Videos
Australien

Riesige Mäuseplage in Australien: Behörden erlauben stärkere Giftköder

Video: extern/hanna dedial

Australien erlaubt wegen Mäuseplage doppelt so starke Giftköder

Landwirte in Australien werden derzeit von einer heftigen Mäuseplage heimgesucht. Eine ausserordentlich gute Ernte führt dazu, dass die Nagetiere sich ungehindert vermehren. Jetzt dürfen sie Massnahmen ergreifen.
01.06.2026, 19:1401.06.2026, 19:14

Schon seit sechs Monaten klagen Landwirte in Australien über Felder, die von Mäusen verwüstet werden. Tausende Tiere tummelten sich auf den Feldern und in Lagerräumen, und sie machen auch vor Lüftungsschächten und Klimaanlagen keinen Halt. Wie eine Landwirtin gegenüber dem «Spiegel» schildert, führt das dazu, dass es in ihrem Haus wie nach einem verwesenden Körper riecht.

Schlimmer als die letzte Plage

Im Jahr 2021 waren Bauern in Australien zuletzt von einer grossen Mäuseplage betroffen. Damals hatten insbesondere Landwirtschaftsbetriebe im Bundesstaat New South Wales das Nachsehen. Dieses Jahr sind sowohl Bundesstaaten in Süd- als auch in Westaustralien betroffen.

In den letzten Monaten hat sich das Problem zugespitzt. Gemäss Experten drohen ab einer Population von 200 Mäusen pro Hektare bereits Schäden auf den Feldern, ab 800 Tieren pro Hektare spricht die australische Forschungsbehörde CSIRO von einer Plage. Laut Schätzungen tummeln sich auf den Feldern der Landwirte zurzeit bis zu 10'000 Tiere pro Hektar, was diesen Schwellenwert um ein Vielfaches übertrifft.

Behörde erlaubt stärkere Giftköder

Vor wenigen Tagen hat die zuständige Behörde die betroffenen Landwirte schliesslich erhört. Sie hat eine Notfallgenehmigung erteilt, die es Landwirten erlaubt, stärkere Mäuseköder einzusetzen. Diese Art von Köder enthält doppelt so viel Zinkphosphid wie herkömmliche Mäuseköder und soll den Bestand stark eindämmen können. (hde) ​

Video: extern/hanna dedial

Mehr Videos:

Gewitterfront zieht über die Schweiz

Video: watson

Buckelwal Timmy wird an Land gezogen

Video: watson/Elena Maria Müller
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tiere, die so unfotogen wie du sind
1 / 31
Tiere, die so unfotogen wie du sind
Bild: via tumblr
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Deutschland aufgepasst! Australien zeigt vor, wie man einen Buckelwal rettet
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
«Dann ist man am falschen Ort»: Jositsch erklärt seinen Parteiaustritt
Daniel Jositsch tritt per sofort aus der SP aus, will aber als Parteiloser erneut für den Ständerat kandidieren. Gegenüber watson erklärt Jositsch seine Beweggründe.
Die Delegierten haben Ihnen letzte Woche das Vertrauen entzogen. Trotzdem wollen Sie erneut als Ständerat kandidieren. Weshalb?
Daniel Jositsch: Ich wäre gerne für die SP angetreten, dafür habe ich mich auch zur Verfügung gestellt. In diesem Prozess habe ich bewusst die Frage gestellt, ob man einen sozialliberalen Flügel und damit mich in der Partei will. Wenn die Antwort darauf ‹Nein› ist, dann muss ich mich entscheiden, was ich mache. Und ich habe mich entschieden, dass ich einerseits nicht mehr in der SP bin. Andererseits bin ich aber weiterhin motiviert, als Ständerat zu kandidieren und mich für den Kanton Zürich und die Schweiz zu engagieren.
Zur Story