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Showdown im UNO-Sicherheitsrat

USA an Russland: «Ein Dieb kann etwas stehlen, aber das gibt ihm nicht das Besitzrecht»



Nach der Annexion der Krim gehen die Emotionen auch im UNO-Sicherheitsrat hoch. Bei der Sitzung am Mittwoch legten die Botschafter Russlands und der USA ihre diplomatische Zurückhaltung komplett ab.

Zunächst verteidigte der Vertreter Russlands die «Wiedervereinigung mit der Krim» als «Korrektur eines historischen Unrechts». Dann kam er auf die westliche Sichtweise der Ereignisse zu sprechen:

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«Wir haben die Reaktion einiger unserer westlichen Partner zur Kenntnis genommen, die einfach ihre imperialistisch-kolonialistische Angewohnheit nicht ablegen können, anderen Völkern und Ländern ihren Willen aufzuzwingen.»

Witali Tschurkin, russischer UNO-Botschafter.

Darauf entgegnete seine amerikanische Kollegin:

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«Ein Dieb kann etwas stehlen, aber das gibt ihm nicht das Besitzrecht. Was Russland getan hat, ist falsch im Sinne des internationalen Rechts, der Geschichte, der Politik – und es ist gefährlich.»

Samantha Power, amerikanische UNO-Botschafterin.

Das wollte Witali Tschurkin auf keinen Fall unkommentiert stehen lassen. Also bat er erneut um Sprechzeit:

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«Es ist einfach inakzeptabel, sich diese Beleidigungen gegen unser Land anzuhören. Wenn die USA in anderen Belangen auf unsere Kooperation im UNO-Sicherheitsrat Wert legen, dann sollte sich Botschafterin Power das gut merken.»

Witali Tschurkin, russischer UNO-Botschafter.

Tschurkin hatte eine solche Wut im Bauch, dass er beim Verlassen des Saals noch einmal nachtrat:

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«Ich erwarte eine Entschuldigung.»

Witali Tschurkin, russischer UNO-Botschafter.

Hier das ganze Wortgefecht im O-Ton:

Video: Youtube/Al Jazeera English

Erinnerungen werden wach an den legendären Schlagabtausch zwischen den beiden Supermächten während der Kubakrise 1962. 

Video: Youtube/soccerockman

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