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Penis auf dem Dach

Achtung Kinder, schaut die Kantonsschule Wohlen nicht von oben an!



Penisse gibt es in tausend verschiedenen Formen. Lang, kurz, dünn, dick. In Form von Bananen, Krummsäbeln, Kegeln oder Kartoffeln. Es gibt sie in Filmen, an Hauswänden und auf Toiletten. 

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Es gibt Versionen aus Gummi, Holz, Stahl, und Gold. Es gibt essbare Ausführungen und solche, die sprechen können. Und fast die Hälfte der Menschheit besitzt einen. Manche sogar zwei.

Bild

Lichtschalter in Penis-Form. alibaba

So gesehen ist es nicht weiter erstaunlich, wenn irgendwo auf der Welt ein weiteres Exemplar auftaucht. 

Was dieses Stück von anderen seiner Gattung unterscheidet, ist, dass es nur aus der Luft zu erkennen ist. 

Achtung, Gefühl!

Gibt man in der Suchmaske des Geoportals Aargau die Adresse der Kantonsschule Wohlen ein, so kann man sich das gute Stück selber vor Augen führen. Aber weil wir Rücksicht auf Ihre Sexualmoral nehmen, erfolgt hier eine Warnung: 

Achtung, diese Bilder könnten Ihre Gefühle verletzen!

Und weil wir wissen, dass unaufmerksame Leser gerne einmal die eine oder andere Zeile überspringen, hier gleich noch einmal, in fetten violetten Lettern:

Achtung, diese Penisse könnten Ihre Gefühle verletzen!

Kantonsschule Wohlen

Für konservative Ballonfahrer, feinfühlige Drohnen und katholische menschliche Kanonenkugeln, die im Jahr 2014 übers Freiamt kreisten, kam diese Warnung leider zu spät. Sie müssen mit den Nachwirkungen des Gesehenen leben. Für immer.

Ursachenforschung

Ob die Schüler der Kanti Wohlen in Aargau im Fach Bild und Gestaltung unterbeschäftigt waren? Gegen die prüde Sexualmoral rebellieren wollten? Oder war es bloss ein Versehen und die Schüler wollten eigentlich eine Gitarre aufs Dach pinseln? Lehrer, die proaktiv der Verschandelung ihres Daches durch die Schüler zuvorkommen wollten? 

Wir werden es wohl nie erfahren. Vielleicht waren sie auch einfach nur bekifft, betrunken oder verliebt. Was nicht heissen soll, dass Penisse nur in benebeltem Zustand bildnerisch inszeniert werden können.

Kein Rektor unter diesem Anschluss

Die Schulleitung der Kantonsschule Wohlen derweil ist sprachlos. Wortwörtlich: Im Kanton Aargau sind Sportferien und das Telefon klingelt endlos. Wir wüssten auch gar nicht, was wir fragen sollten. 

Aber nur mal angenommen, die Schulleitung hätte tatsächlich mit uns gesprochen:

Wussten Sie, dass auf dem Dach Ihres Schulhauses ein Penis prangt?
Schön, dass Sie fragen: der Penis ist Teil unserer Kampagne «Kantonsschule Wohlen – Bildung mal anders».  

Bildung unfucked?
Genau, aber das dürfen wir so nicht sagen, wir sind immer noch eine Schule.

Planen Sie, weitere Penisse entstehen zu lassen?
Ja, der Penis, den Sie gesehen haben, ist eine Art Versuchsballon. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, von daher gehe ich davon aus, dass weitere Penisse bald folgen werden.

Haben Sie keine Angst, dass Ihre Schule dadurch zur Zielscheibe von Spott und Häme wird?
Im Gegenteil. Wir sind überzeugt, dass das Interesse an unserer Schule mit jedem Penis steigen wird. Aber bis zum Höhepunkt fehlen uns noch einige Penisse.

Wissen Sie von anderen Schulen, die ihre Kampagne nachahmen wollen?
Zahlreiche Rektoren haben sich schon bei mir gemeldet. Sie möchten die Erfolgsformel für unseren Penis erfahren. 

Und, woran liegt es, dass Ihr Penis so gut ankommt?
Das kann ich Ihnen leider nicht verraten.

Wieso nur Penisse? Wären im Sinn der Gleichberechtigung der Geschlechter nicht auch weibliche Geschlechtsteile angebracht?
Ja, das ist ein kleiner Wermutstropfen. Es ist so, dass unseren Kampagnenleiter die Kenntnisse der weiblichen Anatomie fehlen. Deshalb haben wir uns für Penisse entschieden. Wir glauben auch, dass Penisse aus der Luft besser erkennbar sind.

Haben Sie mit ihrer Kampagne nicht einfach billig abgekupfert? Schliesslich hat die Kantonsschule Heerbrugg bereits im Jahr 2009 einen Penis auf ihrem Dach montieren lassen?
Nein, wir hatten die Idee viel früher. Nämlich... wann sagten Sie, hatte Heerbrugg seinen ersten Penis? 2009? Also, unser Konzept stand bereits 2008, aber die Mühlen der Bürokratie, Sie wissen schon.

Dennoch: Vier Jahre später hatte Heerbrugg schon zwei Penisse auch dem Dach prangen, bevor Sie überhaupt mit der Fertigung des ersten begonnen hatten. 
Ja, aber haben Sie sich einmal die St.Galler Penisse genau angeschaut? Die sehen aus wie Scheren. Und das sollen Penisse sein? Lachhaft.

Bild

screenshot 20minuten

Es gibt Stimmen, die werfen Ihren Penissen vor, dass Sie aus der Ferne Gitarren ähneln. 
Da müssen Sie andere Informationen haben als ich. Unsere Penisse sind das Beste, das es momentan auf dem Markt gibt. Aber ich werde Ihre Kritik an die entsprechende Stelle weiterleiten. 

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nikita Schaffner 31.01.2015 10:13
    Highlight Highlight Nun DAS nenn ich einmal eine Knallharte Story und dazu noch ein Interview mit mehr als einem gespanntem Höhepunkt! Respekt!
  • Hugo Wottaupott 31.01.2015 09:52
    Highlight Highlight weniger zeichnen/kunst unterrichten.
  • everSin 31.01.2015 02:42
    Highlight Highlight eh eh eh ehhhh
  • Der Tom 30.01.2015 19:04
    Highlight Highlight Wieso ist doch ganz normal, dass der Storch auf dem Dach nistet.
  • SpikeCH 30.01.2015 18:39
    Highlight Highlight Obschon ich mich vehement gegen die Überbewertung von derart sinn-befreiten Dingen wehre, muss ich zugeben dass der inzwischen etwas abgenutzte Begriff "Berichterstattung" hier eine skandalöse Reinkarnation auf satirischer Ebene erlebt. Selbstredend steht es allen Lesern mit einem IQ der höher ist, als die gegenwärtige Außentemperatur frei diese Meinung zu verurteilen und Kritik in punkto Sachlichkeit zu üben. Ich für meinen Teil danke dem Autoren für diesen linguistischen Orga***s- und freue mich auf viele weitere "Höhepunkte"..

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