempo war er unterwegs, als er am Donnerstag vor einer Woche im Kopfbahnhof in New Jersey mit einem Prellbock kollidierte und auf die Plattform sprang. Dadurch stürzte das Dach des Bahnhofs teilweise ein.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt im Gleisgelände umgerechnet bei rund 16 Kilometern pro Stunde, im Bereich der Perrons bei rund 8 Kilometern pro Stunde.

Ursache wird weiter untersucht

Ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen eine Rolle gespielt haben könnten oder der Lokführer das Unglück möglicherweise sogar absichtlich herbeiführte, blieb weiter unklar. Sowohl die beiden Datenrekorder als auch die Video-Aufzeichnung in Fahrtrichtung samt der Tonspur eines externen Mikrofons seien von guter Qualität, teilte die NTSB mit.

«Ein grosser Blitz wurde beobachtet, als der Waggon mit der Vertäfelung kurz hinter dem Prellbock zusammenstiess», schrieben die Ermittler. Zu hören sei ausserdem die Hupe des Zugs etwa eine Minute vor dem Aufprall, der Passagiere aus ihren Sitzen warf und durch den Trümmer von der Dachkonstruktion fielen, die eine Frau töteten.

Seine nächste Erinnerung sei der Moment nach dem Aufprall, als er auf dem Boden der Fahrerkabine zu sich kam. US-Medien zufolge ist er seit dem Jahr 2000 als Zugführer tätig.

Seit dem Unglück vor einer Woche fahren Züge den historischen Bahnhof in Hoboken, den sonst täglich rund 50'000 Menschen nutzen, nicht mehr an. Wann er für den Zugverkehr wieder geöffnet wird, ist unklar. (cma/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Analyse

Jetzt knöpft sich Joe Biden die Milliardäre vor

Der US-Präsident will die amerikanische Infrastruktur rundum erneuern. Das Geld holt er sich bei den Superreichen und den Konzernen.

Bei Donald Trump hiess es «Make America Great Again», Joe Biden kontert nun mit «Build Back Better». Während es der 45. Präsident weitgehend bei unerfüllten Versprechen beliess, packt der 46. kräftig zu. Ein 1.9-Billionen-Dollar-Hilfspaket hat er bereits durch den Kongress gepeitscht. Nun folgt der zweite Streich: ein Infrastrukturprogramm, das gegen vier Billionen Dollar kosten wird.

Bereits die Trump-Regierung kündete immer wieder mal «Infrastruktur-Wochen» an, konkrete Taten blieben jedoch …

Artikel lesen
Link zum Artikel